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	<title>Kultur &#8211; UFFBASSE!</title>
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	<title>Kultur &#8211; UFFBASSE!</title>
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		<title>Antrag: Abplanung des Informationszentrums auf der Mathildenhöhe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2025 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Osthang]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Mathildenhöhe]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Uffbasse-Antrag reiht sich in eine Reihe von Vorlagen ein mit denen Uffbasse im Rahmen der parlamentarischen Arbeitt für den Erhalt des OHA Osthangs als freiem Kulturort, den Naturschutz auf der Mathildenhöhe und gegen nachlässigen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieser Uffbasse-Antrag reiht sich in eine Reihe von Vorlagen ein mit denen Uffbasse im Rahmen der parlamentarischen Arbeitt für den Erhalt des OHA Osthangs als freiem Kulturort, den Naturschutz auf der Mathildenhöhe und gegen nachlässigen Umgang mit finanziellen Mitteln der Kommune rund um das Thema Weltkulturerbe gekämpft hat. </strong></p>
<p>Verhandelt wurde der Antrag am 11. Dezember, in der Stadtverordnetenversammlung stimmten 15 Personen für den Uffbasse-Antrag.</p>
<p><strong>Antrag:</strong></p>
<p>Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird gebeten,</p>
<p>die Planungen für den Bau des Informationszentrums auf der Mathildenhöhe einzustellen und das Projekt nicht weiter zu verfolgen.</p>
<p><strong>Begründung:</strong></p>
<p>Die geplanten Gesamtkosten von rund 22 Millionen Euro für den Neubau des Informationszentrums auf der Mathildenhöhe stehen in keinem Verhältnis zu den finanziellen Möglichkeiten der Stadt Darmstadt.</p>
<p>Selbst unter Berücksichtigung der zugesagten Spende der Familie Merck in Höhe von 3,5 Millionen Euro verbleibt eine Finanzierungslücke von über 18 Millionen Euro, die vollständig durch den städtischen Haushalt bzw. Kredite gedeckt werden müsste.<br />
Diese Belastung führt zu jährlichen Kosten von rund 1,3 Millionen Euro (Abschreibung und Zinsen), die dauerhaft auf den Ergebnishaushalt durchschlagen und die städtische Handlungsfähigkeit weiter einschränken.</p>
<p>Darüber hinaus hat sich inzwischen bestätigt, dass die vielfach wiederholte Behauptung, die UNESCO verlange zwingend den Bau eines Informationszentrums, nicht zutrifft. In einer öffentlichen Rede hat der amtierende Oberbürgermeister die jahrelange Behauptung seines Vorgängers klargestellt, dass eine solche Forderung nicht besteht.</p>
<p>Die Argumentation, das Gebäude werde als Stauraum benötigt, ist vor diesem Hintergrund nicht tragfähig. Bestehende Kapazitäten, etwa im Darmstadtium, das seit der Pandemie deutlich weniger ausgelastet ist, könnten für diesen Zweck problemlos genutzt werden.</p>
<p>Eine moderne, digitale Informationsvermittlung kann zudem kostengünstig über QR-Codes und Online-Formate erfolgen, ohne den städtischen Haushalt weiter zu belasten.</p>
<p>Die Abplanung des Projekts spart somit nicht nur über 20 Millionen Euro Baukosten, sondern auch langfristig Millionenbeträge an Zinsen, Abschreibungen und Unterhalt. Angesichts der Haushaltslage ist der Verzicht auf das Projekt daher haushaltspolitisch geboten und verantwortungsvoll.</p>
<p><strong>Wir bitten um wohlwollende Prüfung unseres Antrags. Vielen Dank. </strong></p>
<p><strong>Kerstin Lau, Marc Arnold, Sebastian Schmitt, Carmen Stockert, Till Mootz</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Foto: OHA Osthang e.V. mit der Mainhall, vielen Bäumen und Natur und vor allem ohne Infozentrum.</p>
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		<title>Antrag: Erhalt des Wasserturms als Kulturort</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/antrag-erhalt-des-wasserturms-als-kulturort/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 11:06:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Wasserturm am Hauptbahnhof steht zum Verkauf. 40 Jahre lang hat hier der bisherige Besitzer die denkmalgeschütze Immobilie gepflegt und in privater Regie als Raum für Kultur- und Kreativarbeit etabliert. Mit einem Antrag für die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der <a href="https://www.wasda.de/">Wasserturm am Hauptbahnhof</a> steht zum Verkauf. 40 Jahre lang hat hier der bisherige Besitzer die denkmalgeschütze Immobilie gepflegt und in privater Regie als Raum für Kultur- und Kreativarbeit etabliert. Mit einem Antrag für die Stadtverordnetenversammlung vom 06. November 2025 wollten den Erhalt dieses Kulturortes anregen. Leider fand der Antrag keine Mehrheit im Parlament.</strong></p>
<p><strong>Antrag</strong></p>
<p>Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird gebeten,</p>
<p>den zum Verkauf stehenden Wasserturm am Hauptbahnhof zu erwerben, um diesen langfristig als öffentlichen Kulturraum zu erhalten und insbesondere Proberäume und Atelierräume für die Darmstädter Kultur- und Kreativszene zu schaffen. Die Finanzierung des Projekts soll dabei durch bürgerschaftliches Engagement und Spenden unterstützt werden. Ob künftig ein Träger im Auftrag der Kommune den Betrieb verantwortet und gestaltet, soll ebenfalls geprüft werden.</p>
<p><strong>Begründung</strong></p>
<p>Mitte Oktober ist der örtlichen Presse zu entnehmen gewesen, dass ein neuer Eigentümer für den Wasserturm am Hauptbahnhof gesucht werde. 40 Jahre lang hat der bisherige Besitzer die denkmalgeschütze Immobilie in privater Regie als Raum für Kultur- und Kreativarbeit etabliert.</p>
<p>In Darmstadt herrscht weiterhin explizierter Mangel an Räumen für die örtliche Kultur- und Kreativszene. Nach der Schließung der Proberäume in der „Alten Glasbläserei“ 2023 wurde die Situation durch das abrupte Aufkündigen der Räume des Jugendhaus „Huette“ in diesem Jahr deutlich verschärft. Um die lebendige Kulturszene Darmstadts zu erhalten, muss die Stadt Kulturschaffenden stärker unterstützen. Die Bereitstellung von langfristig nutzbaren Räumen ist dabei elementar.</p>
<p>Mit der Möglichkeit am Wasserturm am Hauptbahnhof einen solch Ort zu erhalten bzw. auszubauen, bietet sich eine einmalige Chance dar. Immer seltener sind Flächen und Räume in Darmstadt frei oder verfügbar, die dem Zweck „Proberäume“ oder „Atelierräume“ zugeführt werden können. Auch eröffnen sich durch die Nähe zum „Goebel Gelände“, hier residieren bereits eine Reihe von Unternehmen der Kreativwirtschaft, Potentiale für eine Entwicklung im Sinne eines „Kultur- und Kreativquartiers“ im Westen der Stadt.</p>
<p>Trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt ist es wichtig, langfristig in die kulturelle Infrastruktur Darmstadts zu investieren. Orte wie der Wasserturm sind identitätsstiftend und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität und Lebensqualität der Stadt. Sie fördern Kreativität, gesellschaftlichen Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement. Daher sollte geprüft werden, wie trotz der finanziellen Herausforderungen Mittel und Partnerschaften mobilisiert werden können, um den Erhalt und die kulturelle Nutzung des Wasserturms dauerhaft zu sichern. Die Finanzierung des Projekts könnte z.B. durch bürgerschaftliches Engagement und Spenden unterstützt werden. Ebenso bietet sich womöglich an, den Betrieb eines Kulturraums im Wasserturm in die Hände eines geeigneten Trägers zu übergeben.</p>
