Der Hitzesommer 2026 hat die Stadtgesellschaft an Grenzen gebracht und Handlungsbedarf offenbart. Mit Blick auf alle, die besonders geschützt werden müssen, Kranke, ältere Menschen und Kinder, zeigten sich Lücken. Kitas mussten aufgrund der hohen Temperaturen ihre Arbeit einschränken oder gar einstellen und auch an Darmstädter Schulen wurde es zu heiß. Ein Gemeinschaftsantrag von sieben Fraktionen quer durch das demokratische Spektrum hat in der Stavo vom 27. August jetzt die Perspektive geschaffen, um gegenzusteuern.
In der Sitzung des Parlaments wurde mit breiter Mehrheit ein Papier verabschiedet, das zuvor eingebrachte Vorlagen des Bündnisses für Darmstadt (CDU, SPD, Uffbasse, FDP) sowie von Grünen und Volt bündelt.
Dieser Antrag gliedert sich in zwei Stufen mit kurzfristigen Maßnahmen, die bis Sommer 2027 umgesetzt sein sollen sowie weiteren mittel- bis langfristigen Maßnahmen gegen Hitzestress. Alle Details findet ihr weiter unten.
Den Standpunkt von Uffbasse zu den ersten Schritten sowie ein Ausblick zum weiteren Handlungsbedarf findet ihr hier in der Rede aus der Stavo-Sitzung.
Rede Uffbasse zum fraktionsüberbreifenden Antrag „Kühle Köpfe an heißen Tagen – in coolen Schulen und Kitas“
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin, meine Damen und Herren,
das Besondere an diesem Antrag ist, dass er ein Gemeinschaftsantrag von sieben Fraktionen quer durch das demokratische Spektrum ist. Das freut mich sehr und das ist ein schöner Anblick, all diese Logos auf dem Antrag.
Und wahrscheinlich ist diese Einigkeit auch deshalb möglich, weil uns die Hitze in diesem Sommer alle ziemlich an unsere Grenzen gebracht hat. Besonders schwierig wird sie aber dort, wo Menschen sich nicht einfach selbst helfen können oder besonders geschützt werden müssen: bei Kranken, bei älteren Menschen und bei Kindern.
Heute geht es um die Kinder und darum, wie unsere Schulen und Kitas mit solchen Hitzeperioden umgehen können
In den Kitas stellt sich das Problem folgendermaßen dar. Gerade kleine Kinder können die Gefahren großer Hitze selbst noch nicht richtig einschätzen. Gleichzeitig kann man sie bei großer Hitze weder einfach draußen spielen lassen noch den ganzen Tag in aufgeheizten Räumen betreuen. Und irgendwann ist natürlich auch für die Beschäftigten eine Grenze erreicht, unter welchen Bedingungen sie noch arbeiten können.
Die Konsequenz war in diesem Sommer teilweise, dass Einrichtungen an besonders heißen Tagen geschlossen wurden. Dann fällt kurzfristig Betreuung aus, Eltern müssen improvisieren und die Belastung der Familien wird noch größer.
Und auch in der Schule hat sich die Situation geändert. Wir bauen die Ganztagsbetreuung aus, und damit entfällt zunehmend auch die bisherige Möglichkeit, mit großer Hitze umzugehen, nämlich Hitzefrei zu geben.
Theoretisch fängt Darmstadt beim Hitzeschutz ja nicht bei Null an. Ein Teil dessen, was unser Antrag fordert, ist längst städtischer Standard – zumindest auf dem Papier.
Seit 2023 haben wir eine Leitlinie für den nachhaltigen Hochbau, die bei Neubauten und Sanierungen einen wirksamen außenliegenden Sonnenschutz vorsieht.
2024 kam der Hitzeaktionsplan, der Kinder ausdrücklich als besonders gefährdete Gruppe benennt. Allerdings liegt der Schwerpunkt für Schulen und Kitas dort noch sehr stark auf Verhaltensanweisungen: ausreichend trinken, Schatten, richtiges Lüften.
