Vorgezogener Nachruf auf die lokalredaktion der frankfurter rundschau

is zwar ein älterer eintrag – von anfang mai -, wird aba jetze leider schmerzend aktuell

:o(((

Leider hat auch das angeschriebene „headquarter“ der FR ned reagiert…..

Keine antwort is auch ne antwort…. drauf geschissen…

Wir werden sie vermissen…

unsre FR lokalredaktion!!!!!!

Ihr habt suuuper arbeit gemacht!!!!

deswegen nochma` nach vorne das ding!!!!!

frlokal1.JPGGuude zamme,

die wissenschaftsstadt darmstadt steht vor einer medialen kernschmelze in alter darmstädter tradition!

Der betrieb der lokalredaktion der frankfurter rundschau soll zum 1. juli eingestellt und die berichterstattung vom darmecho übernommen werden…! .

Hier die entsprechenden pressemeldungen dazu:

http://www.newsroom.de/news/detail/516588
http://www.newsroom.de/news/detail/516628

Wir (UFFBASSE) haben bereits stellung dazu genommen und rufen euch alle dazu auf ebenfalls eure ansicht über die monopolisierung der pressevielfalt den redaktionen der frankfurter rundschau und des darmechos – wie auch immer – mitzuteilen.
Im anschluss unser schreiben an die scheffos vonne Rundschau mit pressemitteilung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten, bevor Sie (hoffentlich) auch den Anhang lesen, kurz eine Vorstellung über uns geben. (mehr unter www.uffbasse-darmstadt.de)
Wir sind eine vielleicht ungewöhnliche, kritische Wählergemeinschaft die im Darmstädter Stadtparlament mit immerhin der gleichen Größe wie die FDP vertreten ist.
Wir sind das Sprachrohr vieler Bürger und Bürgerinnen in Darmstadt, was sich mit einer Wahl für Wahl ansteigenden Stimmenzahl abzeichnet.
Wir sind also nicht nur beachtenswert, sondern auch – im Hinblick auf die ehemals “etablierten” Parteien – beneidenswert.
Wie sie selbst schon bemerkt haben, haben sich – die “Zeiten” – die Gegebenheiten verändert.
Die Frage ist, ob Sie sich durch Ihre “Geschäftspolitik” den zweifellos bestehenden Problemen in der Art und Weise stellen, wie es sich einer verantwortungsvollen Tageszeitung ansteht.
Und im Hinblick auch auf Wirtschaftlichkeit ist es fraglich, ob es nicht – außer der moralischen Verpflichtung als kritische Informationsquelle – besser/lohnender wäre einen Gegenpol zur “mainstream” Berichterstattung zu erhalten.

Mit besten Grüßen

Jörg Dillmann
(Fraktionsvorsitzender)
Pressemitteilung:

Nachruf auf eine zweite eigenständige Berichterstattung über das Tagesgeschehen im Raum Darmstadt.

Oder auch:

Der Tod der Vielfalt, es lebe die Gleichschaltung!!!!!

Wieder ist eine Zeitung, die neben unserem traditionellen Darmstädter Echo, über unsere Region berichtete eingestellt worden.

Schlimmer noch!!!!!!!!!

Es soll jetzt unter dem Mäntelchen der ehemals eher linksliberalen Tageszeitung Frankfurter Rundschau, Artikel aus der Redaktion des Darmstädter Echos abgedruckt werden.

Wir wollen damit nicht die Arbeit der Redaktion des Darmstädter Echos in Frage stellen, allerdings gibt es bei dieser Konstellation doch Bedenken bezüglich des Informationsangebotes.

So widersprechen wir entschieden den Behauptungen des Chefredakteurs der FR   Herrn Vorkötter ,   “die Leser in Darmstadt bekämen durch die neue Kooperation ”keine Seite, keine Information weniger..”

Die Redaktion der Darmstadt Ausgabe der Frankfurter Rundschau hat immer wieder auch Themen aufgegriffen, über die im Darmstädter Echo nicht berichtet wurde.