<p><strong>Wir bitten um wohlwollende Prüfung unseres Antrags. Vielen Dank.<br />
</strong><strong>Kerstin Lau, Marc Arnold, Sebastian Schmitt, Carmen Stockert, Till Mootz</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fotocredit: <a title="Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50630">Link</a></p>
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		<item>
		<title>Antrag: Zukunft des OHA e.V. am Osthang</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/antrag-zukunft-des-oha-e-v-am-osthang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2025 10:59:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Osthang]]></category>
		<category><![CDATA[Mathildenhöhe]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem Umzug des OHA Osthang e.?V. ins PaMo-Viertel geht ein Kapitel Darmstädter Stadtgeschichte zu Ende – zumindest an seinem bisherigen Ort. Umso wichtiger ist jetzt der Blick nach vorn. Und genau an diesem Punkt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Umzug des OHA Osthang e.?V. ins PaMo-Viertel geht ein Kapitel Darmstädter Stadtgeschichte zu Ende – zumindest an seinem bisherigen Ort. Umso wichtiger ist jetzt der Blick nach vorn. Und genau an diesem Punkt setzt unser Antrag an. Dieser zielt darauf ab, den OHA e.?V. auch künftig als festen Teil des kulturellen Lebens an der Mathildenhöhe sichtbar und wirksam zu halten.</strong></p>
<p>Eingebracht wurde der Antrag in der Stadtverordnetenversammlung vom 24. Juni 2025. Eine Mehrheit fand dieser nicht. Stefanie Scholz-Willenbockel (Die Grünen) kommentierte den Uffbasse-Antrag mit: „Das Gelände rund um das Informationszentrums dürft ihr [OHA e.V.] weiterhin bespielen. Dazu braucht es keinen Antrag von Uffbasse. Diesen werden wir ablehnen.“</p>
<p>Tatsache ist: Ein Antrag, ein Beschluss bringt Verpflichtung und Verbindlichkeit. Ein Bekenntnis wie von Scholz-Willenbockel (und den Grünen in Darmstadt) ist nicht mehr als eine unverbindliche Erklärung.</p>
<p>Der Verein hat am Rand der Mathildenhöhe über Jahre hinweg einen offenen Raum für junge Kultur, Teilhabe und Austausch geschaffen – unkommerziell, niedrigschwellig, selbstorganisiert. Dass dieser Ort nun dem Neubau des Informationszentrums zum Welterbe weichen muss, ist aus Sicht vieler Menschen in dieser Stadt ein schmerzlicher Verlust. Wir respektieren die Entscheidung, auch wenn wir sie nicht teilen.</p>
<p>Politisch gab es keine Mehrheit dafür, den Versuch einer Koexistenz ernsthaft zu verfolgen.</p>
<p>Denn auch wenn der neue Standort im entstehenden PaMo-Viertel – an der Mainzer Straße, neben dem Kunstdepot – nur ein Bruchteil der bisherigen Fläche bietet und deutlich schlechter erreichbar ist: Der Verein bleibt aktiv. Der Osthang-Spirit lebt weiter. Und das verdient unsere politische Unterstützung.</p>
<p>Der OHA e.V. soll auch in Zukunft fester Teil des Kulturgeschehens an der Künstlerkolonie bleiben – nicht nur im Rahmen großer Veranstaltungen, sondern auch durch kleine, spontane und junge Formate auf den umliegenden Freiflächen. Denn was der OHA leistet, ist nichts weniger als ein Kulturangebot für eine Generation, die sonst oft zu kurz kommt.</p>
<p><b>Antrag: Zukunft des OHA e.V. am Osthang– Junge Kultur als integralen Bestandteil des UNESCO-Welterbes Mathildenhöhe sichern</b></p>
<p>Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird gebeten:</p>
<ol>
<li aria-level="1">gemeinsam mit dem OHA e.V. ein Konzept zur kulturellen Bespielung der Freiflächen rund um das entstehende Informationszentrum an der Mathildenhöhe zu entwickeln,</li>
<li aria-level="1">den OHA e.V. regelmäßig als Programmpartner in die Planung und Durchführung öffentlicher Veranstaltungen im Rahmen des Welterbe-Standorts einzubinden,</li>
<li aria-level="1">sicherzustellen, dass der Verein eigenständig und unabhängig von großen Anlässen niedrigschwellige, öffentliche Veranstaltungen wie z.B. Kunstinstallationen, Musikformate, Pflanzaktionen, Flohmärkte oder kulturelle Workshops regelmäßig auf den Flächen im Umfeld der Mathildenhöhe realisieren kann,</li>
<li aria-level="1">die Nutzung dieser Flächen dauerhaft zu ermöglichen – auch nach dem Bezug des neuen Standorts im PaMo-Viertel – und dazu die entsprechenden Genehmigungsprozesse unbürokratisch und planbar zu gestalten,</li>
<li aria-level="1">eine finanzielle und logistische Unterstützung für die Durchführung solcher Veranstaltungen zu prüfen,</li>
<li aria-level="1">darzulegen, wie das UNESCO-Welterbe Mathildenhöhe künftig gezielt junge Menschen einbeziehen will, welche Formate für junge Kultur und Teilhabe konkret vorgesehen sind – und auf welche Weise die Stadt Darmstadt das Engagement junger Kulturschaffender sichtbar und wirksam unterstützt.</li>
</ol>
<p><b>Begründung:</b></p>
<p>Die Mathildenhöhe ist ein Ort mit internationaler Bedeutung – ein Symbol für Aufbruch, Kunst und gesellschaftliche Gestaltungskraft.</p>
<p>Der Verein OHA e.V. hat über Jahre hinweg gezeigt, wie man einen Welterbe-Ort lebendig und inklusiv mitgestalten kann: mit offenen Formaten, kostenfreien Veranstaltungen, bezahlbaren Getränken, Workshops, Musik und partizipativer Gestaltung. Der Verein hat damit einen in Darmstadt einzigartigen Raum für Austausch, Teilhabe und kulturelles Experimentieren geschaffen. Das ist gelebte Kultur für junge Menschen, die sich dort ernst genommen und angesprochen fühlen.</p>
<p>Gerade an einem Welterbe-Standort braucht es Impulse für jüngere Generationen, um Interesse zu wecken, Identifikation zu ermöglichen und einen emotionalen Zugang zur Geschichte und Gegenwart des Ortes herzustellen. Die Fragen, die sich die Stadt hier stellen muss, lauten: Was ist das kulturelle Angebot des Welterbes für junge Leute? Wer gestaltet es mit? Und wie offen ist dieser Ort wirklich?</p>
<p>Mit dem Umzug des Vereins ins PaMo-Viertel ist viel Fläche verloren gegangen – aber Ideen, Energie und Kreativität sind geblieben. Die vom Verein OHA e.V. geplanten Aktionen – vom Pflanzentausch über Kunstinstallationen bis hin zu Musik und Frühstück am Hang – stärken das öffentliche Leben, fördern Begegnung und bringen den offenen Geist der Mathildenhöhe in die Gegenwart.</p>
<p>Wenn wir es ernst meinen mit kultureller Bildung, mit Teilhabe und mit dem Anspruch, Welterbe auch in der Gegenwart lebendig zu halten, dann muss der OHA e.V. ein fester Partner für die Zukunft der Mathildenhöhe bleiben. Die Stadt Darmstadt sollte dieses Engagement unterstützen und den OHA e.V. aktiv darin bestärken, als kreativer Impulsgeber zur Belebung des UNESCO-Welterbes beizutragen.</p>
<p><strong>Wir bitten um wohlwollende Prüfung unseres Antrags. Vielen Dank.</strong></p>
