„Das Baskenland – Lichtblicke im Friedensprozess“

Freitag, 17.01.14index.php
HoffART Theater
Lauteschlägerstrasse 28
Darmstadt

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Kein Eintritt, Spenden erwünscht

ab 20:00 – Vortrag und Buchvorstellung
ab 21:30 – Konzert mit Esne Beltza Sound System

Tourtrailer:

http://www.youtube.com/watch?v=6E-GxG-Gsog&feature=youtu.b

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Vortrag und Buchvorstellung von Ralf Streck
Das Buch „Lichtblicke im Baskenland – Interview mit Arnaldo Otegi“
erscheint im Januar 2014 in deutscher Übersetzung bei PapyRossa

Ralf Streck lebt und arbeitet als Journalist im Baskenland und berichtet
kontinuierlich in vielen Medien (z.B. Neues Deutschland, Telepolis) auch
über politische Entwicklungen im Baskenland. Er gibt einen Überblick
über die politischen Entwicklungen, Friedensbemühungen, aber auch über
die Schließung von Zeitungen, Folter, die Lage der politischen
Gefangenen etc.
Er hat an der Übersetzung eines neuen Buches mitgearbeitet, das im
Januar 2014 im Papyrossa Verlag erscheint. Darin beleuchtet der
inhaftierte ehemalige Sprecher der mittlerweile verbotenen Linkspartei
Batasuna und Generalsekretär der neuen Partei Sortu, Arnaldo Otegi,
selbstkritisch bisher gescheiterte Verhandlungsprozesse, mit denen eine
Friedenslösung gefunden werden sollte. Streck wird über die
Buchvorstellung den Schwenk der linken Unabhängigkeitsbewegung
skizzieren, die nun eine Politik der Gewaltlosigkeit verfolgt. Eine
Konsequenz daraus und wichtige Voraussetzung für den aktuellen Prozess
ist, dass die Befreiungsorganisation ETA nach 50 Jahren 2011 den
bewaffneten Kampf eingestellt hat. Trotz allem wollen nun weder Spanien
noch Frankreich auch nur über die Abgabe der Waffen mit ihr sprechen,
wie es die Roadmap eines Friedensplans vorsieht. Und die baskische Linke
wird weiter mit Repression überzogen, um ein Scheitern des
Friedensprozesses zu provozieren. Doch das wird die Linke nicht davon
abhalten, weiter einseitige Schritte zu gehen. Die Linke überzeugt immer
breitere Teile der Gesellschaft von der Bedeutung, das
Selbstbestimmungsrecht zu erreichen, um über die eigene Zukunft frei
entscheiden zu können.
www.info-baskenland.de

Konzert von Esne Beltza Sound System

Esne Beltza (Schwarze Milch) kommen aus Gipuzkoa, im Herzen des
Baskenlands. Die Gruppe hat längst auch darüber hinaus Kultstatus und
sich bei Auftritten in Deutschland schon einen Namen gemacht. Ihr
energetischer Mix aus Ska, Reggae, Hiphop wird immer begleitet von der
„Trikitixa“, dem baskischen diatonischen Akkordeon, und Texten in der
ältesten Sprache Europas: Baskisch. Die Verbreitung der eigenen Kultur
und Sprache, das Eintreten für soziale Gerechtigkeit, der Freiheit der
politischen Gefangenen gehören zu ihren größten Anliegen. Der Sänger und
Akkordeonist Xabi Solano und der DJ Zigor “DZ“ Lampre sind oft zu zweit
als „Esne Beltza Sound System“ unterwegs und treten auf Demos und
Kundgebungen der linken Unabhängigkeitsbewegung auf. Aus der
beachtlichen musikalischen Karriere der zwei und dem brandneuen Album
von Esne Beltza „Gora!“ (Hoch) kommen viele politisch engagierte Texte
zusammen, die wir euch an diesem Abend zum Teil sogar übersetzt vorstellen!
www.esnebeltza.info

weitere Tourdates:

Samstag, 18.01.2014
Karlsruhe
Werderstraße
KoHi e.V.
Einlass: 19:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 5 Euro

Sonntag, 19.01.14
Frankfurt
Club Voltaire
Kleine Hochstraße 5
Beginn: 19:00 Uhr
Kein Eintritt, Spenden erwünscht

Donnerstag, 23.01.14 (ohne Esne Beltza)
CH-Basel
OFF Bar
Offenburgerstr. 59
Beginn: 19:30 Uhr

weitere Lesungen im Januar in Planung!

