Libertäre und Antinationale Vorabenddemo

fahnen1.jpgAm 4. September findet in Dortmund anlässlich des neonazistischen „Antikriegstages“ eine libertäre und antinationale Vorabenddemo statt. Die Demonstration ist organisiert von der Anarchistisch-Syndikalistischen Jugend NRW und anderen linksradikalen Gruppen. Unterstützt von der FAU Region West will die ASJ eigene Akzente setzen und einer fehlenden libertären Perspektive im Ruhrgebiet entgegentreten!

Das kurze „warum überhaupt der 4. September?“

Antifaschismus ist seit jeher ein fester Bestandteil im Alltag von vielen jungen und älteren AnarchosyndikalistInnen, jedoch seltener konkret das Aktionsfeld von FAU oder ASJ als Organisationen. Für libertäre Organisationen hat daher eine Auseinandersetzung mit Nationalismus und Krieg einen entscheidenen Standpunkt, um zu faschistischen Tendenzen Stellung beziehen zu können.

„Allein dieser Fakt zeigt, dass es Zeitpunkte gibt, an denen wir nicht mehr nur als Einzelne die Antifa-Bewegung unterstützen, sondern selbst alle Kraft aufwenden müssen, um einem erstarkenden und aggressiven Neonazismus die Stirn zu bieten. Das ist in Dortmund eindeutig gegeben“ so ein Sprecher der ASJ Recklinghausen.“Wir müssen uns bewusst sein, dass die Etablierung unserer Politik erst mit der Lösung des Naziproblems in Dortmund und Umgebung erfolgreich sein kann, da aus diesen gewaltbereiten und aggressiven Strukturen eine tägliche Gefahr ausgeht, mit der sich die Menschen konfrontiert sehen.“
Eine Sprecherin fügt hinzu: „Ferner kann es einfach nicht sein, das antifaschistische Arbeit in Dortmund und dem Ruhrpott ausschließlich einen antideutschen Stempel hat. Wir setzen mit einer libertären und antinationalen Demonstration im Ruhrgebiet, die eigens versucht Menschen zu erreichen anstatt durch gewisse Gebärden eher abschreckend zu wirken, ein ganz eigenes und seltenes Zeichen.“

Dortmund entwickelt sich zu einer Hochburg der Neonaziszene, und hier im besonderen dem der sogenannten „autonomen Nationalisten“ die den Stadtteil Dorstfeld komplett für sich als national befreite Zone beanspruchen. Angriffe auf die marginalen alternativen Treffpunkte und auf Menschen mit Migrationshintergrund oder als „Links“ deklarierte Menschen sind Alltag in Dortmund, daran ermahnt nicht zuletzt der Mord an den Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz. Konflikte zwischen „Antideutschen“ und „AntiImps“ lähmten die Bemühungen um Antifa-Arbeit und schreckte viele AntifaschistInnen ab.

Die ASJ-NRW will hier mit der FAU den Grundstein legen, gegen die größte jährliche Demonstation „autonomer Nationalisten“ ein neues Zeichen zu setzen, und für eine eigene Position zu werben – antinational, klassenkämpferisch und libertär!

Auf nach Dortmund – gegen Krieg und Nationalismus!

http://www.fau.org/ortsgruppen/frankfurt/art_090803-175540

Ein Kommentar

  1. http://de.indymedia.org/2009/09/259837.shtml

    1200 auf antinationaler Vorabenddemo
    jawaddenn 05.09.2009 00:40 Themen: Antifa —1200 auf antinationaler und libertärer Vorabendemo im Rahmen der Antifa Action Days in Dortmund — Polizei razzt vor Demo Lauti und verhindert den Auftakt auf angemeldeter Katharinenstr.– Trotz diverser Bullenschikanen kraftvolle Demo mit schwarz-rotem und Umsganze-Fahnenmeer —Kurzüberblick
    Am 4. September versammelten sich an die 1200 Antifaschististinnen, Liksradikale und AnarchosyndikalistInnen zur antinationalen und libertären Vorabenddemo: „Nationalismus überwinden! Grenzen einreißen! Gegen Herrschaft, Volk und Vaterland!“.

    Zur Demonstration aufgerufen hatte ein Bündnis bestehend aus der anarchistisch-syndikalistischen Jugend NRW (ASJ NRW), den Umsganze Gruppen NRW und dem antifaschistischen Impuls Dortund.

    Der Anfang der Demonstration gestaltete sich schwierig. Die Bullen durchsuchten den Lautsprecherwagen auf dem Wege zur Demo und versuchten die Lautsprechercrew in gewahrsam zu nehmen. Nachdem die sich versammelten Demoteilnehmerinnen von der Schikane der Polizei hörten, strömten sie Richtung Lauti, wo schließlich die Polizei einsehen musste, dass ihre versuchte Verunmöglichung der Demonstration angesicht der Situation von 800 DemonstrantInnen rund um den lauti nicht durchzusetzten war.

    So konnte die Autaktkundgebung mit einstündiger Verzögerung erst gestartet werden. Nach Redebeiträgen von Bundeswehr wegtreten und der FAU Münster zog die Demonstration lautstark und kämpferisch los.

    Auf der Abschlusskundgebung angekommen wurden Redebeiträge der Autonomen Antifa [F], der ASJ NRW und der antifaschistischen Union Dortmund gehalten.

    Neben den Redebeiträgen legten Susanne Blech und Telemarker eine grundsolide Powerpop Electro-Show vom feinsten vor den zahlreichen Versammlungteilnehmerinnen hin.

    Für das Wochenende war der heutige Tag ein gelunger Auftakt. Morgen gehts mit Deichkind um 11 Uhr auf dem Gerichtsplatz, Nazis in Dortund, und einer Menge Remmi-Demmi weiter!!!

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