Todeszone Biblis

tobi_h8.jpgMontag, 11. Januar Film in der oetinger villa
Einlass 20.00 h
 
SuperGAU im AKW Biblis: Viel Aufregung um einen Film, der: wie die Kritik nach der Sendung verwundert konstatierte: keine Horrorgeschichte im Hollywood-Stil präsentierte, sondern sich strikt an die Fakten hielt: klar, sachlich und kühl. Und der gerade deshalb eine nachhaltige Wirkung erzielte: Ein beklemmendes Dokument über eine Katastrophe, die tatsächlich stattfinden könnte: jederzeit.

 Menschenleere Plätze, Straßen ohne Autos, Häuserzeilen mit verschlossenen Fensterläden, stillgelegte Büros und Fabriken. Frankfurt am Main, Darmstadt, Rüsselsheim: verbotenes Gebiet. Dies sind Bilder aus der Sperrzone, drei Monate nach der Katastrophe, dem Supergau im Atomkraftwerk Biblis. Mehr als zehntausend Quadratkilometer hat der Krisenstab in Bonn räumen lassen, in der Nacht und den Tagen nach der Kernschmelze.   Eine Fiktion mit dokumentarischen Fakten, die das Unsichtbare zwischen den Zeilen wissenschaftlicher Abhandlungen sichtbar macht. Ein Dokumentarspiel, in dem sich Politiker und Wissenschaftler zu den Folgen der Katastrophe äußern. Und in dem Menschen aus der Region persönlich erleben, was der Begriff „Restrisiko“ bedeutet.

Die Annahmen, auf denen der Fiction-Streifen basiert, sind realitätsnah ermittelt und durch Expertengutachten abgesichert. Sichtbar wird darin, welche Folgen eine mögliche Biblis-Katastrophe in der Großregion Rhein-Main mit 3,4 Millionen Menschen hätte.

Unterstellt wird in dem Filmszenario ein Unfall, wie er sich etwa in dem Atommeiler Biblis A am 17. Dezember 1987 ereignet hat. Bei dem schweren Störfall, der von Behörden und Betreibern seinerzeit ein Jahr lang verheimlicht wurde, hätte ein offenstehendes Ventil beinahe die Kernschmelze ausgelöst, den Größten Anzunehmenden Unfall (GAU) in der Kernkrafttechnik. Mittlerweile haben sich sowohl in Biblis, als auch in anderen AKWs ähnlich schwerwiegende Störfälle ereignet… Störfälle, die sich jederzeit wiederholen können. Nur eine sofortige Stillegung, kann sie verhindern.

Ein Bündnis südwestdeutscher Anti-Atom-Initiativen aus   Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg lädt deshalb   zum gemeinsamen Spazierengehen gegen Atomkraft ein. Treffpunkt ist am Sonntag, den 17.1.2010 um 14 Uhr vor dem Bahnhof Biblis.
 
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