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	Kommentare zu: Skater und kein ende	</title>
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	<description>Fraktion Darmstadt</description>
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		<title>
		Von: jörg d.		</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/skater-und-kein-ende/#comment-1429</link>

		<dc:creator><![CDATA[jörg d.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 14:26:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[guude zamme,
suuper auch das darmecho von heute (6.3.09) ist dran:



Kein Platz für Skater?
Jugend: Pablo, Viktor, Esau, Daniel und ihre Freunde werden immer wieder aus dem öffentlichen Raum vertrieben – Zuletzt Probleme vorm Darmstadtium
 

Die untere Erich-Ollenhauer-Promenade am Darmstadtium ist für Skater ideal. Große Platten, kleine Fugen, glatte Betontreppen, abschüssiges Gelände. Nachdem Pablo (13), Viktor (14), Esau (15) und Daniel (13) und ihre Skaterfreunde an der Hügelstraße immer wieder vertrieben worden sind, und die Büchneranlage Baustelle ist, tat sich der Fußweg zur Mathildenhöhe als Alternative auf. Bis dort am Dienstag nach einer Beschwerde durch eine Passantin die Polizei kam. 
Ihnen bleiben jetzt nur noch Vorplatz und Innenhof vom Finanzamt. Bis sich auch hier die Anwohner über Rollgeräusche und das Klappern der Decks beim Aufprall nach dem Sprung beschweren. Für die Jungs, nicht sozial benachteiligt, nicht drogenabhängig, nicht kriminell, nicht auf Betreuung angewiesen, scheint in dieser Stadt irgendwie kein Platz zu sein. 
Sie brauchen einen glatten Untergrund für ihre kleinen Rollen. Und ihre Skate-Disziplin “Street” arbeitet nun mal mit allem, was man im urbanen Dschungel so vorfindet. Treppen, Geländer, Mulden, und so weiter. 
Probleme gab es immer wieder. “Wir sind an der Hügelstraße ganz normal geskatet, da kam gleich wieder ein Theatermitarbeiter und hat gesagt, wir seien laut und stören”, erzählt Viktor einen Vorfall vor rund einem halben Jahr. “Obwohl die Autos viel lauter sind”, ergänzt Esau. “Und dann haben sie auch die Polizei geholt”, sagt Pablo. “Der vom Theater hat gesagt, wir könnten die Leute in der Tiefgarage verletzten”, berichtet Viktor. “Aber wir passen immer auf”, betont Esau. “Da wohnt auch so ein Opa, der sagt, dass er mit Granaten auf uns werfen will”, erzählt Daniel. 
Am Dienstag kam es nun am Darmstadtium zu dem Vorfall mit der Polizei, wobei die Beamten eigentlich ganz nett gewesen seien, wie Pablo sagt. Walter Laue, Leiter des Ersten Reviers, berichtet von einem vernünftig geführten Gespräch zwischen Polizisten und Jugendlichen und sieht bei der derzeitigen Anzahl von Skatern “noch kein großes Problem”. Wenn es überhand nähme, müssten sich Stadt und Darmstadtium zusammensetzen, um eine Lösung zu finden, sagte er am Donnerstag. Außer bei Gefahr und Verstößen gegen Gesetze und Ordnung werde die Polizei nicht einschreiten. 
Am Mittwochabend posieren Pablo, Viktor, Esau und Daniel fürs Foto vor dem TU-Entree Karo 5, auf einem schmalen Streifen Flickenasphalt vor den Stufen zum Karolinenplatz. “Ey, der Boden ist sauräudig”, stellt Viktor fest. 
Sauräudig ist der Boden auch auf der BMX-Anlage an der Stadtmauer. Auf sie wird gern verwiesen, wenn die Skater klagen, sie hätten nirgendwo Platz. “Auf der Anlage sind die Schlaglöcher so groß wie die Rollen”, sagt Daniel. Der Boden sei außerdem total hart. “Wenn man hinfällt, schürft man sich alles auf”, weiß Esau. Außerdem sind die Rampen zu groß, stellt Pablo fest. Das immerhin soll sich bald ändern (siehe untere Box). Pablo hat gehört, im Lincoln Village gebe es einen perfekten Skate-Park. Der allerdings gehört nach Abzug der US-Army der Bundesimmobilienverwaltung und nicht der Stadt. Wann sich dies ändert, ist ungewiss. 
Dass Darmstadt derzeit noch ein Niemandsland in Sachen Skate-Boarden darstellt, ärgert die Jugendlichen. “In jedem kleinen Kaff gibt es einen Skate-Park”, sagt Pablo. “Sogar in den entlegensten Dörfern”, ergänzt Viktor. Reinheim zum Beispiel. Oder Münster. “Aber da kommen wir nur am Wochenende hin”, sagt er. 
Denn die Vier sind noch lange nicht in einem Alter, wo ihr Aktionsradius mühelos übers Stadtgebiet hinausreicht. Zumal sie hier, direkt in einer Großstadt, leben. Warum sollten sie zum Skaten zum Beispiel extra nach Heppenheim fahren? 
Die Jungs sind inzwischen jedenfalls ziemlich verunsichert. Daniel: “Wir haben wirklich Angst, dass wir weggeschickt werden.”



