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	Kommentare zu: Zweifelhafter ehrenkodex in der darmstädter tafel	</title>
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		<title>
		Von: Twitterlei der Woche 2009-04-26 : Claudia Troßmann		</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/zweifelhafter-ehrenkodex-in-der-darmstadter-tafel/#comment-1561</link>

		<dc:creator><![CDATA[Twitterlei der Woche 2009-04-26 : Claudia Troßmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 23:05:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[...] deren #Ehrenkodex bei #UffbasseDarmstadt http://www.uffbasse-darmstadt.de/?p=790 Ich halte von den org. Tafeln nichts. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] deren #Ehrenkodex bei #UffbasseDarmstadt <a href="http://www.uffbasse-darmstadt.de/?p=790" rel="ugc">http://www.uffbasse-darmstadt.de/?p=790</a> Ich halte von den org. Tafeln nichts. [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: jörg d.		</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/zweifelhafter-ehrenkodex-in-der-darmstadter-tafel/#comment-1557</link>

		<dc:creator><![CDATA[jörg d.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 20:09:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[ausse frankfurter rundschau vom 22.4.09

www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/darmstadt/1730632_Darmstaedter-Tafel-Kein-Essen-fuer-Prostituierte.htmlDarmstädter  Tafel

Kein Essen für Prostituierte

VON EVA MARIE STEGMANN

Eine Aussage von Doris Kappler, Vorsitzende der Darmstädter  Tafel, zieht Kreise: Mit dem Satz &quot;Das ist ein bestimmtes Klientel, das wir nicht wollen&quot; hatte Kappler gegenüber der Frankfurter Rundschau erklärt, warum die Prostituierten vom Straßenstrich in der Kirschenallee nicht in der Einrichtung für Bedürftige essen dürfen.

&quot;Wir sind über diese Aussage erschrocken&quot;, schreibt die linksalternative Fraktion Uffbasse dazu in einer Presseerklärung. &quot;In einer Gesellschaft, in der nur noch Leistung und Wohlstand zählen, scheint jeder jemanden zu brauchen, auf den er heruntersehen und dem er Verachtung und Ablehnung statt Verständnis zukommen lassen kann. Es darf keinen Ehrenkodex geben, der Menschen von einem Essen ausschließt.&quot; Gerade von der Darmstädter  Tafel erwarte die Fraktion, dass sie Betroffene integriere.

Der gemeinnützige Verein gibt von Montag bis Freitag für 50 Cent Mittagessen an Bedürftige aus. Dazu zählen Menschen, die auf Unterstützung des Staates angewiesen sind, und Obdachlose.

&quot;Wir bekommen auch Hartz IV, was sollen wir denn nun machen?&quot;, fragt eine der Prostituierten. Anfangs konnte auch sie zur Tafel kommen: &quot;Als wir eröffneten, durften die Damen hier essen oder mal einen Kaffee trinken&quot;, sagt Ursula Summer, Wirtschafterin bei der Darmstädter  Tafel. Dann sei es aber zu Einbrüchen gekommen, die Prostituierten hätten die Toiletten massiv mit Dreck und Spritzen verschmutzt und sich nach Kundenkontakten dort immer wieder frisch gemacht. &quot;Ein Normalbürger kann nicht mehr auf die Toilette, wenn da vorher so jemand drauf war&quot;, sagt Summer.

Neben den Frauen sei ein weiteres Problem das Klientel, das sie anzögen, sagt Summer, nämlich: Zuhälter, Freier und Kleindealer. In die Darmstädter  Tafel würden jedoch viele Mütter ihre Kinder mitbringen. Summer: &quot;Es ist unzumutbar, dass die mit Prostituierten und ihren Freiern zu Mittag essen sollen.&quot; Sie wolle niemanden ausschließen, sagt die Tafel-Vorsitzende Kappler. &quot;Aber das passt einfach nicht.&quot;

Nicht über einen Kamm scheren

Wer sich nicht an die Regeln hält, fliegt - das unterstützt auch der Uffbasse-Fraktionschef Jörg Dillmann. Aber: &quot;Man darf nicht alle Prostituierten über einen Kamm scheren und so einen ganzen Stand diskriminieren.&quot; Sinnvoller sei es, nur den Frauen Hausverbot zu erteilen, die wiederholt auffielen. Sicherlich gebe es auch Alkoholiker, die gemaßregelt würden, sagt Dillmann. &quot;Doch werden deswegen alle von ihnen per se ausgeschlossen?&quot;

Auch der CDU-Stadtverordnete Peter Mayer ist der Meinung, die Tafel solle nicht mit zweierlei Maß messen.