Die Redaktion war nah am puls des Darmstädter Lebens und scheute sich auch nicht vor kritischen Fragen und Berichten.

Herr Vorkötters Sicht der Dinge wird in keinster Weise der Tradition der Frankfurter Rundschau als kritische Berichterstatterin gerecht.
Die Frankfurter Rundschau stellt sich mit einer Fusion der Lokalredaktion des Darmstädter Echos ins Abseits.
Sie wird dadurch, das sie Informationen für ihre Leser “nur” noch Artikel, die im Darmstädter Echo ausführlicherer erscheinen abdruckt, in unserer Region bedeutungslos werden.
Kritische Berichte über Landes, Bundes oder Weltpolitik sind für interessierte Leser u.a. in der Süddeutschen Zeitung, TAZ oder was immer zu erfahren.
Als Alibi, wird einmal mehr die Wirtschaftskrise vorgeschobenˆ!
Wie soll eine Krise gemeistert werden, wenn die Bevölkerung/die Leser nicht umfassend, von mindestens 2 Seiten ;o))   informiert werden???
Die ehemals kritische, fortschrittliche , linksliberale Zeitung mutiert , seid der Entlassung ihres ehemaligen Chefradakteurs Wolfgang Storz (2006) und der “Berufung” von Herrn Vorkötter als dessen Nachfolger augenscheinlich, immer mehr zu einer langweiligen austauschbaren Tageszeitung.
Diese Entlassung wurde mit derselben Argumentation, wie die Gleichschaltung der Informationspolitik der neuen Fusion begründet.
Wirtschaftlichkeit vor Information……! und Gemeinnützigkeit…!
Wie sollen so Bürger je bewusst und kritisch wählen können???
Soll so ein angeblich demokratischer Staat bestehen und seine Existenz rechtfertigen können, indem er seine Bürger nur noch einseitig, aus einer Quelle informiert???
Die FR   passt sich damit dem Profil ihres ehemaligen Eigners   SPD an……! .
Unkritisch, unsozial, ausnahmslos wirtschaftsorientiert……………!
Kurz………………Verantwortungslos……………
Wir tragen hier nicht “einfach” nur eine Lokalredaktion zu Grabe, sondern Presse- und Informationsvielfalt.

Ein Danke an die Lokalredaktion der Frankfurter Rundschau – ihr ward Klasse!!!!

Jörg Dillmann      Fraktionsvorsitzender
Jürgen Barth      Stadtverordneter
Kerstin Lau      Stadtverordnete      
Julius Geibel      Stadtverordneter
Alexander Nebhuth    Stadtverordneter
 

4 Kommentare

  1. Ihr verkürzt da etwas arg. Die Lokalredaktionen fusionieren nicht. Wenn überhaupt übernimmt das Echo den Lokalteil. Was aber auch verkürzt ist. Die Rundschau lässt sich von einer Redaktionsservice GmbH beliefern. Das ist nicht die Lokalredaktion.

    Und ich hoffe auch sehr, dass da unabhängig gearbeitet wird.

    Ich glaube, dass die Rundschau-Chefredaktion darauf achten wird a) dass ihre Leserschaft bedient werden und b) dass es kein Abklatsch wird. Denn das wäre schließlich auch ein Grund auf die FR zu verzichten.

    Das Medienhaus Südhessen wird – wenn es schlau ist – schauen, keine Einheitssoße zu verkaufen, denn dann ist die FR – wenn sie aufpasst – als Kunde weg.

    Man sollte zudem den Wettbewerb zwischen Redaktionen nicht unterschätzen. Beide werden auch gegenüber dem Controlling ihre Existenz rechtfertigen müssen.

    Im Kern liegt es doch daran, dass der Darmstadtteil in der FR der Zeitung keine hinreichen zusätzlichen Abos oder werbewirksame Internetklicks beschert hat. Die bestehenden Darmstädter FR-Leser haben sich über den Lokalteil gefreut, das war es aber auch.

