Las Woogas

Uffbasse Finanzkonzept vom März 2002:  
       

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Unser erstes Jahr Parlamentsarbeit hat uns nach langer Zeit die Augen für die wahren Wertigkeiten des Lebens geöffnet. Um dem Slogan „Darmstadt – immer eine Idee besser“ gerecht werden zu können, haben wir deshalb ein ungewöhnliches Projekt zur Lösung der drohenden Finanzmisere entwickelt. Obwohl sich die Situation in Darmstadt augenblicklich als erträglich bezeichnen lässt, werden in naher Zukunft immer neue, kostenintensive Herausforderungen an Darmstadt herangetragen.
LasWoogasSchildAllein für die Sanierung der Schulhäuser werden 60 Mio. € benötigt (Dächer sind undicht, PCB-Belastung ist zu hoch u.ä.). Außerdem sind für den jetzt beschlossenen Bau der neuen Kongresshalle weitere 50 Mio. € zu veranschlagen. Diese ist unabdingbar notwendig, um die wirtschaftlichen Kontakte zu intensivieren.
Allein diese beiden Punkte würden eines finanziellen Kraftaktes zu ihrer Durchführung bedürfen.
Um dem Ruf als zukünftige Weltstadt gerecht zu werden sind ebenfalls folgende bahnbrechende Vorschläge freudig aufgenommen worden:

  • Darmstadt wird Olympiastadt
  • Darmstadt braucht ein länderspieltaugliches Fußballstadion
  • Darmstadt braucht ein neues Staatstheater
  • Wir richten die Landesgartenschau aus

Zusätzlich schwebt über all diesen ehrgeizigen Plänen wie ein Damoklesschwert die Entscheidung über mögliche Rückzahlungen der Abwassergebühren an die Bürger, deren Kosten noch gar nicht abzusehen sind. Die Kosten für alle genannten Projekte belaufen sich, sehr vorsichtig geschätzt, auf ca. € 436 300 000.
laswoogasobenDie Frage, die sich da natürlich aufdrängt, ist: Wie kann die Stadt Darmstadt alle oben angeführten Projekte auf einfache und unkomplizierte Art finanzieren und dabei gleichzeitig noch wie Phönix aus der Asche von einer weltoffenen, kulturverbundenen Provinzstadt zu einer anerkannten Weltstadt avancieren?

Wir haben die Lösung: Las Woogas. Ein Spielcasino der besonderen Art, unterbracht in einem atombetriebenen Flugzeugträger, das Darmstadt zum Mekka des europäischen Tourismus werden lässt. Dieser Flugzeugträger wird, wodurch sich auch der Name erklärt, im Woog untergebracht und sichert der Stadt eine zuverlässige Einnahmequelle. Das Konzept von Las Woogas toppt das bisher in Darmstadt schon beim Verkauf des Knell Geländes eingesetzte Win Win System in ein Win Win Win Win System.

  • Win: der jetzige Eigner (eine Nation, die aufgrund der weltpolitischen Lage noch nicht genannt werden will) spart die teure Entsorgung
  • Win: die Stadt Darmstadt erschließt sich neue Einnahmequellen und schafft neue Arbeitsplätze
  • Win: die Firma Cargo Lifter erhält kostenlos eine weltweit beachtete Werbung, mit der sie neue Investoren auf sich aufmerksam machen kann
  • Win: die Region wird europaweit noch bekannter und dadurch leistungsfähiger

Die Kosten für die Anschaffung und die Einrichtung von Las Woogas sind mit € 28 000 000 fast als lächerlich zu bezeichnen, und immerhin stehen diesen Ausgaben Einnahmen durch Eintrittsgelder, den Spielbetrieb, die Gastronomie, Vermietung an Fremdveranstalter und die Nutzung des Atomreaktors in Höhe von € 475 400 000 gegenüber. Diese müssen allerdings noch versteuert werden, außerdem sind die laufenden Kosten für Las Woogas noch abzuziehen, so dass am Ende noch ein eher vorsichtig geschätzter Reinerlös von € 278 520 000 für die Stadt Darmstadt übrig bleibt.
Wie es in Darmstadt mit einer jährlichen Finanzspritze von € 278 Mill. Aussehen würde, lässt sich wohl in etwa so beschreiben:

  • Las Woogas sichert die Finanzierung der Sanierung des Staatstheaters und der Darmstädter Schulhäuser sowie den Aufbau der neuen Kongresshalle.
  • Las Woogas ermöglicht eine großzügige Rückzahlung der zuviel bezahlten Abwassergebühren, verbunden mit einer großzügige Entschädigung an die Bürger.
  • Das neue Lilienstadion wird noch toller als das Schalke Stadion. Nach dem Neubau des Böllenfalltor-Stadions steigt die Kapazität auf 62.000 Plätze bei Fußballspielen, davon 16.000 Stehplätze. Bei anderen Massenveranstaltungen wie zum Beispiel Konzerten, beläuft sich die Platzzahl auf 70.000.
  • Das Staatstheater erhält endlich eine dem Einfluß Darmstadts angemessene Fassade, die dem Wiener Burgtheater nachempfunden ist.SchiffLasWoogas
  • Las Woogas wird als besonderes Highlight der Landesgartenschau begrünt und bepflanzt werden und als Mahnmal und Antikriegssymbol dienen. Diese Bepflanzung könnte auf- und abgefahren werden, damit andere Nutzungsmöglichkeiten weiterhin gewährleistet sind (z.B. Abenteuerspielplatz für Kinder, Golf, Turmspringen während der in Darmstadt ausgetragenen Olympiade).
  • Durch das bordeigene Atomkraftwerk werden in Darmstadt die Strompreise gesenkt, ein kleiner Ausgleich zu den hohen Mieten!
  • Außerdem erwärmt sich durch den Atombetrieb des Flugzeugträgers das Wasser des Woogs, so dass ein Thermalbad entsteht. Damit ist Darmstadt Kurort.
  • Bei Schiffsschraubenbetrieb wird das Wasser in Bewegung gesetzt – es entsteht zusätzlich ein Wellenbad.
  • Für Olympia kann der Woog sodann als Wildwasserkajakstrecke genutzt werden.
  • Mit Las Woogas kann auch die Bahn Darmstadt nicht länger so stiefmütterlich behandeln: ein ICE Halt am Ostbahnhof, in unmittelbarer Nähe zu Las Woogas steht wohl außer Frage.

Las Woogas schreibt ein neues geschichtsträchtiges Kapitel in der Darmstädter Geschichte. Unkonventionelle Lösungen sind oftmals von städtischer Seite her auf Widerstand gestoßen, obwohl sie sich im Nachhinein als segensreich erwiesen haben. Zum Beispiel lehnte der städtische Baumeister und Bürgermeister August Buxbaum einstmals den Bau der Mathildenhöhe ab, die jetzt jede Ansichtskarte von Darmstadt ziert. Las Woogas ist die Zukunft von Darmstadt.  
Las Woogas – jetzt!!!
Die vollständige Präsentation zu Las Woogas wird am 23.03.2002 in der Bessunger Knabenschule wiederholt, auf der „Uffbasse 1 Jahr im Parlament“ Party!!!

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Am 04.März 2002 erschien in der Frankfurter Allgemeine Zeitung folgender Artikel von Peter Zitzmann:
 Mit Las Woogas die Stadt retten
„Uffbasse“ gibt politischem Spieltrieb mit „Gambling City“ nach
DARMSTADT. Wo Phantasie politisches Programm ist, wo unkonventionelles Auftreten, wilde Tätowierungen und hintersinnige Sprüche Farbe in die kommunalpolitische Routine bringen, heißt es aufpaasen: Da ist „Uffbasse“ am Werk. Die mit zwei Mandatsträgern in der Stadtverordnetenversammlung vertretene Gruppe aus der Alternativszene hat jetzt in einer vor allem von der eigenen Klientel besuchten Veranstaltung im ganz konventionellen Justus-Liebig-Haus dargelegt, wie sie Darmstadt aus einer selbstverschuldeten Finanzmisere retten will: Las Woogas heißt das Zauberwort, eine Symbiose des Darmstädter Woogs und des amerikanischen Spielermekkas Las Vegas. Die großen Darmstädter Projekte wie Wissenschaftszentrum, Schulbausanierung, Theatersanierung, Ankauf der „Knell“, Landesgartenschau, Stadionsanierung und nicht zuletzt eine Beteiligung an den Olympischen Spielen haben die Alternativpolitiker zu einem Finanzierungsbedarf von 437 Millionen Euro hochgerechnet. Deshalb, so Jörg Dillmann, der Vorsitzende der Zwei-Mann-Fraktion, könnten nur ungewöhnliche Lösungen helfen. Las Woogas soll die Wissenschaftsstadt zur „Gambling City“ machen und mit einem Spielcasino sichere Erträge sichern. So unkonventionell wäre dieser Gedanke ja nicht, ist er doch vielerorts zur ganz realistischen Einnahmequelle geworden. Doch der Realisierungsvorschlag sorgte in der halbwegs verschreckten Aufpasser-Runde für befreites Gelächter: Einen für 20 Millionen Euro zu erwerbenden Flugzeugträger will „Uffbasse“ im Woog plazieren und zum Casino machen. So den Rahmen erdacht, treibt die spielerische Phantasie ihre Blüten: Cargo Lifter könnte das Schiff mit Zeppelinen anliefern, Besuchereintritt, Gastronomieerträge und Glücksspielgewinne würden trotz der Spielbankabgabe an das Land Jahr für Jahr ein Plus   von 280 Millionen Euro erbringen. Die Anhänger der Sponti-Politiker nahmen den Beweis für deren politische Daseinsberechtigung in der Stadtverordnetenversammlung als gelungen Eulenspiegelei jedenfalls heiter und gelassen.

PS:die alte Homepage ist immer noch unter http://www.uffbasse-darmstadt.de/_temp/  zuerreichen!!

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