Uffbasse: Gesellschaftliche Geisterfahrer unterwegs

Heute, Samstag, 31.10.2020, soll es erneut zu einer Heimsuchung der Querdenker in unserer schönen Stadt kommen. In einer Zeit, in der viele Menschen an ihre persönlichen Grenzen stoßen, haben sich einige gesellschaftliche Irrläufer scheinbar in den Kopf gesetzt, sich in Darmstadt in fast schon unerträglicher Weiße selbst zu inszenieren und ihre krude und unsolidarische Weltsicht ins Licht der Öffentlichkeit zu setzen.

Es ist zwar unstrittig, dass es an den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie berechtigte und substantielle Kritik geben kann, gibt und geben muss. Selbstverständlich soll diese auch geäußert werden dürfen. Für jeden anständigen und solidarischen Menschen dürfte es allerdings ein Unding sein, dass diese esoterisch angehauchten, von rechten Agitatoren unterlaufenen Aufmärsche mittlerweile fast wöchentlich in Darmstadt stattfinden.

Während die Fallzahlen nach oben schnellen, ganze Branchen dicht gemacht werden und viele Menschen unter den wirtschaftlichen und persönlichen Belastungen in die Knie gehen, stellen offenbar manche Menschen die Prinzipien von Ursache und Wirkung auf den Kopf . Sie betreiben Realitätsleugnung auf ganz neuem Niveau, indem sie die „Theorie“ aufstellen, dass es ein Virus namens Covid-19 so nicht gibt.

Unser Schulsystem, der Gesundheitssektor, die Altenbetreuung, der Kultursektor und viele mehr ächzen unter neuen und alten Unzulänglichkeiten, während manche Menschen der Meinung sind, dass ein wenig Yoga und gesunde Ernährung reiche, alles zum Guten zu wenden.

Es scheint, dass sich manche Menschen mittlerweile vollständig von einer solidarischen, mitfühlenden und gemeinsamen Gesellschaft abgewandt haben. Dass sie lieber ohne Maske und Abstand ihrer eigene Freiheit und Egoismen über die eigentlichen Probleme und das Wohlergehen ihrer Mitbürger stellen wollen. Heute. Am Samstag. Zu Halloween. In Darmstadt.

 

Header-Foto: protest.foto südhessen (CC BY-NC 4.0)

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