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	<title>15 Mio &#8211; UFFBASSE!</title>
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	<description>Fraktion Darmstadt</description>
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		<title>Warum Uffbasse kein Kunstdepot für 15 Mio. Baukosten in Darmstadt unterstützt &#8211; Ergänzungsantrag zu  MV 2020/0370 &#8211; Neubau Kunstdepot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Uffbasse]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2021 09:45:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Darmstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[15 Mio]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstdepot]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstsammlung]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Kunstsammlung macht nur Sinn, wenn die Kunstgegenstände öffentlich gezeigt werden und nicht in irgendeinem Depot verschwinden. Darum unterstütz Uffbasse kein Kunstdepot für 15 Millionen Baukosten  in Darmstadt. Die Kosten der Lagerung der städt. Kunstsammlung müssen durch Erlöse gedeckt werden, die mit der Kunstsammlung erwirtschaftet werden. Das gilt insbesondere für die Finanzierungskosten für den Bau sowie die laufenden Betriebskosten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Von Kerstin Lau</em></p>
<p>Eine Kunstsammlung macht nur Sinn, wenn die Kunstgegenstände öffentlich gezeigt werden und nicht in irgendeinem Depot verschwinden. Die Bürger*innen bezahlen für diese Kunstsammlung, also haben sie auch das Recht, die Bilder zu sehen. Auch die Künstler*innen selbst haben die Bilder und Kunstgegenstände bestimmt nicht zur Aufbewahrung in einem Kunstdepot geschaffen. Deshalb sollen die verbleibenden Bilder in allen städtisch genutzten Gebäuden egal ob im Eigentum oder angemietet (Verwaltung, Darmstadtium, Galerien, Museen,Tochtergesellschaften der Stadt etc) aufgehängt bzw. ausgestellt werden. Weiterhin sind die Bilder auch Hotels und Unternehmen anzubieten. Diese nutzen häufig das Mieten bzw. Leasing von Kunstgegenständen, um eine Abwechslung in ihre Innengestaltung zu kriegen.</p>
<p>So würde aus der bislang ausschließlich kostenintensiven Kunstsammlung tatsächlich eine Bereicherung für die Bevölkerung. Und Darmstadt würde vielleicht wieder ein bisschen mehr zur „Stadt der Künste“.</p>
<p>Statt dessen plant die Stadt den Bau eines 15 Millionen teuren Kunstdepots.</p>
<p>Aber was ist denn eigentlich diese Kunstsammlung der Stadt Darmstadt? Sie besteht aus ca. 30.000 gesammelten Gemälden und Gegenständen von jungen und aufstrebenden Kunstschaffenden aus Darmstadt und der Region und vor allem aber auch aus Schenkungen, bei denen die Hinterbliebenen nicht so genau wussten, was sie mit den mehr oder weniger wertvollen Kunstgegenständen ihrer Lieben anfangen sollen.</p>
<p>Der ideelle und künstlerische Wert der Kunstsammlung ist unklar, ihr materieller Wert wird auf ca. 4 Mio Euro geschätzt. Allerdings gibt über den Wert keine Gutachten, weil die Beauftragung eines solchen Gutachtens lt. Aussage des Magistrats zu teuer wäre.</p>
<p>Die Lagerkosten für die Kunstsammlung sind aktuell sehr hoch, doch weder die derzeitigen Lagerkosten für die Kunstsammlung noch die künftigen sind in der Vorlage benannt. Kalkuliert wird mit einer Jahresmiete von ca. 900.000 Euro, d.h.  bei einer Anmietung würden die kumulierten Mietzahlungen nach 17 Jahren die geschätzten Kosten für den Bau übersteigen. Deshalb möchte die Stadt das Kunstdepot für 15 Mio Euro bauen. Allerdings sind die Folgekosten des Kunstdepots nicht kalkuliert.</p>
