Zur auslese in der lichtenbergschule

guude zamme,

hier eine stellungnahme von jürgen zum ausleseverfahren an der lichtenbergschule.

18.6.2009  Neue Aufnahmekriterien   Lichtenbergschule

Mit den neuen Aufnahmekriterien überschreitet die Lichtenbergschule und ihr Direktor Herr Herrmann die Möglichkeit der freien Wahl für Eltern und Kinder.
Ohne Zweifel arbeitet jedes Gymnasium in Darmstadt an einem besonderen Schulprofil. Aber aus diesem Profil Aufnahmekriterien abzuleiten,, bedeutet die Umkehrung des Zieles, Kinder und Jugendliche sich frei entwickeln zu lassen.
Die Lichtenbergschule macht die Aufnahme ins Gymnasium von den Vorkenntnissen und Sonderleistungen im Schul- und Vorschulalter per Nachweis abhängig.
Dieses Ausleseverfahren zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler mit überdurchschnittlichen Leistungen anzuziehen. Die Schulleitung entscheidet nach Eignung.
Die Aufnahmekriterien sollen angeblich   Orientierung für die Eltern geben; in Wirklichkeit sind sie für viele Kinder Ausschlusskriterien. Einfache Angaben zu den Interessen von Kindern genügen nicht; vielmehr werden von der Lichtenbergschule Nachweise eingefordert. Daß Kinder individuell gefördert werden, wird in diesem Konzept versprochen. Zunächst aber werden die individuellen Voraussetzungen bei den Kindern abgefragt. Das kommt einer eigentlich längst abgeschafften Aufnahmeprüfung gleich.
Offen bleibt, ob mit den in dem Konzept der Lichtenberschule angesprochenen zwei – und dreisprachig aufwachsenden Kindern die türkisch stämmigen und türkisch sprechenden Kinder gemeint sind.
Wenn diese Auslese mit den neuen Aufnahmekriterien greift, besteht erheblicher Zweifel, ob sich in der Lichtenbergschule die von ihr   selbst geforderte kulturelle und soziale Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegelt. Ergebnis – so fürchten wir – ist die Herausbildung einer elitären Schulform.
Wenn dies aber alles so gemeint ist, schlagen wir vor, die Lichtenbergschule als   Privatschule anzuerkennen und ihr die staatliche Unterstützung zu entziehen.
                                                                                                                                                                                                  Uffbasse   Jürgen Barth

Im kommentar noch ein darmechoartikel dazu… Hier beachte mensch, wie schön der arnemann durch seine aussage in sein parteiprofil passt.

Wie kann so eine eindeutig auf elitäre schichten ausgerichtete partei soviele stimmen bei wahlen bekommen???

Is unser volk so elitär ausgericht oder etwa sooo doof???

2 Kommentare

  1. http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=759721

    Lichtenbergschule zieht sich Unmut zu
    Schulausschuss hält Aufnahmekriterien für fragwürdig

    DARMSTADT. Um Geld aus dem Konjunkturprogramm und um die sich verstärkende Profilbildung der Gymnasien ging es am Donnerstagabend im Schulausschuss. In den Mittelpunkt der Diskussion rückte dabei die Lichtenbergschule, weil deren Schulleitung in einem Informationsblatt für Eltern sowohl beim Infotag als auch per Internet Aufnahmekriterien für ihren bilingualen deutsch-englischen Schulzweig genannt hatte.

    Im Anschluss an Erläuterungen von Gerd Zboril, Leiter des Staatlichen Schulamts, zur Verteilung der Schüler auf die künftigen fünften Klassen fragte Ausschussmitglied Uwe Schneider (CDU), ob die Lichtenbergschule Eingangstests mache. Anlass war besagtes Infoblatt, in dem das Gymnasium in Bessungen von potenziellen Bewerbern beispielsweise auch wissen möchte, ob sie in der Grundschule Englischunterricht ab Klasse eins oder “Frühenglisch” in der Vorschule hatten.

    Schulamtsleiter Zboril sagte, solche Fragebögen seien in Grundschulen zur Zeit der Anmeldephase für die weiterführenden Schulen im Frühjahr in Umlauf gewesen. Mit der Schulleitung der Lichtenbergschule sei man darüber “sehr intensiv” im Gespräch, denn mit dieser Initiative sei eine Diskussion angestoßen, “die uns in Zukunft beschäftigen wird”, so Zboril. Der Amtsleiter ergänzte, einer juristischen Prüfung der Angelegenheit sei eine Verfügung an den Schulleiter gefolgt.

    Im Ausschuss kam es zu teils emotionalen Reaktionen. “Das geht zu weit”, meinte Jürgen Barth (Uffbasse); er habe den Eindruck, damit wolle das Gymnasium eine Auslese schaffen. Hildegard Förster-Heldmann (Grüne) wählte gar zunächst das Wort “verabscheuungswürdig”, von dem sie sich wenig später aber distanzierte. Ralf Arnemann (FDP) dagegen war der Ansicht, die Methode der Lichtenbergschule, geeignete Schüler zu finden, sei nachvollziehbar und besser, “als nach Los oder Gesicht zu entscheiden”. Arnemann: “Finden Sie erst mal bessere Kriterien!”

    Der Leiter der gastgebenden Wilhelm-Busch-Schule, Guido Bauer, berichtete von großem Unmut unter seinen Kolleginnen und Kollegen aus den Grundschulen, den der Verstoß der Lichtenbergschule ausgelöst habe. “Da werden unter anderem Kinder benachteiligt, die Englisch erst ab der dritten Klasse haben” – was in Darmstadt üblich ist.

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