Sozialdezernent“Zugang öffnen”
 

Sozialdezernent Jochen Partsch will gemeinsam mit Baudezernent Dieter Wenzel in Verhandlungen mit der Bundesimmobilienverwaltung erreichen, dass unabhängig vom Kauf der Skate-Park im Lincoln-Village zugänglich gemacht wird, denn wann die Stadt das Gelände übernehmen kann, ist völlig ungewiss. 
Zunächst soll jedoch ein Teil der BMX-Anlage an der Stadtmauer so umgebaut werden, dass sie für die Bretter mit den kleinen Rollen geeignet ist. Bis Mitte des Jahres soll das geschehen sein. Bis Ende des Jahres soll außerdem in der Heimstättensiedlung in der alten Schießanlage eine Skateranlage entstehen. Das Geld steht Partsch aus dem Spielplatzsanierungs- und Jugendhausfonds zur Verfügung. bif]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>guude zamme,<br />
suuper auch das darmecho von heute (6.3.09) ist dran:</p>
<p>Kein Platz für Skater?<br />
Jugend: Pablo, Viktor, Esau, Daniel und ihre Freunde werden immer wieder aus dem öffentlichen Raum vertrieben – Zuletzt Probleme vorm Darmstadtium</p>
<p>Die untere Erich-Ollenhauer-Promenade am Darmstadtium ist für Skater ideal. Große Platten, kleine Fugen, glatte Betontreppen, abschüssiges Gelände. Nachdem Pablo (13), Viktor (14), Esau (15) und Daniel (13) und ihre Skaterfreunde an der Hügelstraße immer wieder vertrieben worden sind, und die Büchneranlage Baustelle ist, tat sich der Fußweg zur Mathildenhöhe als Alternative auf. Bis dort am Dienstag nach einer Beschwerde durch eine Passantin die Polizei kam.<br />
Ihnen bleiben jetzt nur noch Vorplatz und Innenhof vom Finanzamt. Bis sich auch hier die Anwohner über Rollgeräusche und das Klappern der Decks beim Aufprall nach dem Sprung beschweren. Für die Jungs, nicht sozial benachteiligt, nicht drogenabhängig, nicht kriminell, nicht auf Betreuung angewiesen, scheint in dieser Stadt irgendwie kein Platz zu sein.<br />
Sie brauchen einen glatten Untergrund für ihre kleinen Rollen. Und ihre Skate-Disziplin “Street” arbeitet nun mal mit allem, was man im urbanen Dschungel so vorfindet. Treppen, Geländer, Mulden, und so weiter.<br />
Probleme gab es immer wieder. “Wir sind an der Hügelstraße ganz normal geskatet, da kam gleich wieder ein Theatermitarbeiter und hat gesagt, wir seien laut und stören”, erzählt Viktor einen Vorfall vor rund einem halben Jahr. “Obwohl die Autos viel lauter sind”, ergänzt Esau. “Und dann haben sie auch die Polizei geholt”, sagt Pablo. “Der vom Theater hat gesagt, wir könnten die Leute in der Tiefgarage verletzten”, berichtet Viktor. “Aber wir passen immer auf”, betont Esau. “Da wohnt auch so ein Opa, der sagt, dass er mit Granaten auf uns werfen will”, erzählt Daniel.<br />
