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	Kommentare zu: neues von Afro Hesse	</title>
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		<title>
		Von: jörg d.		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jörg d.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 16:35:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Frankfurter Rundschau vom 19.11.08

&lt;strong&gt;Afro Hesse ist unerwünscht&lt;/strong&gt;
Rapper soll die Bundesrepublik verlassen
Von Peter Nowak
In Hip Hop-Kreisen ist Afro Hesse bekannt. Schließlich hat der 28-Jährige zwei CDs herausgebracht. Doch Afro Hesse ist mehr als der Künstlername eines Rappers, der seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Dahinter steckt die Lebensgeschichte eines Heimatlosen. Der in Algerien geborene Künstler soll nach dem Willen der Ausländerbehörden Deutschland verlassen. Dort hat er die letzten fünf Jahre ohne Papiere gelebt. Aus der Sicht de Ausländerbehörden hat er sich damit strafbar gemacht.
Doch Afro Hesse betont, dass Algerien für ihn heute ein fremdes Land ist. Schließlich war er neun, als er es mit seiner Familie nach Deutschland kam. Damals tobte in Algerien ein blutiger Krieg zwischen Islamisten und dem Militär, der auch vielen Unbeteiligten das Leben kostete. Die Ausländerbehörden wiesen der Familie eine befristete Heimat in Hessen zu. 1997 schien sich die Situation in Algerien entspannt zu haben. Und das Darmstädter  Ausländeramt sah keinen Grund für einen weiteren Aufenthalt der Familie in Deutschland. Die suchte Zuflucht im Kirchenasyl. Danach besorgten Freunde der Familie eine Wohnung in der Nähe von Darmstadt.
Dort bekam der Heranwachsende erste Kontakte zu Rappern. Zunächst organisierte er Konzerte in kleinen Clubs. Bald stand er selber auf der Bühne. Reich wurde er davon nicht. Doch darauf sei es ihm auch nicht angekommen, betont Afro Hesse. Die Musik habe ihm damals vor dem Ausrasten bewahrt. Denn das Leben in der Illegalität ist nur romantisch, wenn es von Musikern besungen wird, die so nicht leben müssen. Afro Hesse beschäftigte sich auf seinen beiden CDs mit den weniger erfreulichen Seiten eines Lebens ohne Papiere. Seine erste CD trug den programmatischen Titel “Der verschollene Immigrant”, die zweite ist unter dem Titel “Mehr als Musik” Anfang 2008 erschienen.
Vor allem die ständige Angst, in eine Situation zu kommen, wo man seine Papiere zeigen muss, kann ganz schön zermürben, so Afro Hesse. Im Jahr 2003 entzog er sich seiner unmittelbar bevorstehenden Ausweisung durch seine Flucht nach Frankreich. Am 2. August 2008 konnte er nicht mehr davonlaufen. In einer Berliner Diskothek sollte er bei einer Personalienkontrolle seine Papiere zeigen. Doch Afro Hesse hatte keine. Im Nachhinein sei er sogar erleichtert gewesen, dass die Odyssee ein Ende hatte, meint Afro Hesse.
Solidarität mit dem Inhaftierten
Doch die Tage in der Justizvollzugsanstalt Moabit und im Abschiebegefängnis Berlin-Grünau seien hart gewesen, sagt er. Doch bald hatte er auch dort seine Aufgabe. Weil er fünf Sprachen beherrscht, dolmetschte er zwischen den Gefängnisinsassen und den Sozialarbeitern. Und Berliner Rapper organisierten Solidaritätskonzerte für Afro Hesse: “Er ist einer von uns, auch wenn er aus dem Darmstadt kommt.” Daran könnte sich die Politik ein Beispiel nehmen, meinte der flüchtlingspolitische Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Benedikt Lux. Mit einer Petition an den Hessischen Landtag erreichte er Mitte Oktober Afro Hesses Freilassung.
Der Ausreisebeschluss ist aber noch nicht vom Tisch. Afro Hesse hofft auf einen glücklichen Ausgang. Er fliegt nach Algerien, um seine Passangelegenheiten zu regeln, und reist anschließend ganz legal wieder nach Deutschland ein, wo er seine Freundin heiraten will. Jetzt muss die Darmstädter  Ausländerbehörde diesem Happy End noch zustimmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frankfurter Rundschau vom 19.11.08</p>
<p><strong>Afro Hesse ist unerwünscht</strong><br />
Rapper soll die Bundesrepublik verlassen<br />
Von Peter Nowak<br />
