*die uni gehört allen*

rechteck.png* solidarisch für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben. *

Liebe Leute, liebe Genoss_innen

Das Protestplenum in Frankfurt ruft auf zur bundesweiten Demo am 30.01.2010 um 14.00 Uhr am Campus Bockenheim; was nicht bedeuten soll, dass die Einladung auf die Bundesrepublik bezogen oder begrenzt ist. Über alle Grenzen hinweg geht der Ruf nach Solidarität!

Auf der Demoseite www.unigehoertallen.tk finden sich noch weitere Materialien, der Aufruf, Banner zur Einbindung in eure Homepage und auf www.bildungsstreik-ffm.de ist das Mobilisierungsvideo verlinkt, das ihr auch gerne verbreiten könnt!

 Meldet euch bei uns wenn ihr noch mehr Mobilisierungsmaterial braucht oder bei Fragen zur Demo. Kommt zahlreich, Organisiert Züge und Busse nach Frankfurt. Verbreitet die Informationen!

Wegen Schlafplätzen wird in den nächsten Tagen auf www.unigehoertallen.tk eine Übernachtungsbörse eingerichtet.

Solidarische Grüße aus Frankfurt.

Aufruf:

Die Ausrichtung aller Lebensbereiche auf ihre Verwertbarkeit verschärft sich. Flankiert wird diese Entwicklung durch autoritäre Maßnahmen und die Kriminalisierung sozialer Widerstände. Stechuhren, Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel, Exzellenzinitiativen, Selektion an Schulen und Hochschulen, Abschiebungen und „blue cards“ nur für „hochqualifizierte“ Migrant_innen, all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.

Die Frankfurter Stiftungsuniversität kann hierfür als eine der Pioniere gelten. Studierende besetzten dort Ende November eines der Gebäude der Goethe-Uni, das regelmäßig an Konzerne vermietet wird. Sie wollten dort Raum und Zeit für eine kritische Auseinandersetzung schaffen. Am 02.12.2009 wurde dieser studentische Protest gewaltsam durch die Polizei beendet. Seitdem herrscht Ausnahmezustand an der Frankfurter Universität: Kritischen Studierenden drohen die Zwangsexmatrikulation und Strafverfahren, immer wieder patrouilliert Polizei auf dem Campus und der Universitätsbetrieb wurde mehrfach durch Aussperrungen lahm gelegt.

Auch in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommt es immer öfter zu sozialen Konflikten. Arbeiter_innen, Azubis, Schüler_innen, Studierende, von Abschiebung Bedrohte, Erwerbslose und andere gehen auf die Straße. Dabei verweisen all diese Proteste auf die Möglichkeit einer gemeinsame Forderung: Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich nach den Menschen zu richten, nicht nach Profitinteressen. Die Organisierung der Gesellschaft muss von den Menschen selbst bestimmt sein. Um wirklich etwas zu verändern, müssen wir genau dies als gemeinsames Ziel formulieren und erkämpfen.

Statt den kürzenden, ausschließenden, überwachenden Staat um Hilfe anzurufen, müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen und dafür kämpfen, dass die Schule unsere Schule, die Uni die Uni aller, die gesellschaftliche Produktion nach den Bedürfnissen aller das Leben ein selbstbestimmtes Leben sein soll. Die Uni gehört Allen! Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben! Unser Leben in unsere Hände! Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche!

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