kommunaler präventionsrat und gefahrenabwehrverordnung

guude zamme,

hier ein artikel aussem darmecho über die 15 jahresfeier des kommunalen präventionsrates.

Leider ist bei uns im darmhausen wieder mal ne gefahrenabwehrverordnung im gespräch (1993 ham se ja schon mal pro-bier-t ne antiöffentlichsäufersatzung durchzuprügeln)

Deswegen ham wir ne stellungnahme/presseerklärung dazu geschrieben.

Ala………..eh schee wochenende und sonne zumindest ins gemüt

wünscht der jörg d. DE 10.11.2007

Politiker, Punks und Polizei
Festakt: Präventionsrat feiert fünfzehnjähriges Bestehen in der Orangerie – Präventionspreise werden vergeben – Diskussionsrunde mit Dezernenten, Polizei und Punks aus der Innenstadt

Auf den Fensterbänken stapelten sich die Glückwünsche: Grüße dutzender Einrichtungen, Organisationen und Initiativen, die dem Kommunalen Präventionsrat Darmstadt (KPRD) zum fünfzehnjährigen Bestehen gratulierten, waren auf Kartons aufgebracht und dekoriert. Am Donnerstagabend feierte der KPRD unter dem Motto “wirksam begegnen” in der Orangerie. Zum Gratulieren war auch Oberbürgermeister Walter Hoffmann gekommen und sagte, er teile den Stolz auf die Pionierarbeit mit seinem Vorgänger Peter Benz.

Glückwünsche konnten auch die drei Preisträger des diesjährigen Präventionspreises entgegennehmen. Zum ersten Mal erhielt eine einzelne Person die Anerkennung für erfolgreiche Vorsorgearbeit: Heinz Danz, der in Kranichstein beim Sportverein Blau-Gelb den Jugendfußball möglich machte und betreut.

Seit vier Jahren können die einheimischen Kicker dank ihm auf der Brentanowiese spielen. “Beim ersten Training kam keiner”, erinnerte er sich schmunzelnd. Doch als er sie persönlich ansprach, kamen sie. Heute seien es 44 Kinder, die regelmäßig spielten. “Sie sind weg von der Straße und es ist eine sinnvolle Aufgabe”, berichtete Danz stolz.

Den zweiten Preis erhielt das Kinder- und Jugendzirkusprojekt Waldoni. Der Verein leistet in Eberstadt-Süd Präventionsarbeit durch Zirkuspädagogik und eine Kreativwerkstatt. Drei Nachwuchsartisten bedankten sich mit einer Kostprobe ihres Könnens auf der Bühne.

Der dritte Preis ging an die Albert-Einstein-Schule in Groß-Bieberau im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Lehrer Michael Schröck-Lichtenstern nahm den Preis für das Projekt “Mittendrin”, das die seelische und körperliche Gesundheit von Fünf- und Sechstklässlern fördert.

Anschließend warfen Volker Weyel und Uwe Walzel, Jugendkoordinator der Polizei, einen Blick zurück. 15 Jahre Präventionsrat: “Dass ein Polizeipräsident neben Dezernenten sitzt, ist heute noch ungewöhnlich”, sagte Weyel. Sie erinnerten an jeweils aktuelle Themen. Zum Beispiel “Prävention und Sport” im Jahr 1999, “Mehr Respekt vor Kindern” 2001 oder “Jugendschutz, Medienkompetenz” im vergangenen Jahr.

Das Thema dieser Konferenz lautete “Dialogforum Innenstadt”. Der Präventionsrat hatte eine Runde zusammengestellt, die über die jüngst in einer Szenebefragung (wir berichteten) aufgegriffene Situation in der Innenstadt sprach. Sprach, nicht stritt. Was andernorts zu einer heißen Debatte geführt hätte, blieb in der Orangerie bei einem Gespräch.

Zwei Punks legten unter anderem den Dezernenten Partsch und Wenzel sowie dem Vorsitzenden des Vereins City-Marketing, Karl-Heinz Göttert, ihre Argumente dar, warum die Gruppe in die Innenstadt gehört. Man tauschte sich aus, zeigte Verständnis und versprach, an den Problemen zu arbeiten. Sogar ein Rollentausch wurde wechselseitig angeboten: Die Punks als Polizisten und die Dezernenten einen Tag lang am Brunnen auf dem Luisenplatz.

In der kurzen Schlussrunde betonten die Teilnehmer der Diskussion ihre Zufriedenheit und Zuversicht. Partsch sicherte “offene Ohren” zu, Göttert sagte, er wolle fortan bei Problemen durchaus den direkten Kontakt suchen – “auch mal ohne Ämter”.

Allein der entspannte Austausch über die Problematik wurde allgemein als Erfolg gewertet. Als Symbol des Netzwerks trugen die Zuschauer der Konferenz die Glückwunschkartons von den Fensterbänken am Ende noch auf die Bühne.

Der präventionsrat

Politik und Polizei an einem Tisch

Der ehemalige Oberbürgermeister Peter Benz und der damalige Polizeipräsident Peter Bernet hatten den Präventionsrat 1992 gegründet, um sich für Gewalt-, Kriminalität- und Drogenprävention einzusetzen. Das Gremium sollte Politik, Polizei und Sozialeinrichtungen an einen Tisch bringen. Vorhandene Strukturen sollten gefördert, verschiedene Institutionen neu vernetzt werden. Der Präventionsrat gilt als Modell für andere europäische Kommunen. Auftraggeber sind Oberbürgermeister Walter Hoffmann, Polizeipräsident Gosbert Dölger, Sozialdezernent Jochen Partsch, Ordnungsdezernent Dieter Wenzel und Bürgermeister Wolfgang Glenz.

http://www.echo-online.de/3/static/533539.htm

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