Die Tour wird organisiert durch:
Euskal Herriaren Lagunak (EHL) – Freundinnen und Freunde des Baskenlands
aus Europa und Lateinamerika

Die Tour wird unterstützt durch:
Rote Hilfe e.V. (Bundesvorstand + OG Darmstadt), Bunte Hilfe Darmstadt,
AStA der h_da Darmstadt, Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur
Karlsruhe, ASKAPENA

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Euskal Herriaren Lagunak (EHL) – Freundinnen und Freunde des Baskenlands
aus Europa und Lateinamerika

Wer wir sind und was wir wollen

Wir sind ein Zusammenschluss verschiedener AktivistInnen, die die
Forderung nach einem demokratischen Konfliktlösungsprozess in Euskal
Herria, dem Baskenland, unterstützen. Viele von uns kennen das
Baskenland schon sehr lange und verfolgen den Konflikt seit Jahren.

Grundverständnis unserer Zusammenarbeit ist die internationale
Solidarität, das Recht der baskischen Bevölkerung auf Selbstbestimmung
und die Forderung nach einer Lösung des Konflikts durch Dialog und
politische Verhandlung aller Konfliktparteien. Wir arbeiten bereits mit
Solidaritätsgruppen aus dem Baskenland, aus Spanien, Frankreich, Italien
und Irland zusammen und streben nach einer weiteren
Internationalisierung und Vernetzung unserer Arbeit.

Ursache des Konflikts im Baskenland sind die Herrschaftsansprüche des
spanischen und des französischen Staates über Teile des Baskenlandes.
Konfliktparteien sind die spanische und die französische Regierung,
sowie die Unabhängigkeitsbewegung im Baskenland, die viele Sektoren der
baskischen Gesellschaft umfasst. Der Konflikt lässt sich nicht nur auf
die bewaffneten Aktionen der ETA (Euskadi Ta Askatasuna – Baskenland und
Freiheit) beschränken, wie es die spanische Regierung behauptet.

Unter dem Deckmantel des so genannten Antiterrorismuskampfes setzt vor
allem die spanische Regierung – aber zunehmend auch die französische –
politische und demokratische Rechte der Menschen, die im Baskenland
leben, außer Kraft. An ihre Stelle treten Polizeiwillkür,
Massenverhaftungen, Parteienverbote, die Missachtung des Mandats
gewählter Volksvertreterinnen und Volksvertreter, sowie die Entrechtung
der Gefangenen.

Wir halten es für einen skandalösen Ausdruck des Zustandes der
Demokratie in Europa, dass Spanien seit Jahren Foltervorwürfe, deren
Aufklärung Amnesty International und die Menschenrechtskommission der
UNO immer wieder fordern, einfach sanktionslos ignorieren kann.

Diejenigen zu Wort kommen zu lassen, denen vermeintlich demokratische
Staaten mitten in Europa Menschen- und Bürgerrechte vorenthalten, ist
ein wesentlicher Bestandteil unserer Öffentlichkeitsarbeit, sei es durch
Informationen auf unserer Webseite, durch die Organisation von
Veranstaltungen oder auch durch Delegationsreisen ins Baskenland.

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V.i.S.d.P.: Tim Gerike, Landgraf-Phillips-Anlage 32, 64283 Darmstadt
http://redradical.blogsport.de/
Benutzen soll der Mensch das Leben so, dass er sterbend sagen kann: Mein ganzes Leben, meine ganze Kraft habe ich dem Herrlichsten der Welt, der Befreiung der Menschheit gewidmet.
Ostrowski, „Wie der Stahl gehärtet wurde“