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	<title>Kultur &#8211; UFFBASSE!</title>
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	<title>Kultur &#8211; UFFBASSE!</title>
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		<title>Partys im Park: Jugendarbeit statt Vorhängeschloss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2021 11:01:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kinder/Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Herrngarten]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Vorhängeschloss ist keine Form von politischem Gestaltungswillen, sondern eine Kapitulation. Der aktuelle Umgang der Stadt mit jungen Menschen offenbart vor allem eines: Verantwortlichen fehlt jegliche Perspektive für konstruktive Lösungen. Im September 2020 wurde die]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Vorhängeschloss ist keine Form von politischem Gestaltungswillen, sondern eine Kapitulation. Der aktuelle Umgang der Stadt mit jungen Menschen offenbart vor allem eines: Verantwortlichen fehlt jegliche Perspektive für konstruktive Lösungen.</strong></p>
<p>Im September 2020 wurde die Orangerie in Reaktion auf „Lärm, Vermüllung und Zerstörung“ durch „zumeist jüngere Feiernde“, so die Wissenschaftsstadt Darmstadt, zwischen 23 und 6 Uhr erstmals verriegelt. Zu Beginn der warmen Sommermonate wiederholte sich diese Maßnahme Ende Mai 2021. Die Tore des beliebten Parks in Bessungen bleiben in der Nacht zu. Dafür sorgt ein von der Stadt bestellter, privater Sicherheitsdienst.</p>
<p>Doch zu glauben, mit der Sperrung der Orangerie Feiern und Lärm abzuschalten, ist illusorisch. Das Geschehen verlagert sich lediglich. Der Wegfall des einen Ortes etabliert neue Treffpunkte. Wie dieser Irrweg ins Leere führt zeigt sich tagesaktuell: Die örtliche Presse berichtet jüngst von Feiernden im Herrngarten, die bis in den Morgen für erhöhte Lautstärke sorgten. Wird jetzt auch der Herrngarten dicht gemacht?</p>
<p>Ob Basketballplatz, Pausenhof, Jugendtreff, Vereinssport, Proberaum, Kneipe, Club, Konzert – seit mehr als einem Jahr ist vor allem das jugendliche Leben drastisch eingeschränkt. Die sozial-kulturellen Bedürfnisse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen lassen sich jedoch nicht ewig ausbremsen. Kein Wunder, dass jetzt in Ermangelung an Treffpunkten die wenigen verbleibenden Orte im Freien vereinnahmt werden.</p>
<p>Dass dies Reibungen auslöst, ist dabei mitunter auch die Konsequenz einer Entwicklung des städtischen Raum, der von massiver baulicher Verdichtung sowie dem Zurückdrängen von öffentlichem, freiem Raum zu Gunsten von Kapitalinteressen (Beispiel: der seelenlose Friedensplatz) geprägt ist.</p>
<p>Wie lassen sich diese Nutzungskonflikte auflösen? Wir wollen an dieser Stelle über den konzeptionellen Horizont des Vorhängeschlosses hinausgehen und zwei zentrale Ebenen der Problemlage fokussieren.</p>
<p>Von Verpackungsresten gezeichnete Grünanlagen sind kein Novum, eher ein leidiges Phänomen unserer Zeit. Die Verursacher*innen lassen sich in allen Altersgruppen ausmachen. Gleichzeitig ist ein Anstieg des Müllaufkommens auch die Folge der politisch forcierten Verlagerung von Gastronomie auf das To-Go-Geschäft in Zeiten der Pandemie. Fast alle gängigen Müllbehälter im Stadtraum, in Parks und Grünanlagen quellen jedoch bereits nach ein, zwei entsorgten Pizza-Kartons über. Unmittelbare Abhilfe würde das Installieren von größeren Müllbehältern schaffen. Eine ergänzende Intensivierung der Reinigungsintervalle in den Sommermonaten würde den Effekt verstärken.</p>
<p>In der Kommunikation mit jungen Menschen müssen neue Zugänge geschaffen werden.  Zum Beispiel um präventiv auf den Stellenwert der Nachtruhe für Anwohner*innen hinzuweisen.  Gerade wenn andere kulturelle, private und zivilgesellschaftliche Akteure pandemiebedingt weniger wirken, ist die Kommune als Impulsgeber besonders gefragt!</p>
