heilende wirkung einiger (ab)stürze

guude zusammen,

um mal wieder en büschen lokale politik auf die seite zu bringen, hab ich mich entschlossen doch was zur aktuellen FDP pressemitteilung (31.12.2011)  zu schreiben.

So schmerzlich und tragisch stürze  in die offengelegte WKZ-darmbachrinne für radfahrer waren, so haben zumindest politische (ab)stürze von parteien anscheinend manchmal heilende wirkung.

Die FDP fordert „die never ending story um eine offenlegung des darmbachs zu beenden“ und zwar durch auffüllen mit erde und anschließender bepflanzung……

Hey…. gute innovative idee aber….. irgendwie war da doch mal was?

Jaaa…. genau!!!

http://www.uffbasse-darmstadt.de/?p=1529

Und auch  richtig…..vor etwas über einem jahr hat die fdp noch unseren antrag der darmbachrinnenbefüllung und -pflanzung als unsinnig aufs vehementeste abgelehnt. Denn damals sollte das (mit liberaler hilfe geborene) darmstadtium noch mit wasserspielchen bespasst werden.

Wer`s genauer wissen will, kann sich (links unter „themen“)  bei „darmstadtium“ durchkliggern und im anschluss die aktuelle PM der FDP im wortlaut und das abstimmungsverhalten der FDP und anderer fraktionen zu unserem „bepflanzungsantrag“…

Klein: „Die never-ending Story um eine Offenlegung des Darmbachs beenden.“

„Es ist die Zeit der guten Vorsätze für das neue Jahr. Mit einem Antrag, der sich gegen weitere Planungen einer millionenschweren Offenlegung des Darmbachs richtet, startet die FDP-Fraktion in das Jahr 2012.“, so die Fraktionsvorsitzende Sandra Klein.

Bereits in der Vergangenheit hatte die Stadtverordnetenversammlung mit einer breiten fraktionsübergreifenden Mehrheit eine Absage an eine weitere Offenlegung des Darmbachs erteilt und die Umsetzung des Projekts eingestellt. Die FDP hält an diesem Beschluss fest. „Die FDP ist sogar bereit sowohl den Sand als auch die Bepflanzung zu spenden, um die Rinne vor dem Darmstadtium zu zuschütten“, verspricht Klein.

Weiter Klein: „Die Rinne vor dem Darmstadtium bringt keinen stadtplanerischen Mehrwert, sondern hat sich als gefährliche Fallgrube erwiesen. Außerdem gibt die FDP zu bedenken, dass der Herrengarten unter Denkmalschutz steht. Hier ebenfalls einen Grand Canyon hineinzugraben wie auf der Lichtwiese, wäre ein Frevel an der Umgebung.“

„Aus unserer Sicht müssen sich auch Umweltschutzmaßnahmen nach den Maßstäben der langfristigen Wirtschaftlichkeit und des objektiven Nutzens für die Bürgerinnen und Bürger messen lassen. Das Projekt Darmbach-Offenlegung erfüllt diese Kriterien nicht. „, sagt Klein.

„Die Offenlegung des Darmbachs ist ein Prestigeprojekt, das auf dem Altar des grünen Dogmatismus geboren wurde, die CDU sollte hier innerhalb der Koalition die Stimme der Vernunft sein und den millionenteuren Wasserspielen eine klare Absage erteilen. Mit dem Slogan „You can´t always get what you want“ ist grün-schwarz in Darmstadt angetreten. Die CDU sollte den Grünen an dieser Stelle klar machen, dass das auch für sie gelten muss.“, erklärt Klein abschließend.

Quelle:  http://www.fdp-darmstadt.de/

Und hier noch das damalige abstimmungsverhalten zu unserem antrag:

Punkt 10: Antrag der Fraktionen UFFBASSE und Alternative DA vom 3. August 2010 betr.
Bepflanzung Darmbachrinne vor darmstadtium
(SV-Nr. 2010/0048)
Nach eingehender Diskussion stellen die Fraktionen SPD und FDP folgenden neu
formulierten Antrag:
„Der Magistrat wird aufgefordert, die Kosten für die Installation einer Reihe von
Wasserfontänen in der Darmbachrinne vor dem Wissenschafts- und Kongresszentrum,
aufgeschlüsselt nach Investitions- und Betriebskosten, der Stadtverordnetenversammlung
vor einer endgültigen Entscheidung vorzulegen und nach
Sponsoren zu suchen.“
Gegen die Stimme der Fraktion UFFBASSE und bei Stimmenthaltung der Fraktion
Alternative DA, empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, dem
Antrag zuzustimmen.
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung den Antrag der
Fraktionen UFFBASSE und Alternative DA abzulehnen (dafür: die Fraktionen CDU,
UFFBASSE und Alternative DA, dagegen: die Fraktionen SPD, Bü 90/Grüne und
FDP).

3 Kommentare

  1. Zu meiner Verteidigung möchte ich nur anmerken, dass ich erst seit einem halben Jahr Stadtverordnete bin und es mir schnurz egal ist, wie die alte Fraktion zu der Rinne gestanden hat. :-) Das Ding ist einfach blödsinn und gehört endlich weg!

  2. so so alte damstätter fdp tradition — was interesiert mich mein dum geschwätz von vorgestern — wenn ich auch heut was dämliches von mir geben kann —– gut zu wissen das es nicht ums geld geht —

  3. Ui, Boing, Treffer!

    Eigentlich müßte ich ja damals dabei gewesen sein – aber ich kann mich ehrlich nicht an diesen Uffbasse-Antrag erinnern. Sondern mich jetzt sogar gewundert, daß noch niemand auf diese naheliegende Idee gekommen ist …

    Ansonsten wären mir vom Prinzip her Wasserfontänen immer noch deutlich lieber. Ich finde Wasserspiele einfach schön.
    Aber offensichtlich hat der Magistrat den StaVo-Beschluß schlicht ignoriert, Kostenschätzungen oder gar Sponsoren sind nicht in Sicht – und es wird eine schnelle Lösung gebraucht. Die hätten wir natürlich schon letztes Jahr haben können, da hat Jörg schon recht.

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