Dokumentation: Killing Nazis

Montag, 17 Februar, ab 20.00 uhr, inne oetinger villa DAPOCUTF8_10117689902_Original_Daccord
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Geboren 1921 im Wiener Arbeiterbezirk Ottakring, wächst Alfred Müller im „roten Wien“ auf. Dass er Jude ist, hat für ihn keine Bedeutung. Als der Nationalsozialismus erstarkt, beschließt er, nach Palästina zu emigrieren. Seine Eltern wollen ihn zum Bleiben überreden, doch im Februar 1939 hat der 17-Jährige die nötigen Papiere beisammen und verabschiedet sich von den Eltern, die er nie mehr wiedersehen wird. Am 15. März landet Alfred Müller illegal in Palästina. Er hilft beim Aufbau des Kibbutz Kfar Menachem und nimmt den Namen Chaim Miller an.
Als Generalfeldmarschall Rommel nach Palästina vorrückt, plant die Organisation Haganah, Vorläufer der späteren Armee Israels, ein streng geheimes Kommando-Unternehmen: Einige Dutzend Juden aus Österreich und Deutschland sollen hinter den deutschen Linien Sabotageakte ausführen – und müssen dafür als „echte Nazis“ trainiert werden. Chaim Miller meldet sich sofort. Noch bevor seine Einheit zum Einsatz kommt, schlägt der britische General Bernard Montgomery 1942 Rommels Panzerarmee zurück. Doch Chaim Miller und seine Kameraden möchten kämpfen. Als die Truppe endlich den Marschbefehl erhält und im Mai 1945 in Italien landet, ist der Krieg jedoch zu Ende. Die Briten fürchten Racheaktionen und stationieren die jüdischen Truppen deshalb nicht in Österreich oder Deutschland, sondern im italienischen Friaul. Dort erfahren die Soldaten immer mehr über das Ausmaß der Vernichtung der Juden und die Auslöschung ihrer Familien. Sie beschließen, selbst tätig zu werden. Von jugoslawischen Partisanen erhalten sie Listen mit den Adressen hochrangiger SS-Männer und Gestapo-Beamter – insgesamt 700 Täternamen. Die geheime Aktion „Nakam“ – das hebräische Wort für Rache – beginnt. Ehemalige NS-Schergen werden entführt, verhört und hingerichtet. Wie viele Nazis auf diese Weise getötet wurden, ist bis heute unbekannt.

Die Dokumentation „Killing Nazis“ erzählt die Geschichte eines wahren „Inglourious Basterd“, des heute 91-jährigen Chaim Miller

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