Rede: Nein zur Planstraße A

Südlich der Lincoln-Siedlung, die als „autoarmes Quartier“ geplant wurde, will die Koalition aus Grüne, CDU und Volt eine Entlastungsstraße bauen.

Die sogenannte Planstraße A soll südlich des jungen Wohnviertels verlaufen – entlang der angrenzenden Kleingartenanlage als Querverbindung zwischen der Heidelberger Straße und der Karlsruher Straße (B3).

Der geplante Asphaltstreifen (0,5 Kilometer lang, zwei Spuren) führt dabei durch Eberstädter Wald. Zwischen Rotbuchen, Winterlinden und Kiefern nisten hier Buntspechte, Misteldrosseln, Singdrosseln, Kohlmeisen. Diesen sowie vielen weiteren Vögeln und Tieren droht durch die Abholzung und Asphaltierung der Verlust ihres Lebensraumes.

Unsere Stadtverordnete Carmen Stockert widersprach in der Stavo vom 14.12. mit ihrer Rede den Plänen der Koalition zum Bau der Planstraße A:

Wir wollen die Verkehrswende, wir planen autoarme Quartiere, die Darmstädter*innen sollen ihre Mobilität mehr und mehr ohne eigenes Auto organisieren, und dann diese Vorlage.

Da wird eine Straße geplant, die nur dem Zweck dient, das Autofahrer*innen bequem und schnell, aus ihren autoarmen Wohnquartieren wohin auch immer kommen!

Ist das ein Konzept, um Menschen zum Umdenken zu bewegen?

Da werden wieder Flächen versiegelt und Bäume gefällt!

Sieht so die neue Klimapolitik aus?

Lebensqualität haben sich die Menschen auf Lincoln, die dann ganz nah an dieser Straße wohnen, beim Einzug in ein autoarmes Quartier, sicher anders vorgestellt.

Fakt ist auch, sollte diese Straße, wieder aller Vernunft, entstehen, wird die Einmündung der Cooperstraße in die Heidelberger um circa 20 Meter Richtung Eberstadt verlegt.

Auch da fallen Bäume und es wird Lebensraum zerstört!

Ich frage Sie, die es heute hier entscheiden, wie wollen Sie diese „Natur geht mir, mit Verlaub, am Arsch vorbei“-Politik vor den kommenden Generationen rechtfertigen?

 

Über das oppositionelle wie zivilgesellschaftliche Unverständis zur Planstraße A berichtete auch die Presse: Hier der Beitrag der Frankfurter Rundschau.

 

 

Foto: Uwe Hiksch (CC BY-NC-SA 2.0)

 

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