<p>Ausgelassenes Zusammenkommen findet derzeit verstärkt abseits institutionalisierter Adressen (Kneipe, Club, Verein, Jugendzentrum …) statt und wird sich in dieser Form und Dynamik auch nicht örtlich binden lassen. Unverbindlich, frei, selbstbestimmt, unter Gleichaltrigen Zeit zu verbringen und identitätsstiftende Momente zu erlebe – das lässt sich nur begrenzt in Bahnen lenken. Aber keinesfalls unterbinden oder restriktiv regulieren. So verzichtet auch die örtliche Polizei weitestgehend auf Versuche die Zusammenkünfte aufzulösen. Eher wird Zurückhaltung und Deeskalation geübt.</p>
<p>Das Phänomen von „nomadisierenden“ Jugendlichen abseits bestehender Angebotsstrukturen ist dabei kein gänzlich Neues. Anknüpfen lässt sich dabei an das bereits 2004 in Kranichstein gestartete Projekt <a href="https://jugendarbeit-in-europa.de/rope2016/index.php/v-i-p-eers" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„V.I.P.eers“ (Very Important Peers)</a>. Jugendliche und junge Erwachsene (mit entsprechendem Training) aus dem Quartier suchen hier statt Sozialarbeiter*innen den Kontakt zu Gleichaltrigen, um enge, tragfähige Beziehungen aufzubauen. Auf Augenhöhe, konfliktarm. Derzeit sind die „V.I.P.eers“ in der Trägerschaft des Ökumenischen Gemeindezentrums Kranichstein eingebunden. Mit dem Polizeipräsidium Südhessen wird offiziell kooperiert.</p>
<p>Ohne als Moralapostel aufzutreten, gelingt es dem Team zwischen Konfliktparteien zu vermitteln und bei Jugendlichen für Rücksichtnahme zu sensibilisieren. Das Projekt ist mittlerweile mehrfach ausgezeichnet geworden, wird jedoch nur von wenigen Ehrenamtlichen realisiert. Der stadtweite Wirkungsgrad ist daher überschaubar. Wieso werden Ressourcen und Mittel nicht ausgebaut? Das bereits bewährte Modell kann als Schablone für eine Ausweitung und Neuausrichtung der kommunalen Jugendarbeit dienen, die aus ihren stationären Einrichtungen ausschwärmt, ausfächert, um flexibel und zielgerichtet wirken zu können. Insbesondere in Krisenzeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Foto: Lapping auf Pixabay</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kultur trotz(t) Pandemie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2021 08:04:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
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					<description><![CDATA[Zur Situation der Kulturschaffenden in der Pandemie &#8211; ein Gastbeitrag von Kai Schuber-Seel &#160; Hi liebe Menschen, Uffbasse hat einen Aufruf gestartet, wie es uns Kulturmacher*innen in dieser schweren Zeit so geht und ich habe]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zur Situation der Kulturschaffenden in der Pandemie &#8211; ein Gastbeitrag von Kai Schuber-Seel</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Hi liebe Menschen,</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Uffbasse hat einen Aufruf gestartet, wie es uns Kulturmacher*innen in dieser schweren Zeit so geht und ich habe mir meine Gedanken gemacht. </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Erst einmal zu mir: Ich heiße Kai Schuber-Seel. Ich mache beruflich seit 12 Jahren Kultur. Ich bin ein Theatermacher. Ich arbeite hauptsächlich für die Freie Szene Darmstadt e.V. als Theaterpädagoge (BuT) und freier Regisseur, aber auch als Moderator. Außerdem mag ich es sehr im öffentlichen Raum kulturelle Aktionen zu initiieren und Netzwerkarbeit zu betreiben.<br />
Ich möchte mit meinen Kulturangeboten etwas bewegen. Themen ansprechen, die die Gesellschaft bewegt und das große Ganze mitgestalten und mitbestimmen. </span></span><span id="more-11110"></span></p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Arial, sans-serif">Aktuell suchen wir Barrierechecker für „Alles inklusive?!“ Ein Darmstädter Festival vom 27. April bis 17. Mai 2021. Siehe Ausschreibung. Außerdem probe ich seit mehreren Monaten digital mit meinem Ensemble von Achterbahn, Theater trifft Borderline. Es ist der künstlerische Teil vom Trialog Darmstadt in Kooperation mit theatermacher e.V. Zweimal wurde bereits die Premiere verlegt. </span><span style="font-family: Arial, sans-serif">Ab Mitte Ma?rz wollen wir wieder live proben. Das mu?ssen wir auch. Die U?berga?nge, Abla?ufe ko?nnen nicht am Rechner gemacht und das Stück kann sonst nicht live aufgeführt werden.<br />