  2. Guude marc,

    fusion steht hier für übernahme, nicht für zusammenschluss (oder hat sich das wortspiel mit der kernschmelze zusehr eingebrannt ;o))…! .
    Unserer aussage ist klar zu entnehmen, das das darmecho den lokalteil übernehmen wird…!
    Eben das ist ja einer der kritischsten punkte…!
    Deine “wenn”s und “glauben”s bzgl. der berichterstattung machen zwar etwas hoffnung aber wenig mut.
    Warum sollte hier – wie du auch schreibst – wo es um wirschaftlichkeit und kosteneinsparungen geht, ein echoeigener redaktionsservice im lokalteil mit zusätzlichem redaktionellen und finanziellem aufwand eine eigene berichterstattung machen, wenn auf eine bestehende lokalredaktion zurückgegriffen werden kann??
    Also um bei vermutungen zu bleiben:
    Wir “glauben”, “wenn” das medienhaus südhessen (echo) “schlau ist”, spart es da!
    Auch dem darmecho geht’s finanziell ned so dolle…!
    Als letztes sei noch zu bemerken!!!!
    Alles rumgewinsel und gejammer wäre nicht nötig, “wenn” (da isses wieder) wir alle fleißig die rundschau aboniert und gekauft hätten…!
    – ergo: irgendwie auch selber mitschuld……

    beste grüße
    der jörg d.

  3. Tja, Gerüchten zufolge, habe ich mich gerirrt. In der FR wird angeblich ein Echo-Light erscheinen. Dass die FR ein so dünnes Brett bohren will, hätte ich nicht gedacht.

  4. Ich bin der Meinung, man sollte mal über die Gründung einer Zeitung nachdenken. Bei allem Respekt, aber die Kooperation, die die FR da jetzt mit dem Echo macht, ist irgendwo Etikettenschwindel. Ich kenn ne Menge Leute, die die FR ganz bewusst deshalb abonniert haben, weil sie eine Alternative zum Echo (von manchen Provinz-Prawda oder auch Hofmanns Hofpresse genannt) haben wollen. Wenn die FR jetzt ihren Darmstadtteil inhaltlich einfach vom Echo zusammenstellen lässt, grenzt das an Betrug gegenüber den Leuten, die die FR bewusst als Alternative zum Echo lesen.

    Die Wirtschaftskrise ist dabei selbstverständlich nur vorgeschoben. Alle Verlage haben Probleme und müssen einsparen, das ist richtig. Aber es ist auch ökonomischer Unfug dann dort zu sparen, wo man Absatz (was bei Zeitungen gleichbedeutend mit Umsatz ist) erzeugt. Das komische Konstrukt von Herrn Vorkötter (Vorkotzer? Was für ein unglücklicher Name für einen Medienmann) von wegen „keine Information weniger“ ist dabei dann der Versuch, diese Leserschaft (also die die FR als Alternative zum Echo lesen) trotzdem noch zumindest zum Teil zu halten. Trotz meiner sonstigen Abneigung gegenüber jedwegiger kapitalistischer oder neoliberaler Denkweise, aber in dem einen Punkt stimme ich dann doch mit solchen Leuten überein: wer in der Krise nicht investiert, wird nie aus der Krise rauskommen. Wer weder einen Markt erzeugt, noch den vorhandenen bedient, sondern sich immer weiter zurückzieht, wird nie aus den roten Zahlen kommen.

    Helfen tut das nur dem Echo, weil Leute, die sich für Darmstadt und die Region interessieren, mehr oder weniger gezwungen sind, sich entweder direkt über das Echo oder jetzt indirekt über die FR zu informieren, was bedeutet, dass der meiner Meinung nach ohnehin schon viel zu große Einfluss der Echo-Redaktion auf die Stadt noch weiter steigen wird.

    Die Gründung einer neuen Zeitung für Darmstadt wäre daher dringend angezeigt.

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