Bundesweites Vernetzungstreffen in Darmstadt 13.-16. Mai

vernetzungstreffen.jpg13.5. DONNERSTAG: Interne Vernetzung und Ausarbeitung der inhaltlichen Schwerpunkte

14.5. FREITAG: Vernetzung zwischen den Gruppen

und Nachttanzdemo (22 Uhr Start am Karolinenplatz)

SAMSTAG (15.5.) + SONNTAG (16.5.): Planung des Bildungsstreiks diesen Sommer

Die Ausrichtung aller Lebensbereiche auf ihre marktwirtschaftliche Verwertbarkeit verschärft sich. Flankiert wird diese Entwicklung durch autoritäre Maßnahmen und die Kriminalisierung sozialer Widerstände. Stechuhren, Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel, Exzellenzinitiativen, Selektion an Schulen und Hochschulen, Abschiebungen und “blue cards” nur für “hochqualifizierte” Migrant_innen, all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.

Die Bildungsproteste im vergangenen Jahr haben vielfältige Probleme im Bildungssystem zur Diskussion gestellt,. Sie haben einen sozialen Konflikt erkennen lassen. Oder : Und einen sozialen Konflikt klar erkennbar gemacht.

Auch in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommt es immer öfter zu sozialen Konflikten. Arbeiter_innen, Azubis, Schüler_innen, Studierende, von Abschiebung Bedrohte, Erwerbslose und andere gehen auf die Straße. Dabei verweisen all diese Proteste auf die Möglichkeit einer gemeinsamen Forderung:

Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich nach den Menschen zu richten, nicht nach Profitinteressen. Die Organisierung der Gesellschaft muss von den Menschen selbst bestimmt sein.

Um wirklich etwas zu verändern, müssen wir genau dies als gemeinsames Ziel formulieren und erkämpfen!

Dabei ist uns klar, dass der Kampf für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche immer den Kampf gegen Herrschaft an sich beinhalten muss. Beispielsweise sind Sexismus, Rassismus und Ageism zwar historisch untrennbar mit den gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen verwoben, jedoch auch nach der radikalen Demokratisierung aller Lebensbereiche weiter denkbar.

Statt den kürzenden, ausschließenden, überwachenden Staat um Hilfe zurufen, müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen und dafür kämpfen, dass die Schule unsere Schule, die Hochschule die Hochschule aller, die gesellschaftliche Produktion nach den Bedürfnissen aller – das Leben, ein selbstbestimmtes Leben sein soll.

Mit der Nachttanzdemo am 14.05. in Darmstadt wollen wir diese Gedanken Wirklichkeit werden lassen. Statt uns auf tristen Straßen dem Fortbewegungszwang zu unterwerfen, wollen wir einen Freiraum schaffen, in dem all unsere Gedanken, Utopien und Träume Platz haben und wir sie zur Realität werden lassen. Lasst uns gemeinsam solidarisch diesen Freiraum verwirklichen!

Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben! Unser Leben in unsere Hände! Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche!

Für ein Campus Camp wird gesorgt sein!

Komitee für freie Bildung

AStA TU Darmstadt

AStA Hochschule Darmstadt

http://darmstadt.bildungsstreik.net/

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