Des Weiteren bin ich Workshopleiter beim internationalen Theaterfestival Starke Stücke zuhause, vom 4. bis zum 15. März 2021.<br />
Was ich gerade auch noch akribisch vorbereite ist Darmstadt Speakers – Die Show. Die im Mai und Juni laufen soll. Dieses Mal nicht wie im letzten Sommer an öffentlichen Plätzen, sondern dezentral in vier verschieden Quartieren.</span></span></span></p>
<p>Kulturschaffende haben was zu sagen! Gerade in der aktuellen Situation!<br />
Die Projekte hören sich alle toll an, wenn sie stattfinden können. Ich hatte theoretisch auch einige digitale Workshops, aber sie wurden leider nicht angenommen.<br />
Wenn meine Theaterjobs nicht stattfinden, gibt es auch kein Geld. Und was für mich genauso schlimm ist: Das Ganze darf nicht umgesetzt werden. Das Ganze, was wir organisieren. Das Ganze, für das wir unsere Leidenschaft geben. Das Ganze für das wir diesen Job machen!</p>
<p>Komplett alles auf die Kunst zu setzen, das habe ich mir noch nie getraut.<br />
Ich habe zwei kleine Kinder und dadurch viel Verantwortung. Seit dem 1.November 2019 habe ich eine halbe Stelle bei der Evangelischen Kirche Dekanat-Stadt als Jugendkulturarbeiter im Jugendhaus *huette.</p>
<p><span style="color: #0000ff"><u><a href="https://evangelisches-darmstadt.de/darmstadt-stadt/arbeitsbereiche/kinder-und-jugendarbeit/offene-kinder-und-jugendarbeit/jugendkulturarbeit.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif">https://evangelisches-darmstadt.de/darmstadt-stadt/arbeitsbereiche/kinder-und-jugendarbeit/offene-kinder-und-jugendarbeit/jugendkulturarbeit.html</span></a></u></span></p>
<p>Dieser Job macht mir sehr viel Spaß und außerdem gibt er mir die finanzielle Sicherheit, die wir als Familie brauchen.</p>
<p>Klar dachte ich auch schon mal: Komm riskiere es doch! Gut, dass ich es nicht gemacht habe. Ich dachte zwar nicht, dass eine Pandemie so bald kommen wird, aber mir war auch immer klar, dass externe Faktoren auftauchen können, die ich nicht beeinflussen kann und die dafür sorgen können, dass ich meine Freiberuflichkeit nur beschränkt nachgehen kann.</p>
<p><a name="_GoBack"></a> <span style="font-family: Times New Roman, serif"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Arial, sans-serif">Und diese externen Faktoren sind da! Und andere Menschen entscheiden darüber, wie und wann es weitergeht. Und wir haben keine Planungssicherheit. Und wir haben keine Klarheit. Und es gibt so viel Willkür…</span></span></span></p>
<p>Corona ist heftig! Wir brauchen Unterstützung. Vor allem die Menschen, die die Pandemie komplett überrollt. Egal ob Kulturbranche oder andere Arbeitsschwerpunkte.</p>
<p>In der Pandemie niemals aufgeben!</p>
<p>Ich finde es toll, dass es für Leute für mich Unterstützung mit Hilfe von Stipendien gibt. Ich habe <span style="color: #000000"><span style="font-family: Arial, sans-serif">von der </span></span><span style="color: #0000ff"><a href="https://www.wir-fuer-kultur.de/"><span style="color: #000000"><span style="font-family: Arial, sans-serif">Initiative “Wir für Kultur”</span></span></a></span><span style="color: #000000"><span style="font-family: Arial, sans-serif"> der HEAG Kulturfreunde ein kleines Stipendium bekommen und auch ein Arbeitsstipendien – „Übergang meistern“ der Hessischen Kulturstiftung vom</span></span> <span style="color: #000000"><span style="font-family: Arial, sans-serif">Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst</span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif">.</span></p>
<p>Hieraus entstand meine oben angesprochene performative Arbeit im öffentlichen Raum, Darmstadt Speakers: <span style="color: #0000ff"><u><a href="https://www.youtube.com/watch?v=aS5c-AFYmWo" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif">https://www.youtube.com/watch?v=aS5c-AFYmWo</span></a></u></span></p>
