Vortrag – „Verbindliche Regeln für Menschenrechte in der globalen Wirtschaft

Der Abbau von Rohstoffen weltweit ist zumeist mit schweren Menschenrechtsverletzungen verbunden. Bereits seit Ende der 1960er Jahre fordern deshalb Länder des Globalen Südens innerhalb der Vereinten Nationen rechtsverbindliche Regeln für multinationale Konzerne und nationale Wirtschaftsunternehmen zur Einhaltung der Menschen­rechtsnormen.

Die ersten Verhandlungen begannen 1977, erbrachten aber wegen des Widerstands der Industriestaaten nur eine Reihe rechtlich unverbindlicher, nicht einklagbarer Vereinbarungen zur „freiwilligen Selbstverpflich­tung“ von Unternehmen, die in der Praxis kaum etwas bewirken.

Inzwischen wird bei der UNO ein neuer Anlauf genommen. Seit 2014 wird im Rahmen des UN-Menschenrechts über ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen („Binding Treaty“) verhandelt über Menschenrechtsnormen für Wirtschaftsunternehmen.

Ein erster Vertragsentwurf liegt vor. Doch die Regierungen der Industrieländer, darunter insbe­sondere die deutsche Bundesregierung, sabotieren diese Verhandlungen.

Der Dachverband der Weltläden hat bereits zum Weltladentag 2018 Unterschriften gesammelt, um die Bundesregierung zum Umdenken zu bewegen.

Unter dem Titel „Verbindliche Regeln für Menschenrechte in der globalen Wirtschaft“ lädt der Weltladen Darmstadt zusammen mit attac Darmstadt, der Ev. Erwachsenenbildung und „Hessen entwickeln“ zu einem Vortrag ein am Montag, dem 11. Februar um 19.30 im Offenen Haus, Rheinstr. 31.

Mit dem freien Journalisten Andreas Zumach konnte ein besonders kompetenter Referent gewonnen. Werden. Nach dem Vortrag wird ausreichend Zeit bleiben, um die angesprochnen Probleme in einer Diskussion zu vertiefen.

Näheres unter https://www.weltladen-darmstadt.de/

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