ICE anbindung darmstadt

Tja, wie oft üblich, bei darmecho reporter bratschnick, fallen die redebeiträge der kleinen fraktionen unter den tisch und „die sache“ stellt sich  dadurch etwas einseitig dar.
Deswegen zumindest hier (und in der FAZ vom 17.4. ;o))) zu eurer aufklärung………
Im gegensatz zu lindscheids behauptung haben wir klar stellung gegen die direktanbindung darmstadts durch einen eigenen halt bezogen.
Wir fordern den oberbürgemeister auf seine verhandlungen grundsätzlich danach auszurichten, das ein teil der zu erwartenden 94,2 millionen oiro dazu verwendet werden, die anbindung darmstadts an die hauptknotenpunkte ffm, frankfurt/flughafen und evtl.  mannheim zu verbessern (z.b. ausbau der strecke DA –FAG – WI  (nordanbindung)sowie eine engere taktung der verbindungen) und den betrieb über einen festgelegten zeitraum zu finanzieren.
So sparen wir steuerzahler geld (2-fach bund und stadt!!!!) und zusätzlich dient eine solche verbesserung des ÖPNV täglich tausenden von pendlern.
Ist ja wohl ne totale hohlgranate, wenn (wie im ZIV gutachten der TUD vom 13.1.2010 festgestellt) die transferzeit vom HBF-DA zum fernbhf-west fast ebenso lange ist wie vom HBF-DA zum HBF-FFM.
Die verbindung   HBF-DA – fernbhf-DA uns aber jährlich millionen oiro unterhalt kostet, bei   gerade mal  einem ICE  halt pro stunde, je richtung……! .
Kann denn das niemand versteh`n???????????????
Menno, menno…………
Im anschluss der darmecho artikel vom letzten bausauschuss:

(der FAZ artikel ist leider nicht öffentlich und seid gleichschaltung des regionalteils der frankfurter rundschau mit dem darmecho keine andere info zu bekommen)

