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	Kommentare zu: steinbrückerteich open air	</title>
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	<description>Fraktion Darmstadt</description>
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		Von: jörg d.		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jörg d.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 16:27:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[aussem darmecho 24.8.09
http://www.echo-online.de/suedhessen/static/780789.htm
 
Lange Party: Die Show muss weitergehen
Rock: 19. Open-Air am Steinbrücker Teich in Darmstadt um “Death Before Dishonor” – “Black Smile” ist vielversprechend 
 
DARMSTADT. Idyllisches Ambiente, ausgelassene Partystimmung und ein vielseitiges Konzertprogramm bot am Samstag bei freiem Eintritt die 19. Auflage des Open-Airs am Steinbrücker Teich.
“19 Jahre gibt&#039;s das schon? Das Festival hier ist älter als ich”, stellt eine junge Punkerin mit akkurat gestelltem Irokesenschnitt fest. Sie ist eine von mehreren hundert Besuchern, die sich bereits am Nachmittag bei optimalem Festivalwetter auf der weitläufigen Wiese zwischen See und Oberwaldhaus tummeln. Andere, die sich Kulinarisches an den Ständen munden lassen oder sich mit Bier und Klönen einstimmen, sind seit vielen Jahren Stammgäste. Frank aus Dieburg, der mit Freunden und seiner kleinen Tochter auf einer Decke sitzt, ist einer von ihnen: “Ich komme immer wieder her, weil es das beste Festival in der Region ist und man vielen alten Bekannte begegnet ”.

Bald darauf sorgt “Nothings Left” aus Münster mit wütendem, metallischem Hardcore für einen vielversprechenden musikalischen Auftakt. Sie ist die erste von sechs lokalen Gruppen, die sich im Vorfeld einer überregional bekannten Hauptband einem großen Publikum präsentieren darf. Obwohl mächtig Dampf abgelassen wird, halten sich die Publikumsreaktionen noch in Grenzen.

Das ändert sich schlagartig, als danach “Black Smile” ohne Pause auf der zweiten Bühne losrockt. Die dreizehnjährigen Nachwuchsstars, die sich vor anderthalb Jahren auf einer Klassenfahrt zu einer Band zusammenschlossen, werden frenetisch gefeiert und dürfen erst nach drei Zugaben ihre Show beenden. Die selbstbewussten Teenies liefern einen begeisternden Auftritt: Gekonnt gespielter Metal mit Hochgeschwindigkeitssoli, eine Einlage zum neuen Song “Ich mag Pferde” oder eine knackige Version von Metallicas “Enter Sandman” sorgen für Bewegung vor der Bühne und lautstarke Anerkennung. “Wahnsinn, wie gut die jetzt schon sind”, meint ein Zuhörer. “Ich bin gespannt, was in zehn Jahren aus denen wird”.

Nahtlos weiter geht es mit einer Metal-Show par excellence: Die Mitglieder der Band “Bloodspot” aus Darmstadt stehen mit flatternden Haaren, gekreuzten Gitarren und je einem Fuß auf der Monitorbox nebeneinander und liefern druckvoll groovenden Thrash-Sound mit Pressgesang.

Mittlerweile ist es dunkel, und es sind bereits etwa 2000 Besucher vor Ort, die den Auftritt der vier Männer namens “Rollergirls” miterleben. Mit experimentellem, psychedelisch angehauchtem Instrumental-Rock, komplexen und dennoch eingängigen Songstrukturen bieten sie ein formidables Kontrastprogramm zum bisher Gehörten. Das Trio “Planet Ersag” kann das hohe Niveau mühelos halten und bietet intensiven und dynamischen Indie-Rock mit außergewöhnlichen Texten, der in seinen besten Momenten an die Frühzeit von “Ton, Steine, Scherben” erinnert.

