Jenseits von Staat und Individuum

jsiht3.jpgDienstag, 07. April in der oettinger villa Einlass 20.00h

+++ Gabriel Kuhn +++ Individualität und autonome Politik +++
 
Wie lässt sich in einer individualisierten Gesellschaft solidarische Politik machen? Wie lassen sich kollektive politische Ansprüche einlösen von Einzelnen, die sich in ihren alltäglichen Lebensverhältnissen extrem auf sich selbst zurückgeworfen sehen?  “Jenseits von Staat und Individuum“ untersucht zunächst die historischen Bedingungen der neuzeitlich-kapitalistischen Individualgesellschaft, um daraufhin – in Anlehnung an anarchistische Traditionen – ein alteritäres Verständnis von Individualität zu konzipieren. Individualität wird dabei als sozialer Wert gedacht, der autonome Lebenszusammenhänge stärken soll, anstatt sie in Form eines bürgerlichen Konkurrenzegoismus zu unterminieren. Abschließend werden Möglichkeiten solidarischer Politik in der Individualgesellschaft diskutiert bzw. Kollektivformen, die den Individualismus des liberal-kapitalistischen Staates zu überwinden wissen. Die Bilder und Themen, derer sich das Buch dabei bedient, reichen von Comicfiguren (Silver Surfer) über Filmgenres (Italo-Western) zu subkulturellen Jugendbewegungen (Straight Edge).

Der Autor:
Gabriel Kuhn, geb. 1972 in Innsbruck, aktiv inantifaschistischer Politik seit 1988. Weitere Veröffentlichungen u.a.: Leben unter dem Totenkopf. Anarchismus und Piraterie, Essay, 1994; Gustav Landauer: Anarchism in Germany and other essays,
Übersetzung, 2004.
 
Rezension von Jürgen Mümken:

http://www.grundrisse.net/buchbesprechungen/gabriel_kuhn{cc6e9fa4799c65423e7b3aff9df2eb4f369581e8fac009e6ba61f9293a7cdc2c}20.htm
 

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