<p><strong>Kerstin Lau, Marc Arnold, Sebastian Schmitt, Carmen Stockert, Till Mootz</strong></p>
<p>Foto: Linda Engel</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Statement OHA Osthang</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/statement-oha-osthang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 09:44:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Osthang]]></category>
		<category><![CDATA[Mathildenhöhe]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Ort freier Kultur ist Geschichte: Der OHA Osthang an der Mathildenhöhe muss weichen Ein lebendiger, frei zugänglicher Raum für junge Kultur in Darmstadt verschwindet: Der OHA Osthang an der Mathildenhöhe ist Geschichte. Der geplante]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Ort freier Kultur ist Geschichte: Der OHA Osthang an der Mathildenhöhe muss weichen</strong><br />
<strong>Ein lebendiger, frei zugänglicher Raum für junge Kultur in Darmstadt verschwindet: Der OHA Osthang an der Mathildenhöhe ist Geschichte.</strong></p>
<p>Der geplante Neubau des Informationszentrums zum UNESCO-Welterbe Mathildenhöhe wird durch die Koalition aus Grünen, CDU und Volt vorangetrieben – der bisherige Standort des Kulturvereins OHA Osthang e. V. fällt dem Projekt zum Opfer.</p>
<p><strong>Verdrängung an den Stadtrand</strong></p>
<p>Wie die Stadt Darmstadt am 12. Juni mitteilte, soll das Projekt in Absprache mit dem Verein ab 2026 auf eine kleine Brachfläche im PaMo-Viertel umziehen – an den Rand der Stadt, in die Mainzer Straße, neben das Kunstdepot. Die neue Fläche ist mit 900 m² nicht nur deutlich kleiner als das bisherige 6.290 m² große Gelände – sie liegt zudem ungeschützt in der Sonne, ist schlecht mit dem ÖPNV erreichbar und deutlich weniger sichtbar.</p>
<p>Damit wird ein niedrigschwelliges, offenes Kulturangebot aus der Innenstadt verdrängt – ein Projekt, das vielen Menschen unabhängig von Einkommen, Alter oder sozialem Hintergrund Zugang zu Veranstaltungen und Begegnung ermöglicht hat. Der OHA Osthang war bekannt für freien Eintritt, günstige Getränkepreise und eine Atmosphäre, die Austausch und Teilhabe förderte.</p>
<p><strong>UNESCO-Welterbe als Argument – aber ohne Beleg</strong></p>
<p>Die Wurzeln dieser Entwicklung liegen in der Bewerbung Darmstadts für den UNESCO-Welterbetitel. Die Stadt behauptet, dass die UNESCO den Bau des Informationszentrums in unmittelbarer Nähe zum Welterbe verlange – doch einen konkreten Nachweis für diese Forderung blieb sie bislang schuldig. Die politischen Bemühungen der Fraktion Uffbasse, den OHA Osthang am bisherigen Ort zu erhalten, fanden keine Mehrheit.</p>
<p><strong>Ein schmerzhafter Verlust</strong></p>
<p>Mit dem OHA verliert Darmstadt einen einzigartigen Raum für unabhängige, unkommerzielle und junge Kultur – mitten in der Stadt. Der neue Standort kann diesen Verlust kaum kompensieren. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass der Verein am neuen Ort weiterhin kulturelle Akzente setzen kann.<br />
Wir trauern um einen Ort der Teilhabe und Kreativität – und wünschen dem OHA Osthang e. V. und allen Engagierten viel Kraft, Mut und Erfolg für den Neuanfang.</p>
<p><strong>Die Anträge und Reden von Uffbasse zum Erhalt des OHA Osthang:</strong><br />
September 2024: <a href="https://www.uffbasse-darmstadt.de/antrag-erhalt-des-oha-osthangs/">Erhalt des OHA Osthangs</a></p>
<p>Dezember 2021: <a href="https://www.uffbasse-darmstadt.de/antrag-erhalt-oha-osthang/">Erhalt des Kulturbiotops OHA Osthang</a></p>
<p>Dezember 2019: <a href="https://www.uffbasse-darmstadt.de/warum-wir-die-bewerbung-fuer-das-weltkulturerbe-kritisch-sehen-und-nicht-zustimmen/">Warum wir die Bewerbung für das Weltkulturerbe kritisch sehen und nicht zustimmen</a></p>
<p><strong>Abstimmungsverhalten Fraktion Die Grüne zum Thema Infozentrum und Osthang in der Stavo</strong></p>
<p>Seit 2018 stand das Infozentrum und der Osthang mehrfach auf der Tagesordnung der Darmstädter Stadtverordnetenversammlung. Die Fraktion Die Grüne hatte als politische Mehrheitsführerin wiederholt die Chance gehabt, einen Verbleib des OHA Osthangs an der Mathildenhöhe zu ermöglichen. Das Abstimmungsverhalten zeigt jedoch: Anträge der Opposition zu Gunsten des OHA Osthang wurden immer abgelehnt (rote Markierung), Anträgen, die das Projekt Neubau Infozentrum in seiner jetzigen Form vorangetrieben haben, wurde immer zugestimmt (grüne Markierung).<img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="12473" data-permalink="https://www.uffbasse-darmstadt.de/statement-oha-osthang/2025-06-12-oha-osthang-abstimmungsverhalten-die-gruenen/" data-orig-file="https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?fit=1810%2C2560&amp;ssl=1" data-orig-size="1810,2560" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="2025-06-12-OHA Osthang Abstimmungsverhalten Die Grünen" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?fit=724%2C1024&amp;ssl=1" class="alignnone size-full wp-image-12473" src="https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?resize=810%2C1146&#038;ssl=1" alt="" width="810" height="1146" srcset="https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?w=1810&amp;ssl=1 1810w, https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?resize=212%2C300&amp;ssl=1 212w, https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?resize=724%2C1024&amp;ssl=1 724w, https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?resize=71%2C100&amp;ssl=1 71w, https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?resize=768%2C1086&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?resize=1086%2C1536&amp;ssl=1 1086w, https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?resize=1448%2C2048&amp;ssl=1 1448w, https://i0.wp.com/www.uffbasse-darmstadt.de/wp-content/uploads/2025/06/2025-06-12-OHA-Osthang-Abstimmungsverhalten-Die-Gruenen-scaled.jpg?w=1620&amp;ssl=1 1620w" sizes="(max-width: 810px) 100vw, 810px" /></p>
<p>Fotocredit Titelbild: OHA Osthang</p>
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		<title>Debatte um die Zukunft des OHA Osthang geht weiter</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/debatte-um-die-zukunft-des-oha-osthang-geht-weiter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2025 12:44:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Osthang]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt und Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Mathildenhöhe]]></category>
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					<description><![CDATA[Während sich rund um eine Initiative Protest gegen das Ende des OHA Osthangs formiert hat, wurde dem Kulturverein jetzt von der Stadt Darmstadt ein alternativer Standort angeboten – im Industriegebiet des Pamo-Viertels. Die Debatte um]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Während sich rund um eine Initiative Protest gegen das Ende des OHA Osthangs formiert hat, wurde dem Kulturverein jetzt von der Stadt Darmstadt ein alternativer Standort angeboten – im Industriegebiet des Pamo-Viertels. Die Debatte um die Zukunft des Osthangs an der Mathildenhöhe lebt wieder auf. Ein Kommentar von Uffbasse.</strong><strong> </strong></p>