Und seit diesem Jahr gibt es auch ein Hitzeschutzprogramm für Schulen mit ersten Pilotprojekten.
Der aktuelle Hitzesommer hat trotzdem gezeigt, dass wir eine entscheidende Lücke haben. Denn das Problem betrifft eben nicht nur alte Bestandsgebäude, bei denen wir mit den hitzeschutzmaßnahmen, hinterher sind. Auch neu gebaute Schulen wie die Heinrich-Heine-Schule oder die Bertolt-Brecht-Schule, die über spezielle Nacht-Lüftungssysteme verfügen, haben massive Probleme mit der Hitze. Dies wurde von den jeweiligen Schulleitern in den Schulausschüssen sehr deutlich an die Verwaltung und Hr. Klötzner herangetragen. Die Antwort war immer und immer wieder, man müsse die Hausmeister anders schulen, die Technik sei noch nicht richtig eingestellt, das sei vorübergehend etc.
Das Immobilienmanagement hat sogar Handlungsempfehlungen zum sommerlichen Wärmeschutz an die Einrichtungen geschickt. Da steht dann zum Beispiel drin, man solle vorhandene Jalousien nutzen, möglichst früh am Tag lüften und die Gebäude über längere Zeit auskühlen. Auch die Hausmeister seien nachgeschult worden.
Mal ganz davon abgesehen, dass nicht alle Schulen Jalousien haben, die sie herunterlassen können: Wenn es auch nachts kaum noch abkühlt und die Außentemperatur nicht deutlich unter der Raumtemperatur liegt, kann man lüften, wie man will. Dann bekommt man die Wärme aus dem Gebäude einfach nicht mehr heraus.
Das zeigt, dass unsere bisherigen Konzepte und Vorgaben offensichtlich nicht ausreichen und die Stadt nachsteuern muss.
Und ich finde, wir müssen inzwischen auch sehr viel ernsthafter über aktive Kühlung und Klimaanlagen nachdenken. Bislang setzt die Stadt bei Schulen vor allem auf Verschattung, Sonnenschutz, Nachtauskühlung und einen verbesserten Gebäudebetrieb.
Die Stadt selbst sieht eine aktive Klimatisierung bislang vor allem für besonders sensible Bereiche in Kitas vor. Bei Schulen gibt es dazu noch kein vergleichbares Konzept.
Wenn sich bestätigt, dass bestimmte Räume trotz Verschattung und vernünftiger Lüftung regelmäßig Temperaturen erreichen, bei denen vernünftiger Unterricht oder Betreuung kaum möglich ist, dann müssen wir bereit sein, diese Räume aktiv zu kühlen. Die Klimaanlage muss für die Stadt eine ganz normale Option werden und nicht die Lösung, über die wir erst ganz am Ende widerwillig nachdenken.
Für gezielte Verbesserungen fehlt aktuell das Wissen: Welche Schule oder Kita ist wie stark betroffen? Was muss sofort passieren? Welche Mittel stehen dafür zur Verfügung? Und was machen wir mit den Kitas und Schulen, die auf absehbare Zeit gar nicht grundlegend saniert werden?
Genau da liegt der Mehrwert unseres Antrags. Wir wollen noch in diesem Jahr alle Schulen und Kitas abfragen und im nächsten Sommer die Raumtemperaturen systematisch erfassen. Gleichzeitig soll dort, wo der Handlungsbedarf schon heute offensichtlich ist, nicht auf diese Erhebung gewartet werden. Mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen wie Sonnenschutzfolien, Sonnensegeln oder außenliegender Verschattung können teilweise schnell Verbesserungen erreicht werden.
Besonders freut mich, dass der Stadtelternbeirat unabhängig von diesem Antrag parallel zu praktisch demselben Ergebnis gekommen ist: Belastung erfassen, an den schlimmsten Standorten bis nächsten Sommer handeln und anschließend die dauerhaften baulichen Maßnahmen angehen.
Die nächste Frage ist dann natürlich, wo das Geld dafür herkommt. Das kann ich Ihnen heute auch nicht genau sagen. Aber wir werden es in die Hand nehmen müssen.