Derweil tigert Uffbasse-Stadtparlamentarier und “Kackophonia”-Sänger Jörg Dillmann über das Gelände und fragt sich, “wie ich im Dunkeln meine Texte ablesen soll”. Aber das ist natürlich Koketterie, denn er kennt sie in- und auswendig, wie sich gleich zeigen wird. “Wir sind Kackophonia, und jetzt ist Schluss mit lustig!”, brüllt er ins Mikro, und als der wütende Hardcore-Punk einsetzt, wird es turbulent vor der Bühne. Ob zum Lilien-Kulthit “Allez Les Bleus”, vertonten Erich Mühsam-Texten oder dem Klassiker “Uffbasse”, ständig erklimmen Besucher die Bühne und springen in die Menge; es wird lauthals mitgesungen. “Das war eins ihrer besten Konzerte überhaupt”, freut sich ein junger Punk anerkennend, als er nach den Zugaben schweißgebadet aus der Menge erscheint.

Als Hauptband konnte dieses Jahr “Death Before Dishonor” gewonnen werden. Das Quintett aus Boston hat über 1000 Konzerte in den vier Jahren seit ihrer Gründung absolviert und feuert eine perfekt eingespielte, authentische Hardcore-Granate nach der anderen ins Publikum. Wie schon bei ihren Vorgängern geht es jetzt hoch her, einige Besucher verausgaben sich völlig zur Mixtur aus klassischem Old-School-Hardcore und aggressivem Metalcore mit verzerrten Gitarrenriffs. “I came to fight, I came to win, I came prepared for anything”, brüllt Sänger Bryan passend zur Atmosphäre in “Count Me In”, einem ihrer bekanntesten Songs im Stil von “Agnostic Front”.

Gegen Mitternacht erklingt der Schlussakkord. Ein stimmungsvolles, abwechslungsreiches Live-Programm mit vielen Höhepunkten findet sein Ende, die Party aber noch lange nicht. Viele Besucher sieht man kurze Zeit später bei der Aftershow-Party in der “Krone”, wo bis in den frühen Morgen hinein weiter gefeiert wird. 
 
