Superzug auf Schleichfahrt

Guude zamme,

Auszüge aus nem  artikel auf spiegel online:

„Auch mit dem neuen ICE bleibt das Kernproblem der Bahn ungelöst: Nicht wegen schlechter Züge, sondern wegen schlechter Gleise und zu häufiger Stopps ist sie viel zu langsam.“
„Zudem sorgen die föderalistischen Machtstrukturen der Bundesrepublik dafür, dass Provinzstädte, die kaum einen Regionalzug ernähren können, ICE-Bahnhöfe bekommen. Das zwingt den schnellsten Zug zur Schleichfahrt………………….“
„…! Frankreich hat das älteste und attraktivste Hochgeschwindigkeits-Bahnsystem Europas. Seine TGV, durchweg solide, in die Jahre gekommene Alstom-Züge, fahren von Paris nach Marseille (661 Kilometer Luftlinie) in nur drei Stunden. Für die kürzere Distanz Hamburg-München benötigt selbst der modernste ICE fünfeinhalb Stunden – also fast doppelt so viel Zeit.
Wie ist das nur möglich? Die französische Bahn SNCF erreicht ein aus deutscher Sicht sagenhaftes Durchschnittstempo mit vergleichsweise simplen Fahrzeugen. Die TGV haben keinen Unterflurantrieb und keine Wirbelstrombremsen, dafür teilweise Doppelstockwaggons, um dem enormen Fahrgastaufkommen gerecht zu werden – der TGV ist so begehrt, dass sich der innerfranzösische Flugverkehr fast erledigt hat…………! “
„Wie anders Bahnpolitik hierzulande funktioniert, zeigt das derzeit wichtigste Bauvorhaben im deutschen Schienennetz: eine durchgehende Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Stuttgart und Frankfurt am Main. Ohne Zwischenhalt ließe sich diese Strecke in weniger als einer Stunde zurücklegen – auch weitere Verbindungen wie Stuttgart-Köln würden attraktiver…! .“
„Doch auch hier haben sich einflussreiche Widersacher bereits in Stellung gebracht! .“
„……Darmstadt soll auf dem geplanten Korridor einen ICE-Bahnhof bekommen – voraussichtlich ohne Bypass-Lösung. Auch die Züge, die nicht in Darmstadt halten, werden also die Fahrt verlangsamen müssen, da die Strecke, wie in Mannheim, mitten durch die Stadt und durch den Hauptbahnhof führt.
Ein weiterer Stolperstein wird Frankfurt selbst sein. Die Bahn wollte dort ursprünglich den Südbahnhof zur Drehscheibe ausbauen. Er liegt südlich des Mains, wie der Flughafenbahnhof auch, und trotzdem nah am Zentrum. Roland Heinisch, damals Netz-Vorstand der DB, sprach sich Anfang des Jahrzehnts eindeutig für diese Lösung aus.
Dagegen ist jedoch die Frankfurter Stadtregierung unter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU): Sie will den Hauptbahnhof als Drehscheibe behalten, einen umständlichen Sackbahnhof nördlich des Main – und wird sich voraussichtlich durchsetzen…! .“

Der ganze artikel:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,699086,00.html

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