<p>Mit Blick auf Kultur-, Sozial- und Finanzpolitik sowie den Klimawandel hat Uffbasse immer wieder für den Erhalt des OHA Osthang und ein Ende der Pläne für den Neubau eines Infozentrums plädiert. <a href="https://www.instagram.com/osthang.bleibt/">Protest aus der Stadtgesellschaft</a> zeigte sich mit einer großem Demo im Winter 2024. Jüngst wurde dem Oberbürgermeister Petition mit fast 2.387 Unterschriften zum Erhalt des OHA Osthang übergeben. Aus dem Rathaus heißt es trotz allem: Der Neubau des Infozentrums auf dem Osthang komme.</p>
<p>Von Befürwortern des Neubaus wird immer wieder – <a href="https://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/alternative-fuer-den-osthang-darmstadt-bietet-neuen-standort-4426122">aktuell auch im Zusammenhang mit dem Pressebericht des Darmstädter Echos vom 11. März 2025</a> – auf den temporären Charakter des OHA Osthangs verwiesen. Der ständige Verweis darauf, dass der Startschuss für den OHA Osthang eine ursprünglich befristete Nutzung war, ist ein sehr schwaches Argument. Vor zehn Jahren konnte niemand in dieser Stadt erahnen, welches Kleinod hier entstehen würde – und dass es sich auch noch ideal ins Konzept der Welterbestätte integrieren lassen würde. Vieles, das wir heute im Alltag, in unserer Stadt im Kultur- und Sozialleben als Selbstverständlichkeit oder Institution wahrnehmen, startete irgendwann mal als „Projekt“, temporär, befristet.</p>
<p>Bereits heute gibt es ein Informationszentrum am Welterbe Mathildenhöhe. Untergebracht ist dieses neuerdings im Großen Haus Glückert. Als Uffbasse forderten wir schon immer, das Infozentrum im Bestand unterzubringen. Wenn die Jugendstilvilla jetzt noch um einen barrierefreien Zugang ergänzt wird, wäre die Lage einwandfrei. Kein Neubau würde gebraucht werden.</p>
<p>Dann könnte man sowohl das kulturelle Angebot des OHA Osthangs erhalten als auch den wunderschönen und wertvollen Baumbestand, der dem Neubau zum Opfer fallen wird. Zur Erinnerung: Naturflächen mitten in der Stadt sind eines der wirksamstes Mittel gegen die zunehmende Erhitzung des urbanen Raums! Wir roden an der einen Stelle kostbaren Baumbestand,  entsiegeln als „Ersatz“ für viel Geld eine andere Fläche – und wundern uns dann über ein Haushaltsdefizit von 100 Millionen Euro während der Klimawandel beklagt wird.</p>
<p>Es sind Orte wie der OHA Osthang, die eine Stadt lebendig und liebenswert machen. Hier ist seit 2014 ein sozio-kulturelles Kleinod entstanden, das unabhängige, unkonventionelle und unkommerzielle Kultur und Begegnung ermöglicht hat. Design, Kunst, Architektur, Film, Tanz, Theater, Konzert, Workshops oder Fotografie – all das findet am OHA Osthang Raum und Publikum. Und meistens bei freiem Eintritt. Die Stadt Darmstadt kostet der OHA Osthang fast nichts. Gestaltet wurde dieser einzigartige Raum vornehmlich von jungen Menschen in Eigenregie und Ehrenamt im Einklang mit dem Naturraum. Wenn etwas erhaltenswert ist in Darmstadt, dann ist es der OHA Osthang.</p>
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		<title>Rede von Steff Fuchs bei der „Osthang bleibt“ Demo</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/rede-von-steff-fuchs-bei-der-osthang-bleibt-demo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Dec 2024 08:45:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Osthang]]></category>
		<category><![CDATA[Mathildenhöhe]]></category>
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					<description><![CDATA[Für den 08. Dezember 2024 hatte die neu gegründete Initiative „Osthang bleibt“ zu einer Demonstration aufgerufen. Gefordert wird der „Erhalt des selbstverwalteten, unkommerziellen Kunst- und Kulturortes am Osthang der Mathildenhöhe“ OHA Osthang. Dieser soll dem]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für den 08. Dezember 2024 hatte die neu gegründete Initiative <a href="https://www.instagram.com/osthang.bleibt/">„Osthang bleibt“</a> zu einer Demonstration aufgerufen. Gefordert wird der „Erhalt des selbstverwalteten, unkommerziellen Kunst- und Kulturortes am Osthang der Mathildenhöhe“ OHA Osthang. Dieser soll dem Neubau für das Informationszentrum des Welterbe Mathildenhöhe weichen. <a href="https://www.uffbasse-darmstadt.de/antrag-erhalt-des-oha-osthangs/">Verschiedene Anträge von Uffbasse hatten das bereits zu verhindern versucht</a>.</strong></p>
<p>Auf Einladung der Initiator:innen der Demo hielt Uffbasse-Mitglied Steff Fuchs die folgende Rede bei der Kundgebung auf dem Luisenplatz:</p>
<p><strong>Rede von Steff Fuchs</strong></p>
<p>Es sind Orte wie der OHA Osthang, die eine Stadt lebendig und liebenswert machen. Hier ist seit 2014 ein kulturelles Kleinod entstanden, das unabhängige, unkonventionelle und unkommerzielle Kultur und Begegnung ermöglicht hat. Design, Kunst, Architektur, Film, Tanz, Theater, Konzert, Workshops oder Fotografie – all das findet am OHA Osthang Raum und Publikum. Und meistens bei freiem Eintritt.</p>
<p>Dass dieser einzigartige Raum, der vornehmlich von jungen Menschen in Eigenregie und Ehrenamt gestaltet wurde, jetzt verschwindet, ist sehr schade.</p>
<p>Ihren Ursprung genommen hat diese Tragödie mit der Bewerbung der Stadt Darmstadt um den Titel des UNESCO-Welterbes für die Mathildenhöhe. Seit jeher stemmte sich Uffbasse gegen diese Bewerbung – und war als Fraktion im Stadtparlament mit dieser Haltung oft alleine.</p>
<p>Die Bewerbung verschlang Millionensummen. Statt einer Kultur-Förderung, die in die Breite geht und kreative, progressive, freie Ideen und Projekte fördert, hat sich die Stadt Darmstadt auf ein weiteres Prestige-Projekt gestützt.</p>
<p>Von Beginn an war klar, dass der Preis hierfür unverhältnismäßig ist. Die Welterbe-Bewerbung, der Titel, die Sanierung der Ausstellungshallen nach Kriterien der UNESCO haben die Stadt jetzt schon knapp 40 Millionen Euro gekostet. Früh war jedoch auch klar, dass der Welterbe-Titel nicht nur finanziell herbe Einschnitte verursachen wird.</p>
<p>Das Projekt „Welterbe Mathildenhöhe“ war und ist von Beginn an unvereinbar gewesen mit der Existenz des Kulturbiotops OHA Osthang. Bereits 2019 kritisierte Uffbasse dabei die drohende Bebauung des Osthangs im Zuge des Welterbe-Titels und vor dem Verlust des Kulturraums sowie des Naturraums am Hang.</p>
<p>Seither haben wir mit Uffbasse immer wieder versucht, auf der politischen Bühne die Zukunft des OHA Osthangs zu sichern. Mehrere Anträge wurden hierzu im Stadtparlament eingebracht. Zuletzt im September dieses Jahres. Das Ziel: Den Bau des Infozentrums Mathildenhöhe stoppen, um den OHA Osthang zu erhalten.</p>
<p>Leider fand auch dieser Antrag keine Mehrheit. Unsere Stadtregierung aus Grüne, Volt und CDU hat keinen Spielraum gesehen. Das Infozentrum wird gebaut. Der OHA Osthang ist Geschichte.</p>