Denn auch das ist kommunale Daseinsvorsorge: Ein Kind muss auch im Sommer in die Kita gehen oder im August in einem Klassenraum sitzen können, ohne dass dieser sich auf 35 Grad aufheizt. Die Stadt muss als Schul- und Kitaträger dafür sorgen, dass ihre Gebäude auch bei zunehmender Erwärmung noch Bedingungen bieten, unter denen ein normales Leben stattfinden kann.
Vielen Dank.
Antrag „Kühle Köpfe an heißen Tagen – in coolen Schulen und Kitas – Erste Schritte auf dem Weg zum coolen Darmstadt“ von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Volt, CDU, SPD, Uffbasse und FDP
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt, ein Hitzeschutzprogramm für die Darmstädter Schulen und Kitas in zwei Stufen zu entwickeln und umzusetzen.
Stufe 1 – kurzfristig, bis Sommer 2027:
- Die im Rahmen des „Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ (MV 2024/0157) eingesetzte Aktionsgruppe „Hitze“ wird mit der Koordination und Beschleunigung von kurzfristig realisierbaren Hitzeschutz-Maßnahmen an Kitas und Schulen beauftragt. Die Aktionsgruppe soll für besonders betroffene Einrichtungen geeignete, pragmatische und gegebenenfalls auch provisorische Sofortmaßnahmen entwickeln und bei der Umsetzung unterstützen. Die Umsetzung der Maßnahmen soll bis Mai 2027 erfolgen.
Diese Maßnahmen umfassen beispielsweise:
A) Passiver Hitzeschutz
- Außenliegende Verschattung (z.B. Sonnensegel, Jalousien, Markisen), Sonnenschutzfolien an belasteten Fensterflächen: Kurzfristige, kostengünstige Maßnahmen wie der Ausbau von Verschattung können die Hitzebelastung bereits erheblich reduzieren. Der Ausbau der Verschattungsmöglichkeiten liegt in der Verantwortung des Schulträgers und ist auf Basis der ersten Datenerhebung zügig bis Q2 2027 voranzutreiben, insbesondere an sonnenexponierten Gebäudeseiten. Das bereits begonnene Verschattungsprogramm ist entsprechend auszuweiten.
- Passive Kühlung (z.B. Nachtlüften, Lüftungsgeräte)
- Schulungen zum Gebäudebetrieb
B) Aktiver Hitzeschutz
-
- Aktive Kühlung bzw. Temperierung (z.B. Nachrüstung von Klimaanlagen).
- Datengrundlage und Monitoring: In Phase 1 (Sommer 2026) soll eine belastbare Datengrundlage geschaffen werden. Dazu wird eine Abfrage an Darmstädter Schulen und Kitas durchgeführt (z. B. Fragebogen, ergänzt um Berichte der Leitungen unter Einbeziehung der Lehrkräfte und des Kita-Personals) mit Abschluss bis Ende Q3 2026. In Phase 2 folgt eine umfangreichere Erhebung mit einer stadtweiten Erfassung der Raumtemperaturen, die für den Sommer 2027 vorbereitet und durchgeführt wird, die Auswertung erfolgt bis Q3 2027.
- Verlässliches Hitzeschutzkonzept: Erstellung eines einheitlichen, für alle Einrichtungen verbindlichen Hitzeschutzkonzepts, das Auslöseschwellen und Handlungsschritte vorgibt, statt dies jeder Schule einzeln zu überlassen. Dieses Konzept soll bis Sommerbeginn 2027 erarbeitet und in Kraft gesetzt werden.
- Eigenständiger Hitzeschutz für den Ganztagsbetrieb: Der Ganztagsbetrieb soll einen eigenständigen Hitzeschutz für die Nachmittagsstunden erhalten. Da der Ganztag zunehmend in die heißeste Tageszeit fällt, sind verlässlich kühle Ausweichräume und klare Verfahrensvorgaben für den Nachmittag erforderlich, ergänzt um eine entsprechende Einwirkung auf das Land, das für den Ganztagsbetrieb ebenfalls verbindliche Regelungen treffen muss. Auch dies soll ab Sommer 2027 in Kraft treten.