<p>Die bisherigen der Lagerung und geplanten Kosten für das Kunstdepot zeigen, dass die öffentliche Hand die Folgekosten dieser Schenkungen nicht tragen kann. Zukünftige Schenkungen sollten deshalb unserer Meinung nach nur angenommen werden, wenn der Wert des Bildes durch ein Gutachten erkennbar ist oder es von lokaler oder regionaler Bedeutung ist.</p>
<p>Die Folgekosten der Schenkungen dürfen die öffentliche Hand nicht über Gebühr belasten, sondern es müssen andere Lösungen gefunden werden. Deshalb ist ein Gremium aus Darmstädter Kunstverständigen einzurichten, die eine kritische Betrachtung der aktuellen Kunstsammlung vornehmen und das weitere Vorgehen (Ausstellung, Lagerung, Verkaufen, Verschenken…) für jedes einzelne Bild klären.</p>
<p>Insgesamt sollen die Kosten der Lagerung der städt. Kunstsammlung zukünftig durch Erlöse gedeckt werden, die mit der Kunstsammlung, z.B. durch Ausleihgebühren, Eintrittsgelder oder Verkäufe, erwirtschaftet werden. Das gilt insbesondere auch für die Finanzierungskosten für den Bau des Kunstdepots, sofern dieses nach Sichtung der Sammlung noch nötig sein sollte sowie die laufenden Betriebskosten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Deshalb stellen wir folgenden Antrag für die Stadtverordnetenversammlung am 11.2.2021:</strong></p>
<p>Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, den Beschlussvorschlag MV 2020/0370 &#8211; Neubau Kunstdepot um folgende Punkte zu ergänzen:</p>
<p>6. in allen städtisch genutzten Gebäuden egal ob im Eigentum oder angemietet (also Schulen, Verwaltung etc.) sollen Kunstwerke aus der städtischen Kunstsammlung aufgehängt bzw.  ausgestellt werden. Städtischen Tochtergesellschaften sollen sie ebenfalls angeboten werden.</p>
<p>7. die Kosten der Lagerung der städt. Kunstsammlung müssen durch Erlöse gedeckt werden, die mit der Kunstsammlung erwirtschaftet werden. Das gilt insbesondere für die Finanzierungskosten für den Bau sowie die laufenden Betriebskosten.</p>
<p>8. Folgende Möglichkeiten des Erlös sind zu nutzen:</p>
<ol>
<li> Ausleihgebühren  für Ausstellungen außerhalb Darmstadts,</li>
<li>Einnahmen durch Eintrittsgelder zu Ausstellungen in Darmstadt</li>
<li>Kooperation mit einem Kunsthändler, der darauf spezialisiert ist, Kunstgegen­stände zu vermieten</li>
<li>Veräußerung von Kunstgegenständen nur, wenn Maßnahmen 1/2/3 nicht ausreichend Erlöse erbringen.</li>
</ol>
<p><strong>Begründung</strong></p>
<p>Einer von mehreren Beweggründen zur Sammlung von Kunstgegenständen mit öffentlichen Mitteln ist es, solche Werke zu erhalten, die historisch lokal oder auch regional kulturell wertvoll sind.</p>
<p>Ein anderer Grund ist die Förderung von jungen und aufstrebenden Kunstschaffenden vor Ort. Dieser Aspekt legt es nahe, Kunstgegenstände einer Sammlung zu veräußern um weitere „neue“ Künstler*innen zu unterstützen.</p>
<p>Das alles macht nur Sinn wenn dieses Kunstgegenstände auch öffentlich gezeigt werden.</p>
<p>Die städtische Sammlung hat ca. 15.000 Kunstwerke, also Gemälde und Gegenstände. Der weit überwiegende Teil dieser Sammlung ist nicht öffentlich zu sehen. Ihr ideeller und künstlerischer Wert ist unklar, ihr materieller Wert ebenso.</p>
<p>Zu Punkt 8.3 &#8211; Hotels und Unternehmen z.B. nutzen das Mieten bzw. Leasing von Kunstgegenständen um eine Abwechslung in ihre Innengestaltung zu kriegen.</p>
<p>Weitere Begründung erfolgt mündlich</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fraktion Uffbasse<br />
<strong>Kerstin Lau, Marc Arnold, Stefan Fuchs, Sebastian Schmitt</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Foto: <a href="http://blog.neunmalsechs.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carsten Buchholz</a> mit Kunst von Yoko Ono.</p>
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