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	Kommentare zu: Konzert : Melodien für Millionen II	</title>
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		Von: jörg d.		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jörg d.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2007 02:06:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[DE vom 24.12.07 vom heiko

Punkrhythmen bringen “ein bisschen Frieden”
Festival: Zum zehnten Mal wurden “Melodien für Millionen” gegen den Strich, aufmüpfig und skurril präsentiert
 

DARMSTADT. Das vorweihnachtliche Cover-Festival “Melodien für Millionen” genießt in Darmstadt Kult-Status. Zahlreiche lokale Bands verschiedener Genres überboten sich dort in zehn Jahren in punkto Kreativität, um aktuelle Hits und ewige Klassiker mit eigenen Stilmitteln zu neuen Versionen umzubauen – oft mit skurrilen Ergebnissen, in abenteuerlicher Bühnengarderobe und mit spektakulären Auftritten. 
Die Jubiläumsausgabe des Festivals am Freitag und Samstag in der Bessunger Knabenschule bot eine Rückschau: An beiden Tagen wurde ein Film mit einem Live-Mitschnitt des ersten Festivals gezeigt, im Eingangsbereich hing ein MP3-Player mit Aufnahmen bisheriger Auftritte. Dort waren auch zahlreiche Fotos zu sehen und eine Reihe von Statistiken. So erfuhr man, dass die bisher am häufigsten gecoverten Bands “Die Ärzte” waren, knapp gefolgt von den “Beatles”; von beiden Gruppen waren auch dieses Wochenende wieder Neu-Interpretationen zu hören: “The Ugly Two” boten einen “Ärzte”-Song im Garage-Country-Stil, “Die Stinkenden Socken” verwandelten einen “Beatles”-Hit in einen fetzigen Punkkracher. Durch das Programm mit 18 Bands führte der Darmstädter  Szene-Haudegen Kossi, der einst das erste Festival moderiert hatte. Ihn erlebten die Besucher in der proppevollen Knabenschule zudem als Musiker bei zwei Auftritten, die zu den Höhepunkten zählten: Riesenstimmung herrschte, als er, ganz auf Ozzy Osbourne getrimmt, bei “Schwarzer Sabber” mit Langhaar-Perücke und Fransenshirt einige “Black Sabbath”-Klassiker vortrug. &lt;strong&gt;Der 68 Jahre alte “Uffbasse”-Stadtverordnete Jürgen Barth war davon so begeistert, dass er die Bühne erklomm, eine Tanzeinlage hinlegte und dann in die johlende Menge sprang. &lt;/strong&gt;
Für einen optischen und musikalischen Glanzpunkt sorgten zudem “Kackophonia” mit Kossi am Bass: Erstmals hatten sich die Veranstalter vom Verein “Artcore” von jeder Band einen vorgegebenen Song gewünscht, den die Musiker auf ihre Weise interpretieren sollten, und die hartgesottenen Punks bekamen ausgerechnet “Ein bisschen Frieden” von Nicole zugewiesen. Sänger Jörg Dillmann hatte sich dafür mit langen platinblonden Haaren ausstaffiert, in ein geblümtes Kleid gezwängt und säuselte den altbekannten Schlager mit hoher Stimme zu rauen Punkrhythmen. 
Erstaunt und belustigt verfolgten die Besucher auch den Auftritt der Elektro-Dadaisten von “Bormuth”. Sie zerstückelten den “Loverboy”-Klassiker “Turn Me Loose”, zerschmetterten am Schluss in Rockstar-Manier eine Gitarre auf dem Bühnenboden und setzten das Instrument dann in Brand. Mitreißend geriet die Show der “Royal Rollex Boys”, wobei Sänger Geraldo Tornado zu einer Garage-Rock-Variation von Bonnie Tylers “Hero” wild gestikulierend zwischen den Zuhörern umherwirbelte. Für Hochstimmung sorgten auch “47 Million Dollars”, die “Schwule Mädchen” von “Fettes Brot” zu einer Hardcore-Version verarbeiteten, oder “Pornophonique”, die mit Gameboy und Akustik-Gitarre Madonnas “Music” oder “South Of Heaven” von “Slayer” spielten. 