http://www.echo-online.de/suedhessen/darmstadt/ICE-Bahnhof-als-Puffer-fuer-Mannheim-;art1231,816968
17. April 2010   |   db
ICE-Bahnhof als Puffer für Mannheim?
Verkehr: Gehrke: Bahn kann auf Haltepunkt in Darmstadt nicht verzichten – Hoffmann: Keine Chance für Hauptbahnhof
DARMSTADT.
Im Windschatten einer Vollanbindung des Mannheimer Hauptbahnhofs an das Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsnetz könnte ein gut ausgebauter ICE-Haltepunkt in Darmstadt für die Bahn unverzichtbar werden: Auf diesen Zusammenhang hat Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Gehrke (CDU) am Donnerstagabend bei einer gemeinsamen Sitzung von Verkehrs- und Umweltausschuss des Stadtparlaments hingewiesen.
Bislang hat sich die Bahn nur widerstrebend bereit erklärt, einige ihrer Schnellzüge in Darmstadt halten zu lassen. Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) verhandelt seit Monaten mit dem Bahnvorstand über die Finanzierung eines Außenbahnhofs an der geplanten neuen ICE-Trasse im Westen der Stadt.
Diesen Außenbahnhof müsse die Bahn in jedem Fall bauen, wenn der gesamte ICE-Verkehr über den Mannheimer Hauptbahnhof geleitet werde, erklärte Gehrke. Dies sei inzwischen sicher. Vertreter der Bahn sowie des Verkehrsministeriums hätten ihm bestätigt, dass in diesem Fall aus betrieblichen Gründen ein Bahnhof mit ,,Pufferfunktion“ im Umkreis Mannheims unabdingbar sei.
Gehrkes Aussage wurde am Freitag auch aus Hoffmanns Umfeld bestätigt. Allerdings stehe die Vollanbindung Mannheims noch nicht fest. Auch ein Sprecher der Bahn erklärte am Freitag auf Anfrage, für Mannheim sei noch nichts entschieden.
Die Kapazität des Mannheimer Hauptbahnhofs ist begrenzt, von vier Schnellzug-tauglichen Gleisen ist die Rede.Wenn Züge länger in Mannheim halten, etwa um Anschlusszüge abzupassen, können rasch Engpässe entstehen: Darauf hatte Matthias Mähliß von der Deutschen Bahn Projektbau GmbH bei einer Ausschusssitzung der Re gionalversammlung Südhessen am 12. Februar in Frankfurt hingewiesen. Ein Außenbahnhof in Darmstadt könne diese Situation ,,entzerren“, sagte Mähliß. Er kritisierte zugleich die Stadt wegen ihrer Haltung in der ICE-Debatte: Alle von der Bahn vorgeschlagenen Anbindungs-Lösungen seien letztlich an neuen Forderungen aus Darmstadt gescheitert.
An der Sitzung in Frankfurt hatte auch Gehrke teilgenommen. Er erklärte am Donnerstagabend, die Bahn brauche vermutlich Haltemöglichkeiten in Darmstadt über zwei Außenbahnhofs-Bahnsteige hinaus. Dann komme der Darmstädter Hauptbahnhof wieder ins Spiel.
Am Freitagnachmittag kam jedoch eine abweichende Information aus Mannheim: Am dortigen Hauptbahnhof gebe es keine Kapazitätsengpässe, betonte Stefan Dallinger, Verbandsdirektor der Region Rhein-Neckar, die federführend für eine ICE-Vollanbindung kämpft. Bahn-Chef Rüdiger Grube habe ausdrücklich bestätigt, dass der Mannheimer Hauptbahnhof bei einem Ausbau alle Züge aufnehmen könne. Dazu sei lediglich ein zusätzlicher Bahnsteig nötig; ausreichend Platz sei vorhanden.
,,Es hat keinen Sinn, dass wir uns selbst etwas vormachen“, erklärte Oberbürgermeister Hoffmann am Donnerstagabend: ,,Keiner der Beteiligten verhandelt noch ernsthaft über eine Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs.“ Er mahnte die Stadtverordneten, rasch der Außenbahnhofs-Lösung zuzustimmen: ,,Ich habe die ernsthafte Befürchtung, dass die Mittel sonst an andere Projekte weitergegeben werden, denn die Verteilungskämpfe werden immer härter.“
Hoffmann schilderte den Ausschussmitgliedern seine Bemühungen, in Verhandlungen eine möglichst vollständige Finanzierung des Außenbahnhofs West sowie einer Gleisverbindung zwischen Darmstädter Hauptbahnhof und Frankfurter Flughafen (,,Nordanbindung“) durch die Bahn durchzusetzen. Ende März sei der Stand folgendermaßen gewesen: 94,2 Millionen von erwarteten 100 Millionen Euro für den Fernbahnhof sowie 8,7 Millionen von erwarteten 36 Millionen Euro für die Nordanbindung habe die Bahn fest zugesagt.
Hoffmann erklärte, er bestehe auf eine Vollfinanzierung durch die Bahn. Die Chancen dafür stünden nach seiner Einschätzung nicht schlecht. Wenn entsprechende Zusagen vorlägen, müsse das Stadtparlament über das Verhandlungs ergebnis entscheiden. Die Stadtverordneten waren allerdings ohnehin davon ausgegangen, dass die Bahn die entsprechenden Kosten voll übernimmt, und hatten einen Außenbahnhof dennoch fast einstimmig abgelehnt.
Gehrke wies auf drohende Folgekosten der Außenbahnhofs-Lösung hin, auf denen die Stadt in jedem Fall sitzen bleiben werde: Für die Nahverkehrs-Anbindung des Außenbahnhofs und für den Verkehr auf der Nordanbindung würden jeweils mehrere Millionen Euro pro Jahr fällig.
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Brigitte Lindscheid betonte, das Parlament sei einhellig für die Vollanbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs. Sie äußerte Zweifel, ob der Oberbürgermeister von der Bahn als Verhandlungspartner noch ernst genommen werde. Hoffmann versicherte, dies sei sehr wohl der Fall. Die Übernahme der Folgekosten sei Verhandlungssache.

2 Kommentare

  1. So sehr ich es auch versuche und mich anstrenge, aber ich versteh die Notwendigkeit eines ICE-Stopps in Darmstadt einfach nicht. So ein Schnellzugsystem macht ja nur Sinn, wenn es die Hauptverkehrsknotenpunkte des Landes miteinander verbindet und die Verteilung in die Peripherie dann von diesen Hauptverkehrsknotenpunkt stattfindet, aber eben gerade NICHT durch eine Direktanbindung an das Schnellzugsystem. Und der Hauptverkehrsknotenpunkt der Region ist, ob uns das in Darmstadt nun passt oder nicht, nunmal Frankfurt. Wenn man aber nach gerade mal 30km schon wieder stoppt und dann in Mannheim schon wieder (oder vielleicht auch in Bensheim, oder wer war das, der letztes Jahr auch meinte, er bräuchte unbedingt eine Direktanbindung?), wird das ganze System vollkommen sinnlos.

    Auch wenn das ein wenig am Stolz der Darmstädter kratzt, aber wir müssen endlich einsehen, dass wir – zumindest verkehrstechnisch (aber auch als Wirtschaftsraum) – zur Peripherie Frankfurts gehören und in der Hierarchie eines sinnvollen Verkehrssystem eben nur die zweite Geige in der Region sind. Das viele Geld für die ICE-Anbindung sollte man besser dafür nutzen, für eine bessere und schneller Verbindung nach Frankfurt zu sorgen, damit wäre den Pendlern geholfen und die, die den ICE brauchen, kämen auch schnell genug an einen Anschluss, zumal sie in solch einem Konzept unterm Strich wahrscheinlich trotzdem noch schneller an ihrem Zielort wären, weil dann der ICE nicht durch ganz Südhessen und Rheinhessen mit angezogener Handbremse fahren müsste.

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