<p>Dass sich jetzt mit dieser Demo und Initiative politischer Protest formiert, ist schön zu sehen. Freie, offene Räume und Orte gehen auch in Darmstadt mehr und mehr verloren. Zuletzt waren es die Proberäume in der Alten Glasbläserei. Jetzt der OHA Osthang.</p>
<p>Im großen politischen Betrieb stehen diese subkulturellen Räume selten ganz oben auf der Tagesordnung. Die Existenz solcher Räume ist keine Selbstverständlichkeit, bundesweit lässt sich beobachten, wie der Fortbestand freier Kulturorte bedroht und in Frage gestellt wird.</p>
<p>Als Uffbasse kämpfen wir seit über 20 Jahren für den Erhalt und Fortbestand subkultureller Räume in Darmstadt. Erfolgreicher sind solche Kämpfe immer, wenn die politischen Bemühungen von zivilgesellschaftlichem Engagement gestärkt werden.</p>
<p>Wenngleich die Hoffnung für den OHA Osthang nach dem Beschluss aus der letzten Stadtverordnetenversammlung schwindet, ist es ermutigend zu sehen, dass sich jetzt und hier stark gemacht wird für kulturelle Freiräume.</p>
<p>Als Uffbasse unterstützen wir euer Engagement und stehen als kommunalpolitischer Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung, um mit euch gemeinsam unabhängige und unkonventionelle Kultur in unserer Stadt zu fördern.</p>
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		<title>Thorsten Nagelschmidt liest aus „Soledad“</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/thorsten-nagelschmidt-liest-aus-soledad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Oct 2024 08:38:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem sein vorheriger Roman „Arbeit“ sozialökonomische Schieflagen unserer Gesellschaft sichtbar machte, lenkt das neue Buch des Autors den Blick aufs Zwischenmenschliche. „Soledad“ ist eine Geschichte von auf den ersten Blick sehr ungleichen Menschen, die sich]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem sein vorheriger Roman „Arbeit“ sozialökonomische Schieflagen unserer Gesellschaft sichtbar machte, lenkt das neue Buch des Autors den Blick aufs Zwischenmenschliche.</strong></p>
<p>„Soledad“ ist eine Geschichte von auf den ersten Blick sehr ungleichen Menschen, die sich in ihrem Wunsch nach Anerkennung und Zugehörigkeit näher sind, als sie dachten.</p>
<p>März 2020, eine abgeschiedene Lodge in dem kolumbianischen Dschungeldorf Soledad. Die Hamburger Fotografin Alena will nach einer schmerzhaften Trennung nur ein paar Tage bleiben. Doch mehr und mehr verfällt sie dem mystischen Charme des Ortes und den Erzählungen Rainers, dem deutschen Betreiber der Lodge, dessen Lebensgeschichte mit Alenas ersten Eindrücken von diesem seltsamen und charismatischen Mann nur wenig zu tun hat: In seiner Kindheit immer für zu weich gehalten, rebelliert er in den sechziger Jahren gegen das spießige Nachkriegsdeutschland, arbeitet als Vertreter für Jeanswaren und landet nach einer Odyssee durch Lateinamerika in Kolumbien, wo er einem hochrangigen Drogendealer ein Stück Land abkauft, um aus dem Nichts seine Lodge zu errichten.</p>
<p>Am 14. Oktober 2024, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), stellt Thorsten Nagelschmidt in der <a href="https://www.centralstation-darmstadt.de/event/22879/thorsten-nagelschmidt-soledad/">Centralstation</a> „Soledad“ persönlich vor. Einlass gibt’s an der Abendkasse für 21 Euro (ermäßigt 14,90 Euro).</p>
<p>Fotocredit: Verena Brüning</p>
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		<item>
		<title>Antrag: Erhalt des OHA Osthangs</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/antrag-erhalt-des-oha-osthangs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2024 10:56:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Osthang]]></category>
		<category><![CDATA[Mathildenhöhe]]></category>
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					<description><![CDATA[Eingereicht für die Stadtverordnetenversammlung vom 19. September 2024. Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird gebeten, den Kulturverein OHA Osthang am Standort Mathildenhöhe zu erhalten und die kulturellen Angebote in das Marketing Konzept für das]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eingereicht für die Stadtverordnetenversammlung vom 19. September 2024.</strong></p>
<p>Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird gebeten,</p>
<p>den Kulturverein OHA Osthang am Standort Mathildenhöhe zu erhalten und die kulturellen Angebote in das Marketing Konzept für das Welterbe Mathildenhöhe als „alternatives Welterbe – Kunst und Kultur an der Mathildenhöhe“ werbewirksam aufzunehmen.</p>
<p>Maßnahme 1:</p>
<ul>
<li>die Pläne für einen Neubau des Besucherzentrums an der Mathildenhöhe (<a href="https://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-stadtplanung/stadtplanung/abgeschlossene-oeffentlichkeitsbeteiligung/bebauungsplan-o-321">Bebauungsplan O32.1</a>) werden gestoppt</li>
<li>es wird ein Prüfverfahren eingeleitet mit dem Ziel, das Besucherzentrum in repräsentativer Funktion im baulichen Bestand in einer der vorhandenen Jugenstil-Villen repräsentativ unterzubringen</li>
<li>der OHA Osthang wird als unkommerzieller Kulturraum mitsamt seiner Grünflächen erhalten und gefördert</li>
</ul>
<p>Maßnahme 2:</p>
<ul>
<li>Sollte es nicht möglich sein, das Besucherzentrum in einer der Jugendstil Villen unterzubringen, wird geprüft, ob der Verein OHA Osthang mitsamt seines Angebotes auf den unteren Terrassen des Osthangs erhalten bleiben kann und das Gebiet nicht als Zugang zum Besucherzentrum bzw. zur Mathildenhöhe erschlossen wird.</li>
</ul>
<p><strong>Begründung:</strong></p>
<p><a href="https://darmstadt.gremien.info/pdf-viewer.php?src=L2RvY3VtZW50cy5waHA/aWQ9NjgmZG9jdW1lbnRzPVczc2laRzlqZFcxbGJuUmZkSGx3WlY5cFpDSTZOQ3dpY21Wc1lYUnBiMjVmYVdRaU9pSXlNREkwTURjd05qRXdNREUzT1NKOUxIc2laRzlqZFcxbGJuUmZkSGx3WlY5cFpDSTZNVE1zSW5KbGJHRjBhVzl1WDJsa0lqb2lNakF5TkRBM01EWXhNREF4TnpsOE1qQXlOREEyTWpVeE1EUXdNamd0TUM1d1pHWjhJbjBzZXlKa2IyTjFiV1Z1ZEY5MGVYQmxYMmxrSWpveE15d2ljbVZzWVhScGIyNWZhV1FpT2lJeU1ESTBNRGN3TmpFd01ERTNPWHd5TURJME1EWXlOVEU1TlRjMU1TMHdMbkJrWm53aWZTeDdJbVJ2WTNWdFpXNTBYM1I1Y0dWZmFXUWlPakV6TENKeVpXeGhkR2x2Ymw5cFpDSTZJakl3TWpRd056QTJNVEF3TVRjNWZESXdNalF3TmpJNE1UTXdNekV6TFRBdWNHUm1mQ0o5TEhzaVpHOWpkVzFsYm5SZmRIbHdaVjlwWkNJNk1UTXNJbkpsYkdGMGFXOXVYMmxrSWpvaU1qQXlOREEzTURZeE1EQXhOemw4WW1WZk1qQXlOREEzTURZeE1EQXhOemxmTVM1d1pHWjhibWxmTWpBeU5DMVZiWGRsYkhSQkxURTNPQ0o5WFE9PSZnZW5lcmF0ZV9jdXN0b21fcG9ydGZvbGlvJnN1Ym1pc3Npb25faWQ9MjAyNDA3MDYxMDAxNzk=&amp;name=TWFnaXN0cmF0c3ZvcmxhZ2UgMjAyNC8wMTgwIChCZWJhdXVuZ3NwbGFuIE8gMzIuMSAtIEluZm9ybWF0aW9uc3plbnRydW0gTWF0aGlsZGVuaPZoZSAtIChPZmZlbmxhZ2ViZXNjaGx1c3MpKS5wZGY=">Die neuen Pläne für das Informationszentrum/Besucherzentrum an der Mathildenhöhe liegen vor.</a> Hier zeigt sich: Zeitweise „in Stein gemeißelte“ Pläne sind nie alternativlos. Nach der jetzt radikalen Schrumpfkur für das Besuchszentrum, fordern wir einen Stopp der Pläne für einen Neubau – und damit den Erhalt des Kulturprojektes OHA Osthang.</p>