Auch “Diffrent” – die einzige Band, die an allen bisherigen “Melodien für Millionen”-Festivals teilnahm – waren wieder dabei und begeisterten unter anderem mit “Touch Me” von Samantha Fox. Den Schlusspunkt dieses Jubiläums-Spektakels setzten “Hurt” mit einem versiert vorgetragenen Medley aus Stücken von “Bloodhound Gang”, “Radiohead” oder “Tears For Fears”.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DE vom 24.12.07 vom heiko</p>
<p>Punkrhythmen bringen “ein bisschen Frieden”<br />
Festival: Zum zehnten Mal wurden “Melodien für Millionen” gegen den Strich, aufmüpfig und skurril präsentiert</p>
<p>DARMSTADT. Das vorweihnachtliche Cover-Festival “Melodien für Millionen” genießt in Darmstadt Kult-Status. Zahlreiche lokale Bands verschiedener Genres überboten sich dort in zehn Jahren in punkto Kreativität, um aktuelle Hits und ewige Klassiker mit eigenen Stilmitteln zu neuen Versionen umzubauen – oft mit skurrilen Ergebnissen, in abenteuerlicher Bühnengarderobe und mit spektakulären Auftritten.<br />
Die Jubiläumsausgabe des Festivals am Freitag und Samstag in der Bessunger Knabenschule bot eine Rückschau: An beiden Tagen wurde ein Film mit einem Live-Mitschnitt des ersten Festivals gezeigt, im Eingangsbereich hing ein MP3-Player mit Aufnahmen bisheriger Auftritte. Dort waren auch zahlreiche Fotos zu sehen und eine Reihe von Statistiken. So erfuhr man, dass die bisher am häufigsten gecoverten Bands “Die Ärzte” waren, knapp gefolgt von den “Beatles”; von beiden Gruppen waren auch dieses Wochenende wieder Neu-Interpretationen zu hören: “The Ugly Two” boten einen “Ärzte”-Song im Garage-Country-Stil, “Die Stinkenden Socken” verwandelten einen “Beatles”-Hit in einen fetzigen Punkkracher. Durch das Programm mit 18 Bands führte der Darmstädter  Szene-Haudegen Kossi, der einst das erste Festival moderiert hatte. Ihn erlebten die Besucher in der proppevollen Knabenschule zudem als Musiker bei zwei Auftritten, die zu den Höhepunkten zählten: Riesenstimmung herrschte, als er, ganz auf Ozzy Osbourne getrimmt, bei “Schwarzer Sabber” mit Langhaar-Perücke und Fransenshirt einige “Black Sabbath”-Klassiker vortrug. <strong>Der 68 Jahre alte “Uffbasse”-Stadtverordnete Jürgen Barth war davon so begeistert, dass er die Bühne erklomm, eine Tanzeinlage hinlegte und dann in die johlende Menge sprang. </strong><br />
Für einen optischen und musikalischen Glanzpunkt sorgten zudem “Kackophonia” mit Kossi am Bass: Erstmals hatten sich die Veranstalter vom Verein “Artcore” von jeder Band einen vorgegebenen Song gewünscht, den die Musiker auf ihre Weise interpretieren sollten, und die hartgesottenen Punks bekamen ausgerechnet “Ein bisschen Frieden” von Nicole zugewiesen. Sänger Jörg Dillmann hatte sich dafür mit langen platinblonden Haaren ausstaffiert, in ein geblümtes Kleid gezwängt und säuselte den altbekannten Schlager mit hoher Stimme zu rauen Punkrhythmen.<br />
Erstaunt und belustigt verfolgten die Besucher auch den Auftritt der Elektro-Dadaisten von “Bormuth”. Sie zerstückelten den “Loverboy”-Klassiker “Turn Me Loose”, zerschmetterten am Schluss in Rockstar-Manier eine Gitarre auf dem Bühnenboden und setzten das Instrument dann in Brand. Mitreißend geriet die Show der “Royal Rollex Boys”, wobei Sänger Geraldo Tornado zu einer Garage-Rock-Variation von Bonnie Tylers “Hero” wild gestikulierend zwischen den Zuhörern umherwirbelte. Für Hochstimmung sorgten auch “47 Million Dollars”, die “Schwule Mädchen” von “Fettes Brot” zu einer Hardcore-Version verarbeiteten, oder “Pornophonique”, die mit Gameboy und Akustik-Gitarre Madonnas “Music” oder “South Of Heaven” von “Slayer” spielten.<br />
Auch “Diffrent” – die einzige Band, die an allen bisherigen “Melodien für Millionen”-Festivals teilnahm – waren wieder dabei und begeisterten unter anderem mit “Touch Me” von Samantha Fox. Den Schlusspunkt dieses Jubiläums-Spektakels setzten “Hurt” mit einem versiert vorgetragenen Medley aus Stücken von “Bloodhound Gang”, “Radiohead” oder “Tears For Fears”.</p>
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