- Der Stadtverordnetenversammlung wird erstmals bis spätestens zum Ende des ersten Quartals 2027 über die Anzahl der betroffenen Einrichtungen, die geplanten Maßnahmen sowie deren Umsetzungsstand und den weiteren Umsetzungsplan
- In der Haushaltsaufstellung wird ein ausreichend dimensionierter Etat für die Umsetzung der Sofortmaßnahmen zu hinterlegt.
Stufe 2 – mittel- bis langfristig, ab sofort
- Baulicher Hitzeschutzplan: Aufbauend auf den Daten wird ein verbindlicher baulicher Hitzeschutzplan erarbeitet, der Maßnahmen priorisiert, in Schulbausanierung und Kitaplanungen einbindet, Förderprogramme berücksichtigt und der Stadtverordnetenversammlung bis Q1 2028 vorgelegt wird. Für Tage mit Temperaturen, an denen selbst eine gute Verschattung an ihre Grenzen stößt, soll geprüft werden, wie gekühlte Ausweich-, Unterrichtsräume und Betreuungsräume je Standort bereitgestellt werden können. Die konkrete Ausgestaltung und Finanzierung sind nach Notwendigkeit, Wirksamkeit und Kosten zu priorisieren. Bei Neubauten und umfassenden Sanierungen sind von Anfang an Bauweisen und technische Lösungen verbindlich vorzusehen, die Gebäude im Sommer wirksam kühl halten und zugleich im Winter energieeffizient sind.
- Entsiegelung und Begrünung im Bestand: Im Bestand soll geprüft werden, wo eine Entsiegelung von Schulhöfen und die Pflanzung von Bäumen möglich und sinnvoll ist, insbesondere dort, wo dadurch eine zusätzliche Verschattung entsteht und gleichzeitig keine Nutzflächen wegfallen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen dem Schulausschuss bis Q1 2028 vorgelegt werden.
- Zuständigkeiten und Priorisierung: Die Schul- und Kitaleitungen sollen von der alleinigen Verantwortung entlastet werden. Zuständigkeiten und Verfahren sind zentral bei der Stadt Darmstadt zu bündeln. Die im Hitzeaktionsplan vorgesehene Aktionsgruppe „Hitze“ wird einbezogen. Die Umsetzung ist vorrangig über Priorisierung nach Erfordernis und Wirksamkeit sowie möglichst über verfügbare Fördermittel zu finanzieren. Den Fraktionen ist jährlich vor der Hitzesaison über den Fortschritt zu berichten.
Begründung
Darmstadt leidet zunehmend unter Hitzestress. Wir müssen handeln. Die Notwendigkeit, nicht nur beim Klimaschutz umzudenken, sondern auch im Alltag bei Hitzewellen, wird in dem im Juli 2024 in Kraft getretenen Hitzeaktionsplan der Wissenschaftsstadt Darmstadt klar herausgestellt. Die Klimaanpassungsstrategie unterstreicht in Maßnahme 16 „Hitzevorsorge zum Schutz der Gesamtbevölkerung und hitzegefährdeter Personengruppe“ die Notwendigkeit von Hitzevorsorge als „integrierte, interdisziplinäre Gemeinschaftsaufgabe zahlreicher Akteurinnen und Akteure innerhalb und außerhalb der Darmstädter Verwaltung“.
Die Hitzewelle des Sommers 2026 mit Spitzenwerten von über 40°C hat erneut dringlich gezeigt, dass die weiter steigenden Temperaturen an immer mehr Tagen zu schweren Belastungen führen, und Gesundheit, Leben sowie die Funktionsfähigkeit des öffentlichen Lebens beeinträchtigen.