Dem Sozialdezernenten Jochen Partsch (Grüne) ist das Problem bekannt, dass die Straßenprostituierten keine Toiletten oder Räume zum Frischmachen haben. Ein runder Tisch arbeite derzeit an einer Lösung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ausse frankfurter rundschau vom 22.4.09</p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/darmstadt/1730632_Darmstaedter-Tafel-Kein-Essen-fuer-Prostituierte.htmlDarmstädter" rel="nofollow ugc">http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/darmstadt/1730632_Darmstaedter-Tafel-Kein-Essen-fuer-Prostituierte.htmlDarmstädter</a>  Tafel</p>
<p>Kein Essen für Prostituierte</p>
<p>VON EVA MARIE STEGMANN</p>
<p>Eine Aussage von Doris Kappler, Vorsitzende der Darmstädter  Tafel, zieht Kreise: Mit dem Satz &#8222;Das ist ein bestimmtes Klientel, das wir nicht wollen&#8220; hatte Kappler gegenüber der Frankfurter Rundschau erklärt, warum die Prostituierten vom Straßenstrich in der Kirschenallee nicht in der Einrichtung für Bedürftige essen dürfen.</p>
<p>&#8222;Wir sind über diese Aussage erschrocken&#8220;, schreibt die linksalternative Fraktion Uffbasse dazu in einer Presseerklärung. &#8222;In einer Gesellschaft, in der nur noch Leistung und Wohlstand zählen, scheint jeder jemanden zu brauchen, auf den er heruntersehen und dem er Verachtung und Ablehnung statt Verständnis zukommen lassen kann. Es darf keinen Ehrenkodex geben, der Menschen von einem Essen ausschließt.&#8220; Gerade von der Darmstädter  Tafel erwarte die Fraktion, dass sie Betroffene integriere.</p>
<p>Der gemeinnützige Verein gibt von Montag bis Freitag für 50 Cent Mittagessen an Bedürftige aus. Dazu zählen Menschen, die auf Unterstützung des Staates angewiesen sind, und Obdachlose.</p>
<p>&#8222;Wir bekommen auch Hartz IV, was sollen wir denn nun machen?&#8220;, fragt eine der Prostituierten. Anfangs konnte auch sie zur Tafel kommen: &#8222;Als wir eröffneten, durften die Damen hier essen oder mal einen Kaffee trinken&#8220;, sagt Ursula Summer, Wirtschafterin bei der Darmstädter  Tafel. Dann sei es aber zu Einbrüchen gekommen, die Prostituierten hätten die Toiletten massiv mit Dreck und Spritzen verschmutzt und sich nach Kundenkontakten dort immer wieder frisch gemacht. &#8222;Ein Normalbürger kann nicht mehr auf die Toilette, wenn da vorher so jemand drauf war&#8220;, sagt Summer.</p>
<p>Neben den Frauen sei ein weiteres Problem das Klientel, das sie anzögen, sagt Summer, nämlich: Zuhälter, Freier und Kleindealer. In die Darmstädter  Tafel würden jedoch viele Mütter ihre Kinder mitbringen. Summer: &#8222;Es ist unzumutbar, dass die mit Prostituierten und ihren Freiern zu Mittag essen sollen.&#8220; Sie wolle niemanden ausschließen, sagt die Tafel-Vorsitzende Kappler. &#8222;Aber das passt einfach nicht.&#8220;</p>
<p>Nicht über einen Kamm scheren</p>
<p>Wer sich nicht an die Regeln hält, fliegt &#8211; das unterstützt auch der Uffbasse-Fraktionschef Jörg Dillmann. Aber: &#8222;Man darf nicht alle Prostituierten über einen Kamm scheren und so einen ganzen Stand diskriminieren.&#8220; Sinnvoller sei es, nur den Frauen Hausverbot zu erteilen, die wiederholt auffielen. Sicherlich gebe es auch Alkoholiker, die gemaßregelt würden, sagt Dillmann. &#8222;Doch werden deswegen alle von ihnen per se ausgeschlossen?&#8220;</p>
<p>Auch der CDU-Stadtverordnete Peter Mayer ist der Meinung, die Tafel solle nicht mit zweierlei Maß messen.</p>
<p>Dem Sozialdezernenten Jochen Partsch (Grüne) ist das Problem bekannt, dass die Straßenprostituierten keine Toiletten oder Räume zum Frischmachen haben. Ein runder Tisch arbeite derzeit an einer Lösung.</p>
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		Von: UFFBASSE		</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/zweifelhafter-ehrenkodex-in-der-darmstadter-tafel/#comment-1553</link>