<p>Sie hatte eine starke Außenwirkung, hat die Menschen auf Abstand zusammengebracht und viele andere Künstler*innen mit ins Boot geholt.<br />
Es war ein solidarischer Akt für die Kulturszene in Darmstadt. Und auch das muss jeden Tag sein! Es darf nicht nur um die eigenen Jobs, Aktionen und Projekte gehen. Ich werbe fast täglich auch für meine Kolleg*innen, unterstütze Ihre Arbeit und freue mich über Ihre Kreativität in dieser schweren Zeit.</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman, serif"><span style="font-size: medium"><span style="font-family: Arial, sans-serif">Ich habe auch das Projektstipendium „Hessen innovativ neu eröffnen“ für Solokünstler*innen von der Hessischen Kulturstiftung vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst bekommen. Auch hier ist es mir wichtig, mit dem Projekt nicht nur etwas für mich zu machen, sondern auch für weitere Künstler*innen und die Gesellschaft.<br />
Stadtteilübergreifend werde ich wie oben angerissen im Mai/Juni 2021 eine Darmstadt Speakers Show in unterschiedlichen Darmstädter Quartieren mit Kooperationspartner*innen und Künstler*innen umsetzen.<br />
</span><span style="font-family: Arial, sans-serif">Mehr über mich, meine Kontaktdaten und meine Projekte unter: </span><span style="color: #0000ff"><u><a href="https://www.kaischuberseel.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-family: Arial, sans-serif">https://www.kaischuberseel.de/</span></a></u></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Liebe Grüße </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial, sans-serif"><span style="font-size: medium">Kai</span></span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Gemeinsam solidarisch – für Kultur</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/gemeinsam-solidarisch-fuer-kultur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2020 11:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Unterstützung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die freie Kulturszene leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum lebendigen und sozialen Miteinander unserer Stadt. Durch die Pandemie sind zahlreiche Darmstädter Kultur- und Kunstschaffende besonders stark betroffen – und auf Solidarität angewiesen. Helft mit, die Freie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die freie Kulturszene leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum lebendigen und sozialen Miteinander unserer Stadt. Durch die Pandemie sind zahlreiche Darmstädter Kultur- und Kunstschaffende besonders stark betroffen – und auf Solidarität angewiesen.</p>
<p>Helft mit, die Freie Szene Darmstadts durch die Krise zu bringen und in ihrer Vielfalt zu bewahren! Lokale Künstler*innen, Bands, Theater, Clubs, Bühnen, Spielstätten und Solo-Selbstständige aus der Branche brauchen jetzt unsere und Eure Unterstützung.</p>
<p>Eure Lieblingsläden, Bands und Künstler*innen freuen sich von Euch zu hören, schaut nach Spendenaufrufen, Gutscheinen, Online-Aufführungen, Podcasts oder kauft mal wieder eine Platte.</p>
<p>Und wir machen uns auf dem <a href="http://www.uffbasse-darmstadt.de/corona-unterstuetzungsfonds-fuer-die-freie-kulturszene/">politischen Weg</a> weiter stark.</p>
<p><strong>An alle Kulturschaffenden:</strong> Meldet Euch bei uns! Wie kommt Ihr durch die Pandemie? Wir wollen helfen, Eure individuellen Situationen sichtbar zu machen!</p>
<p>Kontakt: <a href="mailto:infobasse@gmx.de">infobasse@gmx.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die <a href="https://www.wir-fuer-kultur.de/">Initiative &#8222;Wir für Kultur&#8220;</a> der HEAG Kulturfreunde vergibt unbürokratische Stipendien, um Darmstädter Kunst und Kultur in der Krise zu unterstützen. Gesucht sind sowohl Spendengelder als auch Anträge für neue Förderprojekte.</p>
