Tag der Bildung

Am Donnerstag 15.01.09 ab 10.00 uhr Lui(senplatz)

Der stadtschülerrat darmstadt, unterstützt von dem asta HD und asta TU, organisiert den schülerstreik, um auf die bestehenden probleme der schülerinnen und chüler (nicht nur in darmstadt) poster1.jpgaufmerksam zu machen. http://www.da-schulstreik09.de.vu darmstädter bürgerinnen und bürger werden aufgerufen diese aktion zu unterstützen.
Denn es sind auch eure kinder, die unter der falschen schulpolitik leiden. Deren und eure zukunft ist letztendlich von einer besseren bildungspolitik abhängig.
Der schülerstreik ist keine parteipolitsche demonstration, sondern politiker ALLER parteien sollen auf diesem wege erneut auf die bestehenden missstände aufmerksam gemacht werden und endlich handeln und ned nur labern.

Hier die berechtigten und nachvollziehbaren forderungen der darmstädter schülerinnen und schüler.

Integration

Schule ist für die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund wichtig. Es ist allgemein bekannt, dass Sprache eine Schlüsselkompetenz für Integration ist, deswegen fordern wir eine angemessene Sprachförderung ab der Grundschule. Zudem soll die Herkunftssprache der Kinder nicht vernachlässigt werden, denn sie ist in erster Linie ein Bestandteil der Identität eines Kindes und kann darüber hinaus in der globalisierten Welt von Vorteil sein. Deswegen fordern wir, dass an hessischen Schulen unter anderem Türkisch, Arabisch und Russisch neben den traditionellen Fremdsprachen angeboten wird.

Grundrecht auf Ausbildung

Damit Jugendliche ihr Leben eigenständig gestalten können, brauchen sie einen Ausbildungsplatz – unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung. Das alle bisherigen Initiativen der Politik keinen nennenswerten Erfolg hatten, zeigt uns, das nur ein gesetzlicher Anspruch auf einen Ausbildungsplatz wirklich Abhilfe schaffen kann. Wir fordern ein Grundrecht auf Ausbildung und bis zu seiner Verwirklichung zumindest eine Versorgung mit außerbetrieblichen Ausbildungsstellen.

Finanzierung

Während sinnlose Mega-Projekte a la Nord-Ost “Umgehung” für 200 Millionen Euro angestrebt werden, befinden sich Schulen in schockierendem Zustand. Dabei sind Bildungsausgaben kluge Investitionen: Jeder ins Bildungssystem investierte Euro fließt mit 12{cc6e9fa4799c65423e7b3aff9df2eb4f369581e8fac009e6ba61f9293a7cdc2c} Zinsen ins System zurück. Wir fordern mehr finanzielle Mittel für Schulen.

Alternative zu Ziffernoten

Wir lehnen die Leistungsbewertung durch subjektive Benotung ab, die ein nachhaltiges Lernen unmöglich macht. Darüber hinaus bewirkt sie einen permanenten Leistungsdruck und Konkurrenzkampf zwischen Schülerinnen und Schülern. Als   Alternative fordern wir eine Bewertung durch Lernstandsberichte oder die Einteilung in selbst ausgewählte Kompetenzstufen.

Schule demokratisieren

Damit sich Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern entwickeln können, müssen sie schon in der Schule lernen, sich an demokratischen Strukturen zu beteiligen. Die Schülervertretungen müssen sich innerhalb der Schule mehr zu wirklichen Interessensvertretungen entwickeln, die im Auftrag der Schülerschaft handeln und am schulischen Entwicklungsprozess mitwirken. Daher fordern wir eine umfassende Demokratisierung der Schulen, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnet, die Schulen nach ihren Wünschen zu gestalten und zu verändern.

Selektives Schulsystem und G8

Wir lehnen das selektive Schulsystem und G8 aufs schärfste ab, da es soziale Ungerechtigkeiten fördert statt diesen entgegenzuwirken. Stattdessen verlangen wir eine Bildungspolitik, die Chancengleichheit für alle bietet. Wir fordern anstelle der gegenwärtigen Form von G8 ein transparentes Kurssystem, das das Abitur in 12 oder 13 Jahren ermöglicht.

SSR   – Stadtschülerrat Darmstadt
AStA – Hochschule Darmstadt
AStA – TU   Darmstadt

Ein Kommentar

  1. aussem echo-online:

    Darmstadt. 2500 Schüler demonstrieren für bessere Bildung 14:13 15.1.2009

    Auf dem Luisenplatz sind heute nach Angaben der Polizei rund 2500 Schüler zu einer Demonstration zusammengekommen. Mehr Geld für Bildung forderten die Jugendlichen, genauso wie die Abschaffung von der Schulzeitverkürzung bis zum Abitur (G8) und der Unterrichtsgarantie Plus. Nach einer Kundgebung am Luisenplatz zogen die Schüler durch die Innenstadt zum Darmstadtium. Zu der Veranstaltung eingeladen hatte die Stadtschülervertretung Darmstadt. …
    kma

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