		<dc:creator><![CDATA[UFFBASSE]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 19:38:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[FR 21.4.2009  
&lt;strong&gt;Eine neues Gemüsehaus für die Tafel&lt;/strong&gt;

Die Armut wächst – das zeigt die Anzahl der ausgegebenen Essen

Von Eva Marie Stegmann

In dem 25 Quadratmeter großen Raum stapeln sich grüne Kisten voller Auberginen, Äpfel, Ananas und Avocados. Es riecht frisch gestrichen und nach Holz im neuen Gemüsehaus auf dem Gelände der Darmstädter  Tafel. “Endlich können wir unser Gemüse richtig lagern”, sagt Doris Kappler, die Vorsitzende der Darmstädter  Tafel. Bisher war es im Eingangsbereich untergebracht. Unhygienisch und nicht gerade einbruchsicher.

Das neue Gemüsehaus lässt sich abschließen, ist sauber und gut durchlüftet. Finanziert wurde es komplett über Spenden an den gemeinnützigen Verein.

“Die Unterstützung der Bürger ist das, was die Tafel am Leben hält”, sagt Kappler. Es geht nicht nur um die finanziellen Zuschüsse von privater und städtischer Seite und um die Nahrungsspenden großer Supermärkte. Kappler meint vor allem auch die Arbeit von knapp 30 ehrenamtlichen Helfern. Seit 1995 besteht die Darmstädter  Tafel und ist eine von 800 Tafeln deutschlandweit.

Allein 2008 haben die Mitarbeiter 17 000 Mittagessen für einen Beitrag von jeweils 50 Cent ausgegeben. Im Vergleich dazu waren es 2006 nur 12 500. “Für uns ein Erfolg, doch für die Lage der Bedürftigen ist es furchtbar”, sagt Kappler. Denn die steigenden Zahlen sind vor allem eines: ein Indikator für wachsende Armut.

&lt;strong&gt;Verarmung kann allen passieren&lt;/strong&gt;

“Durch Massenarbeitslosigkeit und schlechte Hartz IV-Gesetze wird das Problem größer und größer”, sagt Stadtrat und Sozialdezernent Jochen Partsch (Grüne). Dass Bürgerinitiativen wie die Tafel versuchten, das Problem aufzufangen, sei erfreulich, doch eigentlich sei das Aufgabe des Staates. “Die Tafel ist eine Reaktion auf nicht ausreichende Armutsbekämpfung”, sagt er.

Die neuen Hartz IV-Gesetze seien schuld daran, so der Sozialdezernent, dass Armut jedem – nicht nur den unteren Schichten – drohen könne. “Vor allem für ehemaligen Mittelschichtler ist es eine Überwindung zur Tafel zu kommen”, sagt Kappler. Denn das sei die Öffentlichmachung der eigenen Armut. Zur Tafel darf nämlich nur, wer auf staatliche Unterstützung angewiesen ist.

Im Falle der Tafel beginnen diese wenige Meter vor dem Hauseingang – an der Ecke Bismarck-/Feldberstraße: Zwei Frauen stehen dort, abgemagert, sie sehen von weitem fast wie Kinder aus. Wären da nicht die tiefen Falten in ihren Gesichtern. “Auch wir bekommen Hartz IV”, sagt die Prostituierte Linda K. “Doch die Leute von der Tafel haben uns verboten, dort zu essen.” Doris Kappler bestätigt dies: “So arm die Leute, die zu uns kommen, sind, einen gewissen Ehrenkodex haben sie.”]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FR 21.4.2009<br />
<strong>Eine neues Gemüsehaus für die Tafel</strong></p>
<p>Die Armut wächst – das zeigt die Anzahl der ausgegebenen Essen</p>
<p>Von Eva Marie Stegmann</p>
<p>In dem 25 Quadratmeter großen Raum stapeln sich grüne Kisten voller Auberginen, Äpfel, Ananas und Avocados. Es riecht frisch gestrichen und nach Holz im neuen Gemüsehaus auf dem Gelände der Darmstädter  Tafel. “Endlich können wir unser Gemüse richtig lagern”, sagt Doris Kappler, die Vorsitzende der Darmstädter  Tafel. Bisher war es im Eingangsbereich untergebracht. Unhygienisch und nicht gerade einbruchsicher.</p>
<p>Das neue Gemüsehaus lässt sich abschließen, ist sauber und gut durchlüftet. Finanziert wurde es komplett über Spenden an den gemeinnützigen Verein.</p>
<p>“Die Unterstützung der Bürger ist das, was die Tafel am Leben hält”, sagt Kappler. Es geht nicht nur um die finanziellen Zuschüsse von privater und städtischer Seite und um die Nahrungsspenden großer Supermärkte. Kappler meint vor allem auch die Arbeit von knapp 30 ehrenamtlichen Helfern. Seit 1995 besteht die Darmstädter  Tafel und ist eine von 800 Tafeln deutschlandweit.</p>
<p>Allein 2008 haben die Mitarbeiter 17 000 Mittagessen für einen Beitrag von jeweils 50 Cent ausgegeben. Im Vergleich dazu waren es 2006 nur 12 500. “Für uns ein Erfolg, doch für die Lage der Bedürftigen ist es furchtbar”, sagt Kappler. Denn die steigenden Zahlen sind vor allem eines: ein Indikator für wachsende Armut.</p>
<p><strong>Verarmung kann allen passieren</strong></p>
<p>“Durch Massenarbeitslosigkeit und schlechte Hartz IV-Gesetze wird das Problem größer und größer”, sagt Stadtrat und Sozialdezernent Jochen Partsch (Grüne). Dass Bürgerinitiativen wie die Tafel versuchten, das Problem aufzufangen, sei erfreulich, doch eigentlich sei das Aufgabe des Staates. “Die Tafel ist eine Reaktion auf nicht ausreichende Armutsbekämpfung”, sagt er.</p>
<p>Die neuen Hartz IV-Gesetze seien schuld daran, so der Sozialdezernent, dass Armut jedem – nicht nur den unteren Schichten – drohen könne. “Vor allem für ehemaligen Mittelschichtler ist es eine Überwindung zur Tafel zu kommen”, sagt Kappler. Denn das sei die Öffentlichmachung der eigenen Armut. Zur Tafel darf nämlich nur, wer auf staatliche Unterstützung angewiesen ist.</p>
<p>Im Falle der Tafel beginnen diese wenige Meter vor dem Hauseingang – an der Ecke Bismarck-/Feldberstraße: Zwei Frauen stehen dort, abgemagert, sie sehen von weitem fast wie Kinder aus. Wären da nicht die tiefen Falten in ihren Gesichtern. “Auch wir bekommen Hartz IV”, sagt die Prostituierte Linda K. “Doch die Leute von der Tafel haben uns verboten, dort zu essen.” Doris Kappler bestätigt dies: “So arm die Leute, die zu uns kommen, sind, einen gewissen Ehrenkodex haben sie.”</p>
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