Und wieder eine neue Fraktion im Stadtparlament?

Sehr geehrter Herr Jakob,

das hört sich nach so viel Frust an, dass es für ein politisches Engagement langen dürfte! Genau dieser Unzufriedenheit hat uns damals motiviert, eine eigene Wählervereinigung zu gründen und da etwas mitzumischen. Das ist nicht unbedingt supererfolgreich und befriedigend, aber so manches kann man schon bewegen und es ist immer noch besser als zu Hause zu sitzen und zu meckern. Ich empfehle das Aufstellen einer eigenen Liste, einzureichen noch bis 22.1. beim Wahlamt der Stadt Darmstadt – dann können Sie ab März 2011 im Stadtparlament sitzen und Ihre Kompetenzen und Ihren gesunden Menschenverstand einbringen.
Ich freue mich auf Sie! Demokratie lebt immer noch vom Mitmachen!
Viele Grüße
Kerstin Lau

P.S. die Protokolle muss ich nicht durchlesen – ich höre den Redebeiträgen meiner Stadtverordneten Kollegen immer sehr aufmerksam zu. Meine eigenen Reden wiederum sind – zur Sicherstellung der Transparenz – fast alle auf der Homepage zu finden.

Sehr geehrte Frau Lau,

nee, na klar nich…..

In Darmstadt hat nie irgendjemand mit irgendwas überhaupt nix zu tun!

Das ist unser (das der Bürger) Problem, dass in Darmstadt immer keiner nix mit irgendwas zu tun hat.

Wenn ich die Dialoge in der Stadtverordnetenversammlung verfolge, da krieg ich zu viel. Hört man im Radio nur mal aufmerksam zu bekommt man die Dialogkultur im Hause schön mit. Unangemessene Polemik, Zwischenrufe die zur Sache herzlich wenig beitragen. Und vor allem: der Geräuschpegel aus allfälligem sinnlosem Geschwätz ist unerträglich und lässt eher auf eine Probe eines Stückes von Niebergall schließen als an eine Stadtparlamentsdebatte. Was hier in Darmstadt stattfindet ist eine Mängelverwaltung, die bei der Art der Lösungsfindung schon beim Ansatz mit programmiert ist. Mit Mängelverwaltung meine ich, Kompetenzmangel, ein Mangel Courage, ein Mangel an Instinkt und eine Mangel an gesundem Menschenverstand. Aus all diesen MängeIn resultiert dann zwangsweise unter anderem ein Mangel an finanziellen Mitteln. In dieser Stadt werden seit Jahrzehnten die Probleme immer wieder auf dem Tisch hin und hergeschoben bis sie irgendwann über die Tischkante fallen. Die bis dahin ins irrwitzige angewachsene Akte zum Thema fällt dann allen mit einem Knall vor die Füße. Leider schrecken alle Anwesenden nur kurz auf um dann wieder in Ihre Lethargie zu verfallen. Und schließlich muss bis zur nächsten Wahl ja auch wieder alles paletti sein.

Sie ( alle wie Sie da sitzen und da meine ich nicht nur Ihre Fraktion) sind in erster Linie nicht auf dem Wege der Lösungsfindung, sondern vielmehr suchen Sie alle im wesentlichen Knüppel, die anderen zu gegebener Zeit zwischen die Beine geworfen werden können oder Schleier zum verdecken des Kehrichts vor der eigenen Tür. Die Art wie zur Problemlösung die wesentlichen Informationen zusammengetragen/vorgetragen werden macht es unmöglich zur rechten Zeit zu erkennen wo die eigentlichen Knackpunkte im jeweiligen Problemkomplex liegen. Hier wird gezielt gegeneinander und nicht für den Bürger gearbeitet. Bei allem vorgetragenen spürt man förmlich das was jeder weiß aber keiner sagt.

Lesen Sie sich spaßeshalber ( der kann einem bei der Lektüre allerdings vergehen) die Protokolle zu den Haushaltsdebatten, der letzten Monate, durch. Durchleuchten Sie das gesprochene Wort nach dem Wortsinn und Inhalt……

Diese Situation verurteile ich aufs schärfste.

Ich fordere Sie alle auf: “Nehmen Sie den Auftrag der Bürger an”

Christian Hugo Jakob

Am 17. Dezember 2010 20:42 schrieb Kerstin <…>:
> Hallo Herr Jakob,
>
> die Stadtverordnetenversammlung hat nichts mit diesem Beschluss zu tun.
>
> Wie in dem Brief von Herrn OB Walter Hoffmann an die Bürgerinitiative
> “Büchereien bleiben” deutlich beschrieben, handelt es sich um einen
> Beschluss innerhalb des Eigenbetriebs Kultur.
>
> Bitte wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an die Leitung der Bibliotheken,
> den Eigenbetrieb Kultur oder Herrn Hoffmann.
>
>
>
> Mit freundlichen Grüßen
>
> Kerstin Lau
> Fraktion Uffbasse
>
>
>
>
> —–Ursprüngliche Nachricht—–
> Von:…
> Gesendet: Mittwoch, 15. Dezember 2010 07:59
> An: …
> Betreff: Wort halten……
>
> Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Stadtverordnete,
>
> ich bin entrüstet, dass die Stadtverordnetenversammlung beschlossen
> hat, die Nutzungsmöglichkeiten der Stadtteilbibliotheken zu
> reduzieren. Vor einem Jahr haben Sie uns noch versichert, dass dies
> nicht geschehen wird. Wir hatten allein in Kranichstein innerhalb von
> zwei Wochen über 600 Unterschriften gesammelt. Dies macht deutlich,
> wie wichtig den Kranichsteinern ihre Bibliothek ist.
>
> Halten Sie Ihr Wort und sparen Sie nicht an der Bildung. Es gibt
> andere Ausgaben, die geringere Prioritäten haben. NICHTS ist für
> unsere Zukunft wichtiger als die Bildung unserer Kinder!
>
>
> Hinweis:
>
> Die Belohnung Ihres Engagements bekommen Sie bei der nächsten Wahl!
>
> C.H.Jakob