In Hip Hop-Kreisen ist Afro Hesse bekannt. Schließlich hat der 28-Jährige zwei CDs herausgebracht. Doch Afro Hesse ist mehr als der Künstlername eines Rappers, der seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Dahinter steckt die Lebensgeschichte eines Heimatlosen. Der in Algerien geborene Künstler soll nach dem Willen der Ausländerbehörden Deutschland verlassen. Dort hat er die letzten fünf Jahre ohne Papiere gelebt. Aus der Sicht de Ausländerbehörden hat er sich damit strafbar gemacht.<br />
Doch Afro Hesse betont, dass Algerien für ihn heute ein fremdes Land ist. Schließlich war er neun, als er es mit seiner Familie nach Deutschland kam. Damals tobte in Algerien ein blutiger Krieg zwischen Islamisten und dem Militär, der auch vielen Unbeteiligten das Leben kostete. Die Ausländerbehörden wiesen der Familie eine befristete Heimat in Hessen zu. 1997 schien sich die Situation in Algerien entspannt zu haben. Und das Darmstädter  Ausländeramt sah keinen Grund für einen weiteren Aufenthalt der Familie in Deutschland. Die suchte Zuflucht im Kirchenasyl. Danach besorgten Freunde der Familie eine Wohnung in der Nähe von Darmstadt.<br />
Dort bekam der Heranwachsende erste Kontakte zu Rappern. Zunächst organisierte er Konzerte in kleinen Clubs. Bald stand er selber auf der Bühne. Reich wurde er davon nicht. Doch darauf sei es ihm auch nicht angekommen, betont Afro Hesse. Die Musik habe ihm damals vor dem Ausrasten bewahrt. Denn das Leben in der Illegalität ist nur romantisch, wenn es von Musikern besungen wird, die so nicht leben müssen. Afro Hesse beschäftigte sich auf seinen beiden CDs mit den weniger erfreulichen Seiten eines Lebens ohne Papiere. Seine erste CD trug den programmatischen Titel “Der verschollene Immigrant”, die zweite ist unter dem Titel “Mehr als Musik” Anfang 2008 erschienen.<br />
Vor allem die ständige Angst, in eine Situation zu kommen, wo man seine Papiere zeigen muss, kann ganz schön zermürben, so Afro Hesse. Im Jahr 2003 entzog er sich seiner unmittelbar bevorstehenden Ausweisung durch seine Flucht nach Frankreich. Am 2. August 2008 konnte er nicht mehr davonlaufen. In einer Berliner Diskothek sollte er bei einer Personalienkontrolle seine Papiere zeigen. Doch Afro Hesse hatte keine. Im Nachhinein sei er sogar erleichtert gewesen, dass die Odyssee ein Ende hatte, meint Afro Hesse.<br />
Solidarität mit dem Inhaftierten<br />
Doch die Tage in der Justizvollzugsanstalt Moabit und im Abschiebegefängnis Berlin-Grünau seien hart gewesen, sagt er. Doch bald hatte er auch dort seine Aufgabe. Weil er fünf Sprachen beherrscht, dolmetschte er zwischen den Gefängnisinsassen und den Sozialarbeitern. Und Berliner Rapper organisierten Solidaritätskonzerte für Afro Hesse: “Er ist einer von uns, auch wenn er aus dem Darmstadt kommt.” Daran könnte sich die Politik ein Beispiel nehmen, meinte der flüchtlingspolitische Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Benedikt Lux. Mit einer Petition an den Hessischen Landtag erreichte er Mitte Oktober Afro Hesses Freilassung.<br />
Der Ausreisebeschluss ist aber noch nicht vom Tisch. Afro Hesse hofft auf einen glücklichen Ausgang. Er fliegt nach Algerien, um seine Passangelegenheiten zu regeln, und reist anschließend ganz legal wieder nach Deutschland ein, wo er seine Freundin heiraten will. Jetzt muss die Darmstädter  Ausländerbehörde diesem Happy End noch zustimmen.</p>
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		Von: jörg d.		</title>
		<link>https://www.uffbasse-darmstadt.de/neues-und-doch-altes-von-afro-hesse/#comment-849</link>

		<dc:creator><![CDATA[jörg d.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 16:55:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist auch im immer lesensweten (hallo cem ;o))stadtkulturmagazin &quot;P&quot; en interessanter artikel über afrohesse.
Auch der restinhalt verdient wie immer eurer aufmerksamkeit.
Hier on de lein:
 http://www.p-verlag.de/wp-content/themes/P_Web/img/P_Ausgabe_09.pdf

beste grütze
der jörg d.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist auch im immer lesensweten (hallo cem ;o))stadtkulturmagazin &#8222;P&#8220; en interessanter artikel über afrohesse.<br />
Auch der restinhalt verdient wie immer eurer aufmerksamkeit.<br />
Hier on de lein:<br />
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<p>beste grütze<br />
der jörg d.</p>
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