In Darmstädter Klassen- und Kitaräumen werden als Folge im Sommer regelmäßig Temperaturen über 30 °C gemessen, in Spitzen 35 °C und mehr. Dabei handelt es sich nicht um einen vorübergehenden Ausnahmezustand, sondern um eine Belastung, die mit jedem Hitzesommer wiederkehrt und die Konzentration, die Gesundheit und die Qualität des Unterrichts und der Betreuung nachweislich beeinträchtigt. Hitze verursacht gesundheitliche Schäden, erhöht das Unfallrisiko, steigert das Aggressionspotenzial und führt zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen. Gesundheitlich besonders betroffen sind Menschen, die sich nicht selbst ausreichend schützen können. Je jünger ein Kind ist, desto weniger ist sein Körper in der Lage, Hitze zu regulieren. Daher gehören Kleinkinder und Kinder neben kranken und älteren Menschen zu den besonders gefährdeten Personengruppen.
Betroffen sind Kinder und Jugendliche an Kitas, Grund- und Förderschulen, an allen weiterführenden Schulen, den beruflichen Schulen und die dort tätigen Beschäftigten. Sie müssen sich über viele Stunden täglich in den Gebäuden aufhalten. Hohe Raumtemperaturen schaden Gesundheit, Konzentration und Lernfähigkeit und erschweren den Schul- und Betreuungsbetrieb bis hin zu Einschränkungen oder Schließungen.
Über Schutzmaßnahmen entscheiden gegenwärtig im Wesentlichen die einzelnen Leitungen, obwohl weder der bauliche Zustand noch die technische Ausstattung noch die geltenden Regelungen in ihrer Zuständigkeit liegen. Hierfür sind die Kommune als Träger beziehungsweise das Land verantwortlich. Der weitere Ausbau des Ganztagsangebots verschärft die Situation zusätzlich, da die höchsten Raumtemperaturen regelmäßig in die Nachmittagsstunden fallen. Darüber hinaus existiert bislang keine zentrale Stelle, an der die Hitzefälle aller Einrichtungen zusammengeführt und ausgewertet werden. Ein zweiphasiges Monitoring – eine schnelle Abfrage 2026, gefolgt von einer umfangreichen Erhebung 2027 – schafft die nötige Datengrundlage. Diese Daten sollen künftig nicht nur Sofortmaßnahmen steuern, sondern auch verbindlich in die Priorisierung der Schulbausanierung uns der Bauvorhaben bei den städtischen Kitas einfließen.
Notwendig ist damit ein klar gestuftes Vorgehen: kurzfristig wirksame Sofortmaßnahmen mit festen Fristen bis Sommer 2027, gefolgt von einem mittel- bis langfristigen baulichen Hitzeschutzplan, der auf den Monitoringdaten aufbaut, den Ganztagsbetrieb eigenständig berücksichtigt und die jeweiligen Leitungen von der alleinigen Verantwortung entlastet.
Viele Kommunen – so auch Darmstadt – haben bereits begonnen, ihre Gebäude systematisch hitzeresilient zu gestalten und gezielte Strategien für die technische Anpassung der kommunalen Liegenschaften (kommunale Hitzeaktionspläne) zu entwickeln. Dazu gehört ausdrücklich auch die Priorität von passiver und aktiver Kühlung bei laufenden oder bereits geplanten Sanierungsmaßnahmen.
Angesichts der Zunahme von Hitzeperioden genügt es jedoch nicht auf langfristige Sanierungen zu warten. Erforderlich sind schnell wirksame, gegebenenfalls auch provisorische Maßnahmen dort, wo der Handlungsbedarf am größten ist. Eine Priorisierung der besonders betroffenen Einrichtungen und ein verbindlicher Zeitplan zu der Maßnahmenumsetzung ermöglichen einen zielgerichteten und wirtschaftlichen Einsatz der verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen.
Eva Bredow-Cordier und Andreas Ewald, Fraktionsvorsitzende Bd. 90/Die GRÜNEN
Ana-Lena Herling, Fraktionssprecherin Volt
Dr. Annette Brunert und Caroline Groß, Fraktionsvorsitzende CDU
Christina Brahm und Bijan Kaffenberger, Fraktionsvorsitzende SPD
Kerstin Lau, Fraktionsvorsitzende Uffbasse
Sven Beißwenger, Fraktionsvorsitzender FDP
Foto: Aidexxx, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons



