wahlversprecher

vermoegensverteilung1.jpgWesterwelle vor der wahl und verantwortungslos:
„Mehr Netto vom Brutto”

Westerwelle nach der wahl und in verantwortung:
“Freibier für alle macht beliebt, aber dann fährt der Karren vor die Wand. Hier muss aus unserer Sicht jetzt ein Politikwechsel stattfinden”

Kommentar und zusammenfassung dazu heute von christoph süß in “Quer” (immer wieder sehr geil!!):
“Mehr Netto vom Brutto macht beliebt, aber dann fährt der Karren vor die Wand……………. ”

Jau! . wer nach dem politikwexel mehr netto von brutto hat und wer bei wem noch beliebt ist, zeigen nicht nur die reaktionen der betroffenen der schwarzgelben beschlüsse zur “rettung des haushaltes”.
Nicht nur hartz 4ler, städte, kommunen, gemeinden  (und damit alle “normal bürger”) ˆ… nein!!

Selbst in der cdu regt sich widerstand über die einseitige verteilung der belastungen.
Selbst in der cdu fragt sich inzwischen ein nicht geringer teil, warum nicht auch an den spitzensteuersätzen gekratzt wird.
Warum nicht auch die mitverursacher der krise (die schließlich durch unser aller geld inzwischen mehr wie gesundet sind (bestes beispiel die deutsche bank))) in die verantwortung genommen werden.
Jaaaaaaaaaaa……! . nicht die linke!!!!…………selbst teile der cdu!!!!

Diese dreistigkeit mit der die fdp immer noch vorgibt für die “bürgerinnen und bürger”  zu sprechen  und dabei vorhoichelt den mittelstand zu entlasten ist der HAMMER!!!!
So geschockt ich war wie viele unserer “bürgerinnen und bürger” sich durch  diese hohlgranatensprüche von ner klientelpartei haben blödlabern lassen….
–  so beruhigt bin ich, das die fdp nach den letzten umfragen wieder is wo se hingehört.
Bei 5{cc6e9fa4799c65423e7b3aff9df2eb4f369581e8fac009e6ba61f9293a7cdc2c} !!!!!
Wäre  aber noch zu “verbessern”. ;o)))))

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699558,00.html

http://www.manager-magazin.de/finanzen/geldanlage/0,2828,672577,00.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/kritik-union-zerpflueckt-das-sparpaket_aid_517240.html

Grafik aus:

http://www.crp-infotec.de

3 Kommentare

  1. Und heute noch einen drauf:
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Reichen-geht-es-wieder-gut-article917263.html
    Freitag, 11. Juni 2010

    Die Krise ist Geschichte – Reichen geht es wieder gut
    Mit dem Abebben der Krise brechen auch für die Milliardäre und Millionäre dieser Welt wieder bessere Zeiten an. Sie machen ihren Vermögensverlust durch die Finanzkrise wieder wett. Weltweit gab es 2009 laut einer Studie 11,2 Millionen Millionärshaushalte – 14 Prozent mehr als 2008.
    Die Reichen dieser Welt haben die Finanzkrise überstanden: Im vergangenen Jahr wuchsen die Vermögenswerte privater Anleger in Bargeld, Aktien, Wertpapieren oder Fonds um mehr als elf Prozent auf 111,5 Billionen US-Dollar (92 Billionen Euro).
    Damit wurde das Vorkrisenniveau wieder erreicht, wie die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in einer Studie ermittelte. Reichste Region der Welt bleibt demnach weiterhin Europa: Hier wurden im vergangenen Jahr 37,1 Billionen Dollar Vermögenswerte verwaltet. In Deutschland gab es 2009 laut Studie 430.000 Dollar-Millionäre.
    Gewachsen ist das Privatvermögen im vergangenen Jahr absolut am stärksten in Nordamerika: Es nahm dort um 4,6 Billionen Dollar zu, wie die BCG in München erklärte. Relativ gesehen seien aber die privaten Vermögenswerte in der Asien-Pazifik-Region am stärksten gewachsen: Sie nahmen um 22 Prozent zu und damit fast doppelt so stark wie der globale Durchschnitt. Auch in Lateinamerika wuchsen die Vermögenswerte überdurchschnittlich um 16 Prozent.
    Trotz der Aufholjagd in den Schwellenländern bleibt Europa die reichste Region der Welt, gefolgt von den USA und Japan. In Europa lagen die verwalteten Vermögenswerte 2009 sogar über denen vor Beginn der Finanzkrise. Die Vermögen wuchsen, weil die Finanzmärkte wieder anzogen und die Privatanleger mehr sparten. Boston Consulting rechnet damit, dass das Vermögen weltweit bis 2014 um jährlich sechs Prozent zunehmen wird. In den vergangenen fünf Jahren lag die durchschnittliche Wachstumsrate der Vermögen bei 4,8 Prozent.
    Deutschland auf fünftem Platz
    Weltweit gab es laut der Studie 11,2 Millionen Millionärshaushalte – 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Dollar-Millionäre (4,7 Millionen) leben demnach nach wie vor in den USA, danach folgen Japan und China, Großbritannien und an fünfter Stelle Deutschland. Die Millionärsdichte ist in Singapur am höchsten, hier hatten laut Studie 11,4 Prozent aller Haushalte Vermögen von mehr als einer Million Dollar. In Europa ist die Millionärsdichte mit 8,4 Prozent in der Schweiz am höchsten.
    Weltweit haben weniger als ein Prozent aller Haushalte ein Vermögen von einer Million Dollar – sie verfügen aber insgesamt über 38 Prozent aller Vermögenswerte. Viele Reiche legen ihr Geld nach wie vor gerne in Steueroasen an: Das Vermögen in Ländern, in denen Anleger weder einen gesetzlichen noch steuerlichen Wohnsitz haben, wuchs im vergangenen Jahr auf 7,4 Billionen Dollar. Weltweit wichtigste Steueroase war laut Studie nach wie vor die Schweiz.

  2. Und noch die frankfurter rundschau von heut dazu:
    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=2742781&em_cnt_page=1

    Westerwelle und die Realität
    Freibier für Millionäre
    VON EVA ROTH UND MARKUS SIEVERS

    Berlin. Für das Sparpaket der Regierung hat FDP-Chef Guido Westerwelle eine plakative Begründung gewählt. Es müsse Schluss sein mit „Freibier für alle“. Doch was meint der Vize-Kanzler damit? Die deutsche Realität wohl kaum.

    In der deutschen Wirklichkeit fließt zwar das Freibier in Strömen, aber mit Sicherheit nicht für alle. „Reiche werden reicher. Arme bleiben arm.“, schreibt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in seinem Verteilungsbericht 2009. „Ostdeutschland verarmt zusehends. Erbschaftsteuerreform und Abgeltungssteuer fördern die Ungleichheit.“

    In Zahlen ausgedrückt heißt das: Zwei Drittel der Bevölkerung standen 2007 ohne oder mit minimalem Vermögen dar. Die reichsten zehn Prozent besaßen 60 Prozent des gesamten Vermögens im Land, Tendenz steigend.
    Konzentrierter Reichtum

    Das ist kein nationales Phänomen. Trotz Finanzkrise kletterten die Finanzvermögen 2009 laut der Unternehmensberatung Boston Consulting um zwölf Prozent und damit fast auf den Rekord von 2007. Weltweit konzentriert sich der Reichtum immer mehr, stellt Boston Consulting fest.

    Für das Auseinanderdriften der Gesellschaften gibt es viele Erklärungen. Die Globalisierung spielt in allen Analysen eine zentrale Rolle, weil sie hoch qualifizierte Arbeit begünstigt und einfache Tätigkeiten benachteiligt. Doch in Deutschland half die Politik nach und vertiefte die Spaltung. So erhöhte sie mit den Hartz-Reformen bewusst den Druck, schlecht bezahlte Jobs anzunehmen, und führte Deutschland mit seinem Niedriglohnsektor an die Weltspitze.
    Auch die Steuer- und Finanzpolitik verschärft die Gegensätze. Zwar rechtfertigt die heutige Regierung ihre Kürzungen mit der Behauptung, die Politik müsse endlich die Ausgaben beschneiden und könne nicht länger die Einnahmen erhöhen. Doch auch hier gilt: Die Wirklichkeit sieht anders aus. Koalitionen kamen und gingen in Berlin. Die Stoßrichtung der Finanzpolitik blieb gleich. Stets war oberste Priorität, die Steuern für Gutverdiener und Unternehmen zu senken.
    Selbst eingebrockt

    Die Verluste für den Staat durch die Steuerreformen seit 1998 summieren sich nach Berechnungen des gewerkschaftsnahen Instituts IMK auf 50 Milliarden Euro pro Jahr. Ohne diese permanenten Steuerentlastungen bräuchte der Finanzminister heute kein Sparpaket. Hätte die Politik nicht immer wieder die mittleren und oberen Einkommen begünstigt, müsste sie heute nicht bei Arbeitslosen und Familien kürzen.

    So drückte Rot-Grün den Spitzensteuersatz von 53 auf 42 Prozent und begünstigte die Wirtschaft mit einer Reform der Körperschaftsteuer um elf Milliarden Euro pro Jahr. Die große Koalition erhöhte 2007 zwar die Umsatzsteuer (was kleine Einkommen hart trifft) und verbesserte damit vorübergehend die finanzielle Lage des Staates deutlich.

    Auch drückte sie die Reichensteuer durch. Doch auf der anderen Seite führte sie mit der Abgeltungsteuer von einheitlich 25 Prozent eine Sonderbehandlung für Kapitalbesitzer ein. Wer an der Börse erfolgreich spekuliert, führt seitdem spürbar weniger ans Finanzamt ab als ein erfolgreicher Arbeitnehmer mit gutem Gehalt. Auch bei den Unternehmensteuern setzte Schwarz-Rot die alte Linie fort mit einer weiteren Entlastung um mindestens fünf Milliarden Euro.

    Politik lässt den Staat verarmen

    Nach dem Wahlsieg der FDP im Herbst 2009 legte Schwarz-Gelb nach, reduzierte noch einmal die Einkommensteuer, hob die Gegenfinanzierung der Unternehmensteuerreform von Schwarz-Rot auf und begünstigte zu allem Überfluss die Hoteliers bei der Mehrwertsteuer.

    Durch diese politischen Entscheidungen über mehr als ein Jahrzehnt sind nicht nur Bund, Länder und Gemeinden verarmt. Auch die Fähigkeit des Staates, für einen Ausgleich zu sorgen, schrumpfte. Dies ist das Bittere für die Schwachen in der Gesellschaft: Erst führen die Regierungen mit Steuersenkungen die Haushalte ins Defizit. Dann kürzen sie bei den Sozialausgaben.

    „Auf mittlere Sicht haben vor allem alleinstehende Spitzenverdiener von den Entlastungen der vergangenen Jahre profitiert“, hält die internationale Wirtschaftsorganisation OECD fest. Und: „Für Alleinerziehende mit geringem Einkommen lagen die Lohnabzüge trotz eines starken Rückgangs im Jahr 2009 nur knapp unter dem Niveau des Jahres 2000.“ Insgesamt belaste Deutschland Arbeitseinkommen „deutlich stärker“ als die „meisten anderen OECD-Länder“.
    OECD prangert an

    Immer wieder prangert die OECD an, dass die stark gestiegenen Sozialabgaben die kleinen Einkommen benachteiligen. Bei der Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung steigt die Belastung mit dem Einkommen nicht überproportional. Im Gegenteil verzichtet der Staat bei den Sozialabgaben jenseits der Beitragsbemessungsgrenze ganz auf den Zugriff.

    Die paradoxe Konsequenz: Wenn ein Chef seinem Angestellten bei einem Jahresgehalt von 20.000 Euro mehr Geld gibt, gehen von 100 Euro an zusätzlichen Arbeitskosten 55 Euro für Steuern und Sozialabgaben drauf. Bei 40.000 Euro sind es 65 Euro. Bei 80.000 Euro aber begnügen sich Finanzamt und Sozialkassen mit 44 Euro.

    Die „Markteinkommen“ seien in Deutschland sehr ungleich verteilt, meint auch das Finanzwisssenschaftliche Forschungsinstitut der Uni Köln. Gemeint sind die Bezüge vor Umverteilung des Staates. Die Einkommensteuer könnte dies ausgleichen. Doch sie komme im internationalen Vergleich auf einen „relativ geringen Umfang“. Wenn der deutsche Staat Freibier spendet, dann bestimmt nicht bei denen Arbeitslosen. Die sollen sollen vielmehr die Zeche zahlen für Defizite, die sie nicht zu verantworten haben.

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