Am Dienstag kam es nun am Darmstadtium zu dem Vorfall mit der Polizei, wobei die Beamten eigentlich ganz nett gewesen seien, wie Pablo sagt. Walter Laue, Leiter des Ersten Reviers, berichtet von einem vernünftig geführten Gespräch zwischen Polizisten und Jugendlichen und sieht bei der derzeitigen Anzahl von Skatern “noch kein großes Problem”. Wenn es überhand nähme, müssten sich Stadt und Darmstadtium zusammensetzen, um eine Lösung zu finden, sagte er am Donnerstag. Außer bei Gefahr und Verstößen gegen Gesetze und Ordnung werde die Polizei nicht einschreiten.<br />
Am Mittwochabend posieren Pablo, Viktor, Esau und Daniel fürs Foto vor dem TU-Entree Karo 5, auf einem schmalen Streifen Flickenasphalt vor den Stufen zum Karolinenplatz. “Ey, der Boden ist sauräudig”, stellt Viktor fest.<br />
Sauräudig ist der Boden auch auf der BMX-Anlage an der Stadtmauer. Auf sie wird gern verwiesen, wenn die Skater klagen, sie hätten nirgendwo Platz. “Auf der Anlage sind die Schlaglöcher so groß wie die Rollen”, sagt Daniel. Der Boden sei außerdem total hart. “Wenn man hinfällt, schürft man sich alles auf”, weiß Esau. Außerdem sind die Rampen zu groß, stellt Pablo fest. Das immerhin soll sich bald ändern (siehe untere Box). Pablo hat gehört, im Lincoln Village gebe es einen perfekten Skate-Park. Der allerdings gehört nach Abzug der US-Army der Bundesimmobilienverwaltung und nicht der Stadt. Wann sich dies ändert, ist ungewiss.<br />
Dass Darmstadt derzeit noch ein Niemandsland in Sachen Skate-Boarden darstellt, ärgert die Jugendlichen. “In jedem kleinen Kaff gibt es einen Skate-Park”, sagt Pablo. “Sogar in den entlegensten Dörfern”, ergänzt Viktor. Reinheim zum Beispiel. Oder Münster. “Aber da kommen wir nur am Wochenende hin”, sagt er.<br />
Denn die Vier sind noch lange nicht in einem Alter, wo ihr Aktionsradius mühelos übers Stadtgebiet hinausreicht. Zumal sie hier, direkt in einer Großstadt, leben. Warum sollten sie zum Skaten zum Beispiel extra nach Heppenheim fahren?<br />
Die Jungs sind inzwischen jedenfalls ziemlich verunsichert. Daniel: “Wir haben wirklich Angst, dass wir weggeschickt werden.”</p>
<p>Sozialdezernent“Zugang öffnen”</p>
<p>Sozialdezernent Jochen Partsch will gemeinsam mit Baudezernent Dieter Wenzel in Verhandlungen mit der Bundesimmobilienverwaltung erreichen, dass unabhängig vom Kauf der Skate-Park im Lincoln-Village zugänglich gemacht wird, denn wann die Stadt das Gelände übernehmen kann, ist völlig ungewiss.<br />
Zunächst soll jedoch ein Teil der BMX-Anlage an der Stadtmauer so umgebaut werden, dass sie für die Bretter mit den kleinen Rollen geeignet ist. Bis Mitte des Jahres soll das geschehen sein. Bis Ende des Jahres soll außerdem in der Heimstättensiedlung in der alten Schießanlage eine Skateranlage entstehen. Das Geld steht Partsch aus dem Spielplatzsanierungs- und Jugendhausfonds zur Verfügung. bif</p>
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