Unter dem Pflaster liegt der Strand

Ein lauter Knall, es splitterte, Rasen wurde zerfetzt und Tonkügelchen zerbarsten, ein buntes Feuerwerk an Farben loderte auf. Nur weil das aufmerksame Grünflächenamt rechtzeitig einschritt, konnten eine autonome Grünflachenbepflanzung und größere Schäden verhindert werden. Das Motiv der Täter scheint eindeutig. „Guerilla Gardening sind bereit, Blumen, Bäume weit und breit. Eine grüne Stadt die sollt ihr kriegen. Wir pflanzen Bäume, bis die Blätter fliegen.“ Was damals niemand ahnte: Bei dem Brandsatz handelte es sich offenbar um eine Bombe aus Samen und Knollen . Auf der Homepage attensaat.de gibt es eine Anleitung für Guerilla Gardening in 10 Schritten. Schliesslich soll die selbstorganisierte Bepflanzung Städte nachhaltig begrünen, verschönern und essbar zu machen. Den Strand unter dem Pflaster hervor zu holen und aktiv und selbstorganisiert die eigene Stadt und das Lebensumfeld mitzugestalten.

Die liebe Bürgerbeteiligung, ein viel diskutiertes Thema unter Darmstädter Politikern. Konzepte werden erdacht, Masterpläne ausgearbeitet, Kriterien entwickelt, verschiedenen Formen der Beteiligung angeboten. Aber erstens ist Papier ja bekanntlich geduldig und zweitens haperts oft an der Umsetzung. Immer weniger Menschen und vor allem junge Menschen, organisieren sich in den bestehenden Formen, fühlen sich davon angesprochen und können was damit anfangen. Containern, Urban Gardening, Fairteiler, Umsonstläden, Repaircafés, Guerilla Gardening usw. spontane kreative Aktionen und Zusammenschlüsse haben immer mehr Zulauf.

Seid doch froh, wenn die Bürger*innen Verantwortung übernehmen und Selbstinitiative zeigen. werden. Wie wäre es solche Initiativen zu fördern, statt Unmengen an Geld in Konzepte, Pläne und deren Evaluierung zu stecken?

Papier ist geduldig! Bürgerbeteiligung muss praktisch werden!

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