Prüfung kurzfristige Nutzung der Konversionflächen

Aktuelle Stunde: Darstellung der Verhandlungssituation mit der BIMA

Mit Erstaunen haben wir der Presse entnommen, dass lt. BIMA doch die Möglichkeit besteht, die bestehenden Wohnungen auf den Konversionsflächen kurzfristig für einen abgegrenzten Zeitraum als Wohnraum zu verwenden.

Dies bietet völlig neue Perspektiven, angesichts der stark angestiegenen Studentenzahlen und anderen wohnungssuchenden Menschen in dieser Stadt, für die auch eine zeitlich begrenzte Lösung durchaus interessant ist.

  • Wohnen ist Menschenrecht. Wenn die Stadt diese Wohnungen zur Verfügung stellen kann, kann sie dies nicht aus irgendwelchen sozialromantischen Vorstellungen heraus, weil sie ein Gebiet erst möglichst perfekt „stadtentwickeln“ möchte, zurückhalten.

Die Konversionsflächen haben schon das meiste, was ein Mensch braucht: Grünflächen drum herum, Infrastruktur etc, es ist nicht so, wie in der öffentlichen Diskussion teilweise getan wird, als würde man die Leute auf irgendeinen Acker setzen.
Perfekte Stadtteilentwicklung = K6 steht bis heute zur Hälfte leer, weil es nicht wie erwartet von den Menschen angenommen wurde…..
Wir könnten etwas daraus gelernt haben.

Und wegen der Investitionen: Wenn es 20.000 Euro kostet, die Wohnungen so herzurichten, dass man sie mittelfristig nutzen kann, dann müssen wir dies tun!
Wir brauchen doch eh mehr günstigen Wohnraum, wer sagt denn, dass die Wohnungen, wenn sie jetzt hergerichtet werden, dann wieder leer stehen müssen oder nachinvestiert werden müsste? Die Wohnungen, um die es geht, wurden 2002 saniert…..Auch der Bauverein hat mittlerweile sein Sanierungskonzept z.B. in der Fritz-Dächert Siedlung auf die notwendigen Sanierungsmaßnahmen beschränkt, um günstigen Wohnraum zu erhalten….Die optimalen energetischen Sanierungen treiben die Mietpreise in für viele unbezahlbare Höhen……Ich kenne schlimmere Häuser und schlimmere Viertel.

Die Frage ist doch: wartet man auf perfekte Lösungen und lässt die Menschen zwischenzeitlich unter der Situation leiden – dann sollten wir uns aber auch bitte fragen, perfekte Lösungen für wen und für wie viele Menschen? – oder akzeptieren wir, dass das Leben so nicht ist und dass man in einer Stadt, die aus allen Nähten platzt nicht Filetgrundstücke jahrelange leer stehen lassen kann, während drum herum der Kessel brodelt?

Wenn es möglich ist, eine Zwischenlösung mit der BIMA zu vereinbaren, sollte die Stadt das auch tun.
Wir wollen daher in dieser aktuellen Stunde wissen:
Wie ist der aktuelle Verhandlungsstand mit der BIMA? Besteht die Möglichkeit einer Zwischenlösung? Wie viel würde dies die Stadt kosten?
Ist der Magistrat bereit, umgehend mit der Bundesanstalt für Immobilien zu besprechen, ob und unter welchen Rahmenbedingungen zumindest ein Teil der unbewohnten Gebäude auf den Konversionsflächen kurzfristig genutzt werden könnte?
Weiterhin bringe ich für die Fraktion Uffbasse folgenden Antrag ein:

2011_11_Antrag_Nutzung-Konversionsflächen
Antrag wurde abgelehnt…

3 Kommentare

  1. Ich finde das gut, dass die Uffbasse-Parlamentarier beim Thema „Kreative Wege zur Linderung der Wohnungsnot“ nicht locker lassen!
    Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum word auch in den nächsten Jahren eines der sozialpolitischen Themen Nummer 1 in der Stadt bleiben – also DRANBLEIBEN!

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