<p>Eine Übersicht zu Förder- und Hilfsprogrammen von Bund und Land sowie auf kommunaler Ebene findet Ihr in <a href="https://www.p-stadtkultur.de/neustart-kultur/">diesem Artikel des P Stadtkulturmagazins</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Titelgrafik: André Liegl</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Thorsten Nagelschmidt liest aus „Arbeit“</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/thorsten-nagelschmidt-liest-aus-arbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2020 11:02:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Centralstation]]></category>
		<category><![CDATA[Lesung]]></category>
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					<description><![CDATA[In elf Episoden verwebt Thorsten Nagelschmidt in seinem neuesten Roman Portraits, die unter den Eindrücken von Corona unfreiwillig ganz besondere Relevanz erfahren. Das vierte Werk des Autors, der bis vor ein paar Jahren noch unter]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>In elf Episoden verwebt Thorsten Nagelschmidt in seinem neuesten Roman Portraits, die unter den Eindrücken von Corona unfreiwillig ganz besondere Relevanz erfahren.</strong></p>



<p>Das vierte Werk des Autors, der bis vor ein paar Jahren noch unter dem Pseudonym „Nagel“ wirkte und mittlerweile auch wieder für seine Punk-Band Muff Potter singt und Gitarre spielt, hat Berlin zum Schauplatz. Genauer: das rauschhafte Nachtleben der Hauptstadt.</p>



<p>An diesem Sehnsuchtsort wirft „Arbeit“ das Licht jedoch nicht auf die bereits viel beschriebenen glamourösen Akteure des Kulturlebens also DJs, Künstler*innen und Musiker*innen, sondern auf vermeintliche Randfiguren. Auf einen Taxifahrer, Sozialarbeiter, Türsteher, eine Rettungssanitäterin, eine Lieferservice-Kurierin … Menschen, die das Feiern überhaupt erst möglich machen. Menschen, die arbeiten, während sonst niemand arbeitet.</p>



<p>„Ich glaube, dass sich durch die durchschnittliche Zwölfstundenschicht eines Taxifahrers oder einer Notfallsanitäterin mehr über eine Stadt erzählen lässt, als durch Drei-Tage-Wach in einem angesagten Club“, erklärt der Autor, der mit seinen Protagonist*innen zentrale sozialökonomische Schieflagen unserer Gesellschaft abbildet.</p>



<p>„Als ich in den Nullerjahren nach Berlin zog hieß es noch, dort würde niemand arbeiten, da würden alle nur feiern. Mal abgesehen davon, dass die Stadt immer teurer und normaler wird, war das damals schon eine sehr verkürzte und ignorante Aussage, die viel über die Wahrnehmung oder Nichtwahrnehmung von Privilegien und Klassenstrukturen in diesem Land aussagt. Oft wird vergessen, dass man sich auch das Feiern in den coolen Clubs erst einmal leisten können muss. Nicht nur finanziell, sondern auch gesundheitlich, durch die »richtige« Herkunft oder Hautfarbe oder durch das Erlernen der richtigen Codes, um es am Türsteher vorbei zu schaffen.“</p>



<p>Erschienen ist „Arbeit“ im Frühjahr kurz nach dem Corona-Lockdown, der dem wuseligen Geschehen der 336 Seiten plötzlich zusätzliche Bedeutung zukommen ließ. Mit dem Sichtbarmachen derer, die die Infrastruktur des Nachtlebens, Kulturlebens und Alltags aufrechterhalten, greift der Roman der Debatte zur Systemrelevanz von Berufen, zu der sich die breite Öffentlichkeit scheinbar erst angesichts leergeräumter Klopapier-Regale hinreißen ließ, klug geschrieben vorweg.</p>



<p>Am 30. Juni 2020, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), stellt Thorsten Nagelschmidt in der <a href="https://www.centralstation-darmstadt.de/event/8905001/von-0-auf-100-thorsten-nagelschmidt-arbeit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Centralstation</a> „Arbeit“ persönlich vor. Einlass gibt’s an der Abendkasse für 8 Euro (ermäßigt 6 Euro).</p>



<p>Eine sehr gelungene Rezension findet Ihr bei der Süddeutschen Zeitung:</p>



<p><a href="https://www.sueddeutsche.de/kultur/roman-runterkommen-1.4910482">https://www.sueddeutsche.de/kultur/roman-runterkommen-1.4910482</a></p>
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