<p>Den OHA Osthang gilt es als beliebten und etablierten Raum für junge, unabhängige, unkonventionelle und unkommerzielle Kultur unbedingt zu erhalten und zu fördern. Seit seiner Formierung 2014 hat sich dieser als besonders lebhafter Kulturort etabliert. Mit offenem Charakter lädt das Team zu Partizipation ein und schafft so für viele Menschen nicht nur die Möglichkeit Kultur zu erleben, sondern auch aktiv mitzugestalten. Das Programm ist niedrigschwellig konzipiert und ermöglicht bei freiem Eintritt breite Teilhabe unabhängig des Einkommens. Design, Kunst, Architektur, Film, Tanz, Theater, Konzert, Workshops oder Fotografie – all das findet am OHA Osthang Raum und Publikum.</p>
<p>Vormals waren für das geplante Informationszentrum knapp 900 qm Gesamtfläche veranschlagt, jetzt soll der Bau mit weniger als der Hälfte der Fläche auskommen können: 400qm sollen reichen.</p>
<p>Wenn ein Bauvorhaben so deutlich schrumpfen kann, lassen sich auch andere Lösungen finden. Als Uffbasse fordern wir daher, das Informationszentrum nicht in einem Neubau unterzubringen, sondern in einer der bestehende Jugendstil Villen an der Mathildenhöhe repräsentativ unterzubringen. Zum Beispiel im Haus Deiters oder in der Villa Ostermann (auch bekannt als Designhaus). Das Haus Deiters wird derzeit zur Unterbringung des Kulturamts genutzt. Die Villa Ostermann ist im Besitz der Hochschule Darmstadt. Für diese Nutzungen lassen sich sicherlich Alternativen finden – und welches Gebäude könnte repräsentativer sein und das Thema „Jugendstil“ besser vermitteln, als eine der zum Welterbe gehörenden Villen?</p>
<p>Wenn es gelingt, das Informationszentrum im baulichen Bestand repräsentativ zu integrieren, wird nicht nur der OHA Osthang erhalten und die Versiegelung von Grünflächen verhindert. Die Angebote des OHA Osthangs sind eine wertvolle Ergänzung für die Besucher*innen des Welterbe Mathildenhöhe. Der Verein wäre gerne bereit, sein Angebot auszubauen, um  noch mehr Menschen anzusprechen.</p>
<p>Neben dem Erhalt des OHA Osthangs wäre die Stadt vor finanziellen Risiken geschützt. Der Bebauungsplan O32.1 sieht einen Baustart im dritten Quartal 2025 vor. Bereits jetzt ist der Bausektor von extremen Preissteigerungen und Unwägbarkeiten gezeichnet, während die Haushaltslage unserer Kommune extrem angespannt ist.</p>
<p>Im Rahmen des <a href="https://www.wettbewerbe-aktuell.de/ergebnis/besucherzentrum-mathildenhoehe-darmstadt-69935">Architekturwettbewerbs wurden die Baukosten 2018</a> mit 7,6 Millionen Euro skizziert. Seitdem hat sich der Baupreisindex für um mehr als 46 Prozent erhöht. Jetzt werden die Baukosten nicht mehr im „nur“ hohen einstelligen Millionenbereich liegen. Heute müssten mindestens 11 Millionen Euro verplant werden. Auch die zugesagten Drittmittel der Familie Merck (3,5 Millionen Euro) und 4,5 Millionen an Bundesmitteln für „Nationale Projekte des Städtebaus“ können diese Mehrbelastung für den Darmstädter Haushalt nicht auffangen.</p>
<p>Ob sich die Veränderung der Baupläne, die Verkleinerung der Grundfläche merklich auf die Baukosten auswirkt, ist derzeit unklar. Die Pläne des Magistrats schweigen sich hierzu derzeit noch aus. Klar ist hingegen: Die Kosten und Folgen für einen sich immer weiter verzögernden Baustart, sind nicht absehbar und bergen ein unkalkulierbares finanzielles Risiko für Darmstadt.</p>
<p><strong> </strong><strong>Wir bitten um wohlwollende Prüfung unseres Antrags. Vielen Dank. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Kerstin Lau, Marc Arnold, Sebastian Schmitt, Carmen Stockert, Till Mootz</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">12213</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Antrag und Rede: Konzeptentwicklung „Haus für Industriekultur“ und „Schriftgießerei Gerstenberg“</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/antrag-und-rede-konzeptentwicklung-haus-fuer-industriekultur-und-schriftgiesserei-gerstenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Nov 2023 09:35:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.uffbasse-darmstadt.de/?p=11992</guid>

					<description><![CDATA[Dieser Antrag wurde von Uffbasse in der Stadtverordnetenversammlung am 02. November 2023 vorgestellt. Der Vorstoß knüpft an die Debatte um die Schriftgießerei Gerstenberg im Haus der Industriekultur an. Die Hintergründe hierzu findet Ihr hier. In]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dieser Antrag wurde von Uffbasse in der Stadtverordnetenversammlung am 02. November 2023 vorgestellt. Der Vorstoß knüpft an die Debatte um die Schriftgießerei Gerstenberg im Haus der Industriekultur an. <a href="https://www.uffbasse-darmstadt.de/ende-schriftgiesserei-gerstenberg-im-haus-der-industriekultur/">Die Hintergründe hierzu findet Ihr hier.</a><br />
</strong></p>
<p>In der Stadtverordnetenversammlung wurde beschlossen, dass der Antrag in „geschäftsordnungsgemäße Behandlung“ gegeben wird. OB Hanno Benz, als Kulturdezernent, hat zugesagt, die Beteiligten zeitnah an einen Tisch zu bringen und den Prozess moderierend/mediierend zu gestalten.</p>
<p><strong>Antrag:</strong></p>
<p>Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, der Magistrat wird gebeten,</p>
<ul>
<li>Gespräche mit dem Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt (HLMD), Hr. Dr. Martin Faass aufzunehmen und darauf hinzuwirken, dass
<ol>
<li>die zu Ende Dezember 2023 an Hr. Gerstenberg ausgesprochene Räumungsaufforderung der Schriftgießerei im „Haus für Industriekultur (HIK)“ zurückgenommen wird.</li>
<li>ein schriftlicher Mietvertrag mit angemessener Kündigungsfrist (um im Falle einer Kündigung durch das HLMD angemessene Zeit für das Suchen von Ersatzräumen und die Räumung der Maschinen haben zu können) aufgesetzt wird</li>
<li>oder zumindest die Frist für die Räumung angemessen verlängert wird, bis eine Lösung für die Schriftgießerei gefunden werden kann.</li>
</ol>
</li>
<li>In einem weiteren Schritt wird der Magistrat gebeten, auf das Land Hessen einzuwirken, das Haus für Industriekultur in eigene Zuständigkeit zu nehmen und aus der Verwaltung des HLMD zu entlassen. Mit der Übernahme durch das Land Hessen würden sich weitere Nutzungsmöglichkeiten ergeben.</li>
<li>Da sowohl das Land, das HLMD als auch die Stadt selbst nicht über die notwendigen finanziellen Ressourcen für die Sanierung des denkmalgeschützten „Haus für Industriekultur“ verfügen, sollte ebenfalls über die Möglichkeit nachgedacht werden, dass „Haus für Industriekultur“ für einen symbolischen Preis an einen privaten Investor zu verkaufen mit der Auflage, einen Teil der Räumlichkeiten, z.B. das Erdgeschoss und eine weitere Etage für die Öffentlichkeit und ein Museum einzuplanen.</li>
<li>Unabhängig von der Inhaberstruktur möge die Stadt Darmstadt ein Nutzungskonzept des Hauses für Industriekultur entwickeln, dass der Bedeutung des Gebäudes und der Stadtplanerischen Entwicklung des PaMo (Pallaswiesen-Morneweg) Viertels gerecht wird.</li>
<li>Für die Schriftgießerei Gerstenberg und das denkmalgeschützte Gebäude generell als ehemalige „Möbelfabrik Ludwig Alter“ ist zu prüfen, wie diese in das touristische Vermarktungskonzept für das Welterbe Mathildenhöhe eingebunden werden kann.</li>
</ul>
<p><strong> </strong><strong>Begründung:</strong></p>
<p>Seit einiger Zeit spitzt sich die Situation um das Haus für Industriekultur und die Schriftgießerei Gerstenberg zu. Das Hessische Landesmuseum hat der Schriftgießerei eine Aufforderung zur Räumung der Räumlichkeiten für Ende Dezember 2023 ausgesprochen. Die Begründung lautet, dass es keinen schriftlichen Mietvertrag gäbe, die Schriftgießerei nichts zahle und darüber hinaus auch gewerblich aktiv sei. Unabhängig davon, dass es einen mündlichen Mietvertrag gibt, ließe sich die Problematik des fehlenden Mietvertrags sicherlich schnell beheben, zumal die Schriftgießerei bereit ist, eine Miete und Nebenkosten zu zahlen.</p>
<p>Ungeachtet des großen Drucks, der hier auf die Schriftgießerei aufgebaut wird, hat das Hessische Landesmuseum bekundet, dass in den nächsten 15-20 Jahren keine finanziellen Mittel für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes zur Verfügung stehen. Das entstehende freigeräumte Areal auf der Etage im HIK, dass nach der von Herrn Dr. Faass geforderten Räumung der Schriftgießerei entsteht, soll auch keiner neuen Nutzung zugeführt werden, sondern würde leer stehen. Daraus folgend kann das Haus nur zeitnah saniert werden, wenn es unter einer anderen Verwaltung als der des HLMD stünde. Ansonsten ist es innerhalb der nächsten 15-20 Jahre dem Verfall überlassen.</p>
<p>Dies ist für die Stadtplanung und vor allem für die Entwicklung des Pallaswiesen-Mornewegviertels (PaMo) eine Katastrophe. Das „Haus für Industriekultur“, das eigentlich ein denkmalgeschütztes Schmuckstück und eine große Bereicherung darstellt, kann nicht weitere 15 bis 20 Jahre hinter einem Gerüst versteckt werden, nur weil die öffentliche Hand keine finanziellen Ressourcen zur Verfügung hat. Für die geplante städteplanerische Entwicklung und Aufwertung des Viertels wäre dies ein großer Rückschritt.</p>
<p>In der professionellen Schriftgießerei im „Haus für Industriekultur“ werden Drucklettern in allen Sprachen für andere Institutionen weltweit angefertigt. Darmstadt ist die wichtigste oder sogar noch einzige Anlaufstelle, so dass andere Museumsdruckereien weltweit durch die „Räumung der Schriftgießerei aus dem HLMD“ in ihrer Existenz gefährdet sind. Hierzu gibt es eine Petition für den Erhalt der Schriftgießerei mit Unterschriften aus der ganzen Welt.</p>
<p>Dieses wichtige Kulturgut gilt es zu erhalten. Hr. Gerstenberg ist 70 Jahre und möchte sich aus der aktiven Schriftgießerei zurückziehen bzw. seine Arbeitszeiten einschränken und eine Nachfolgerin einarbeiten. Dies zum Anlass zu nehmen, die ganze Schriftgießerei auf die Straße zu setzen und Darmstadt einer wichtigen Attraktion zu berauben, kann und sollte politisch nicht einfach stillschweigend akzeptiert werden. Es gilt, sowohl eine tragfähige Perspektive für die Schriftgießerei als auch für das „Haus für Industriekultur“ zu entwickeln.</p>
<p><strong>Wir danken für die wohlwollende Prüfung unseres Antrags. </strong><strong>Vielen Dank. </strong></p>
<p><strong>Kerstin Lau, Marc Arnold, Sebastian Schmidt, Carmen Stockert, Till Mootz</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Rede von Kerstin Lau</strong></p>
<p>Es geht um dieses schöne alte Haus in der Kirchenallee, das seit Jahren von einem Gerüst bedeckt wird und unter der Verwaltung des Hessischen Landesmuseums steht. Das Haus für Industriekultur ist ein wichtiger historischer Ort in Darmstadt. So arbeitete unter anderem der Widerstandskämpfer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Leuschner">Wilhelm Leuschner</a> als Holzbildhauer 1909 in der Fabrik.</p>
<p>In diesem Haus betreiben seit 2001 20 Ehrenamtliche im Erdgeschoss und im ersten Stock die Abteilung Schriftguss, Satz und Druckverfahren als Teil des Hessischen Landesmuseums. Geöffnet ist diese Außenstelle an nur einem Tag der Woche. Der Besuch ist nur nach Anmeldung möglich. Informationen hierzu finden sich auf der Webpräsenz des Hessischen Landesmuseum eher versteckt.</p>
<p>Im dritten Stock betreibt Herr Gerstenberg seine Schriftgießerei, die aber auch für Führungen offensteht. Herr Gerstenberg hat seit 2003 einen mündlichen Vertrag mit dem HLMD, dem das Gebäude damals übertragen wurde.</p>
<p>In der professionellen Schriftgießerei im „Haus für Industriekultur“ werden noch Bleilettern wie vor 100 Jahren gegossen. Rainer Gerstenbergs Schriftgießerei in Darmstadt ist einer der letzten Orte weltweit, an dem das möglich ist. Das 500 Jahre alte Kulturgut der handwerklichen Druckkunst hat die UNESCO 2018 in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen. Insgesamt sind circa eine Million Matrizen im Haus für Industriekultur gelagert. Darmstadt ist damit eine der wichtigsten Anlaufstellen für andere Museumsdruckereien weltweit.</p>
<p>Der ihnen/Euch vorliegende Antrag verfolgt quasi zwei Handlungsstränge.</p>
<p>Der eine Handlungsstrang ist, dass für das Haus für Industriekultur Perspektiven entwickelt werden müssen. Vom Hessischen Landesmuseum wurde artikuliert, dass es in den nächsten 15 bis 20 Jahren keine finanziellen Möglichkeiten gebe, das Haus zu sanieren. Das Haus weitere 15 bis 20 Jahre verfallen zu lassen, wäre nicht nur schade wegen des Erhalts dieses denkmalgeschützten Gebäudes. Es ist auch schlichtweg eine extreme Einschränkung für die Umsetzung der bereits erfolgten stadtplanerische Entwicklung des gesamten Pallaswiesen und Mornewegviertels.</p>
<p>Der andere Handlungsstrang betrifft die Schriftgießerei Gerstenberg, Das Hessische Landesmuseum hat der Schriftgießerei eine Aufforderung zur Räumung der Räumlichkeiten für Ende Dezember 2023 ausgesprochen, nachdem der siebzigjährige Herr Gerstenberg angekündigt hatte, er wolle den Betrieb der Schriftgießerei zurückfahren. Die Begründung des Hessischen Landesmuseums lautet, dass es keinen schriftlichen Mietvertrag gäbe, die Schriftgießerei nichts zahle und darüber hinaus auch gewerblich aktiv sei. Letzteres ist tatsächlich ein Problem, aber keines, was man nicht lösen könnte, denn Gewinne werden sicherlich nicht erzielt. Die Problematik des fehlenden Mietvertrags ließe sich sicherlich schnell beheben, zumal die Schriftgießerei bereit ist, eine Miete und Nebenkosten zu zahlen. Sogar einen Ausbildungsplatz – in Verantwortung des HLMD – würde Herr Gerstenberg gerne betreuen.</p>
<p>Hier hat sich eine interessante Entwicklung im Nachgang zu einem von Uffbasse zu dieser Thematik veröffentlichten Artikel ergeben. Herr Dr. Faass hat in einem Kommentar darauf hingewiesen, dass Herr Gerstenberg die Bereitschaft zur Zahlung einer Miete und Nebenkosten ihm gegenüber noch nie geäußert habe. Vielleicht lässt sich also zumindest im Hinblick auf die gegenüber Herr Gerstenberg ausgesprochene Kündigung schnell eine Lösung finden.</p>
<p>Jedenfalls steht dort im dritten Stock eine riesige Sammlung historischer Maschinen. Diese sind nicht nur groß und sperrig und schwer, sondern auch sehr wertvoll. Es ist zu befürchten, dass die historischen Maschinen bei einem Umzug Schaden nehmen könnten, von dem Verlust für Darmstadt ganz zu schweigen.</p>