Heiko Weigelt
24.8.2009]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>aussem darmecho 24.8.09<br />
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<p>Lange Party: Die Show muss weitergehen<br />
Rock: 19. Open-Air am Steinbrücker Teich in Darmstadt um “Death Before Dishonor” – “Black Smile” ist vielversprechend </p>
<p>DARMSTADT. Idyllisches Ambiente, ausgelassene Partystimmung und ein vielseitiges Konzertprogramm bot am Samstag bei freiem Eintritt die 19. Auflage des Open-Airs am Steinbrücker Teich.<br />
“19 Jahre gibt&#8217;s das schon? Das Festival hier ist älter als ich”, stellt eine junge Punkerin mit akkurat gestelltem Irokesenschnitt fest. Sie ist eine von mehreren hundert Besuchern, die sich bereits am Nachmittag bei optimalem Festivalwetter auf der weitläufigen Wiese zwischen See und Oberwaldhaus tummeln. Andere, die sich Kulinarisches an den Ständen munden lassen oder sich mit Bier und Klönen einstimmen, sind seit vielen Jahren Stammgäste. Frank aus Dieburg, der mit Freunden und seiner kleinen Tochter auf einer Decke sitzt, ist einer von ihnen: “Ich komme immer wieder her, weil es das beste Festival in der Region ist und man vielen alten Bekannte begegnet ”.</p>
<p>Bald darauf sorgt “Nothings Left” aus Münster mit wütendem, metallischem Hardcore für einen vielversprechenden musikalischen Auftakt. Sie ist die erste von sechs lokalen Gruppen, die sich im Vorfeld einer überregional bekannten Hauptband einem großen Publikum präsentieren darf. Obwohl mächtig Dampf abgelassen wird, halten sich die Publikumsreaktionen noch in Grenzen.</p>
<p>Das ändert sich schlagartig, als danach “Black Smile” ohne Pause auf der zweiten Bühne losrockt. Die dreizehnjährigen Nachwuchsstars, die sich vor anderthalb Jahren auf einer Klassenfahrt zu einer Band zusammenschlossen, werden frenetisch gefeiert und dürfen erst nach drei Zugaben ihre Show beenden. Die selbstbewussten Teenies liefern einen begeisternden Auftritt: Gekonnt gespielter Metal mit Hochgeschwindigkeitssoli, eine Einlage zum neuen Song “Ich mag Pferde” oder eine knackige Version von Metallicas “Enter Sandman” sorgen für Bewegung vor der Bühne und lautstarke Anerkennung. “Wahnsinn, wie gut die jetzt schon sind”, meint ein Zuhörer. “Ich bin gespannt, was in zehn Jahren aus denen wird”.</p>
<p>Nahtlos weiter geht es mit einer Metal-Show par excellence: Die Mitglieder der Band “Bloodspot” aus Darmstadt stehen mit flatternden Haaren, gekreuzten Gitarren und je einem Fuß auf der Monitorbox nebeneinander und liefern druckvoll groovenden Thrash-Sound mit Pressgesang.</p>
<p>Mittlerweile ist es dunkel, und es sind bereits etwa 2000 Besucher vor Ort, die den Auftritt der vier Männer namens “Rollergirls” miterleben. Mit experimentellem, psychedelisch angehauchtem Instrumental-Rock, komplexen und dennoch eingängigen Songstrukturen bieten sie ein formidables Kontrastprogramm zum bisher Gehörten. Das Trio “Planet Ersag” kann das hohe Niveau mühelos halten und bietet intensiven und dynamischen Indie-Rock mit außergewöhnlichen Texten, der in seinen besten Momenten an die Frühzeit von “Ton, Steine, Scherben” erinnert.</p>
<p>Derweil tigert Uffbasse-Stadtparlamentarier und “Kackophonia”-Sänger Jörg Dillmann über das Gelände und fragt sich, “wie ich im Dunkeln meine Texte ablesen soll”. Aber das ist natürlich Koketterie, denn er kennt sie in- und auswendig, wie sich gleich zeigen wird. “Wir sind Kackophonia, und jetzt ist Schluss mit lustig!”, brüllt er ins Mikro, und als der wütende Hardcore-Punk einsetzt, wird es turbulent vor der Bühne. Ob zum Lilien-Kulthit “Allez Les Bleus”, vertonten Erich Mühsam-Texten oder dem Klassiker “Uffbasse”, ständig erklimmen Besucher die Bühne und springen in die Menge; es wird lauthals mitgesungen. “Das war eins ihrer besten Konzerte überhaupt”, freut sich ein junger Punk anerkennend, als er nach den Zugaben schweißgebadet aus der Menge erscheint.</p>
<p>Als Hauptband konnte dieses Jahr “Death Before Dishonor” gewonnen werden. Das Quintett aus Boston hat über 1000 Konzerte in den vier Jahren seit ihrer Gründung absolviert und feuert eine perfekt eingespielte, authentische Hardcore-Granate nach der anderen ins Publikum. Wie schon bei ihren Vorgängern geht es jetzt hoch her, einige Besucher verausgaben sich völlig zur Mixtur aus klassischem Old-School-Hardcore und aggressivem Metalcore mit verzerrten Gitarrenriffs. “I came to fight, I came to win, I came prepared for anything”, brüllt Sänger Bryan passend zur Atmosphäre in “Count Me In”, einem ihrer bekanntesten Songs im Stil von “Agnostic Front”.</p>
<p>Gegen Mitternacht erklingt der Schlussakkord. Ein stimmungsvolles, abwechslungsreiches Live-Programm mit vielen Höhepunkten findet sein Ende, die Party aber noch lange nicht. Viele Besucher sieht man kurze Zeit später bei der Aftershow-Party in der “Krone”, wo bis in den frühen Morgen hinein weiter gefeiert wird. </p>
<p>Heiko Weigelt<br />
24.8.2009</p>
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