<p>Auch wenn das Haus für Industriekultur nicht der Stadt gehört, so steht es doch auf städtischem Gebiet und die Schriftgießerei könnte eine wichtige Attraktion auch im Zusammenhang mit der zukünftigen Vermarktung des Weltkulturerbe werden. Deshalb sollte die Schriftgießerei Darmstadt möglichst erhalten bleiben.</p>
<p>Konzeptionell ist ja grundsätzlich alles denkbar, selbst der Verkauf des Gebäudes an einen Investor, der unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes sanieren  und  ein bis zwei Etagen an die Stadt oder das Land vermieten könnte, wäre dem stetigen Verfall in den nächsten 15 bis 20 Jahren vorzuziehen.</p>
<p>Wir bitten deshalb den Magistrat beziehungsweise den Oberbürgermeister, hier moderierend und vielleicht auch mediierend  Verhandlungen mit dem Hessischen Landesmuseum, der Staatskanzlei und Herr Gerstenberg aufzunehmen und dafür zu sorgen, dass sowohl für die Schriftgießerei als auch für das „Haus für Industriekultur“ eine tragfähige Perspektive entwickelt wird. Im Vorfeld der Stavo wurden wir gefragt, ob die Behandlung in Geschäftsordnung für uns okay ist und wir sind damit einverstanden, damit dieses zeitkritische Thema schnell umgesetzt werden kann.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Ende Schriftgießerei Gerstenberg im Haus der Industriekultur?</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/ende-schriftgiesserei-gerstenberg-im-haus-der-industriekultur/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2023 11:45:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Haus der Industriekultur betreibt Rainer Gerstenberg eine der letzten gewerblichen Schriftgießereien der Welt und bewahrt ein Jahrhunderte altes Handwerk vor dem Aussterben. Das Hessische Landesmuseum fordert jetzt plötzlich eine Räumung der Werkstatt. Das Museum]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Haus der Industriekultur betreibt Rainer Gerstenberg eine der letzten gewerblichen Schriftgießereien der Welt und bewahrt ein Jahrhunderte altes Handwerk vor dem Aussterben. Das Hessische Landesmuseum fordert jetzt plötzlich eine Räumung der Werkstatt. Das Museum hat dabei selbst keine Pläne für die Nutzung der Fläche. Es drohen Leerstand, Verfall und das Verschwinden eines traditionsreichen Handwerks.</strong></p>
<p>Hier werden noch Bleilettern wie vor 100 Jahren gegossen. Rainer Gerstenbergs Schriftgießerei in Darmstadt ist einer der letzten Orte weltweit, an dem das möglich ist. Im Haus der Industriekultur lebt dieses uralte Handwerk weiter – noch. Denn der traditionsreichen Schriftgießerei droht die Schließung.</p>
<p>Gemeinsam mit 20 Ehrenamtlichen betreibt Rainer Gerstenberg seit 1996 im dritten Stock des Gebäudes in der Kirchenallee seine gewerbliche Werkstatt. In der Setzerei und Druckerei finden sich zahlreiche historische Maschinen, Gussformen und Zubehör der handwerklichen Druckkunst. In der professionellen Schriftgießerei fertigt Gerstenberg Drucklettern in allen Sprachen für internationale Institutionen an. Darüber hinaus hat der Druckerei auch schon etliche Interessierte durch den museal-historischen Teil des Gebäudes geführt.</p>
<p>Die hier angewandte Technik reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, in die Zeit, in der Johannes Gutenberg den Buchdruck revolutionierte. Das 500 Jahre alte Kulturgut der handwerklichen Druckkunst hat die UNESCO 2018 in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen.</p>
<p>Der heute 76-jährige Gerstenberg kündigte Anfang des Jahres an, seinen Betrieb aus Altersgründen einschränken. Dabei äußerte er den Wunsch eine Nachfolge einzuarbeiten, um sein reichhaltiges Wissen weiterzugeben sowie die Werkstattausstattung als Schenk dem Hessischen Landesmuseum (HLMD) zu überlassen.</p>
<p>Das HLMD reagierte jedoch überraschend mit der Aufforderung, Gerstenberg müsse bis zum 31. Dezember seine Werkstatt räumen. Das wäre das Aus für eine der letzten gewerblichen Schriftgießereien der Welt. Weltweit wären Museumsdruckereien, für die Gesternbergswerkstatt mitunter die einzig verbleibende Anlaufstelle ist, in ihrer Existenz gefährdet.</p>
<p>Seit 2001 verwaltet das HLMD das Haus der Industriekultur als Außenstelle. An einem Tag der Woche (Dienstag, 10 bis 12 Uhr) ist nach Anmeldung hier der Besuch der „Abteilung für Schriftguss, Satz und Druckverfahren“ im Erdgeschoss möglich. Werbung hierfür wurde seitens des Museums schon vor langer Zeit eingestellt.</p>
<p>Der denkmalgeschützte viergeschossige Bau wurde 1906 im Auftrag des Hofmöbelfabrikanten Ludwig Alter als Fabrik vom Architekten Karl Klee errichtet. Bis 1985 wurde hier von der D. Stempel A.G. aus Frankfurt eine Schriftgießerei betrieben.</p>
<p>Anfang der 1990er gründete sich ein privater Verein. Dieser erwarb das Gebäude damals mit Unterstützung von öffentlichen Geldern des Landes Hessen und der Stadt Darmstadt für fünf Millionen Mark. Nach Umbau und Sanierung war der Verein jedoch zahlungsunfähig. Das Land Hessen übernahm das Gebäude. Fortan wurde dem HLMD die Verantwortung für die Immobilie als Außenstelle übertragen.</p>
<p>1996 hatte Gerstenberg mit dem Verein einen Mietvertrag für seine Werkstatt geschlossen. Seine Werkstatt konnte dieser trotz dem Wechsel der Eigentumsverhältnisse ohne Einschränkungen betreiben. 2003 wurde der ursprüngliche Mietvertrag aufgelöst. An seine Stelle trat ein mündlicher Vertrag mit dem HLMD. Mit der Aufforderung seine Werkstatt aufzulösen, wird auf Gerstenberg jetzt plötzlich und anlasslos hoher Druck ausgeübt. Dabei betont dieser stets, dass er gerne bereit seit Miet- und Nebenkosten zu zahlen und sogar einen Ausbildungsplatz – in Verantwortung des HLMD – zu betreuen.</p>
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<p>Fraglich ist, was nach der drohenden Räumung mit der Fläche passieren soll. Dr. Martin Faass, Direktor des HLMD, gibt zu, dass sein Haus keine Pläne für die Flächen der Werkstatt habe. Für die notwendige, aufwendige Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes stünden die nächsten 15 bis 20 Jahre keine Mittel zur Verfügung, heißt es von den Verantwortlichen. Die Folge wäre: Das Haus für Industriekultur würde nach dem Auszug Gerstenbergs einfach nur leer stehen und dem Verfall überlassen sein.</p>
<p>Mit einer <a href="https://www.change.org/p/erhalt-der-schriftgie%C3%9Ferei-gerstenberg-im-hik-darmstadt" target="_blank" rel="noopener">Petition machen derzeit tausende Unterstützer</a> auf die Bedeutung von Gerstenbergs Druckwerkstatt aufmerksam und hoffen auf ein Einlenken des HLMD sowie der politischen Entscheider in Stadt und Land.</p>
<p>Für die kommende Stadtverordnetenversammlung am 28. September 2023 haben wir nun als Fraktion Uffbasse einen Antrag eingereicht, der den Rauswurf von Gerstenbergs Werkstatt verhindern soll und handfeste Lösungen für das Haus der Industriekultur formuliert. Wir halten Euch auf dem Laufenden!</p>
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