Antrag betr. Ausbau des Frankfurter Flughafens

Guude zamme,

die abstimmung im darmstädter stadtblablament zur klage gegen den fluchhafen ausbau   ist gelaufen.
Es wurde eine klage mit folgender zielsetzung von  allen  fraktionen gegen die stimmen von  cdu (dort eine enthaltung- suuuper!!!! das gewissen war  stärker als der fraktionszwang) und fdp beschlossen:

flughafen–  schutzmaßnahmen gegen lärm für die betroffenen stadtteile.
–  Komplettes nachtflugverbot zwischen 22.00 und 6.00 uhr
–  Aktiver schallschutz und satelittengestützte flugrouten

Unser antrag auf grundsätzliche klage gegen den ausbau fand immerhin von fast einem drittel der stadtverordneten (fast alle grünen, die linke, wasg, uwiga, teile von alternative darmstadt und wir) zustimmung.

Reicht aber ned :o(((.

Hier im anschluss mein babbel zu unserem  antrag,

beste grüße
der jörg d.
Sehr geehrter herr stavovorsteher- meine damen und herren

Ich spreche hier nicht für unsere gesamte fraktion aber für den überwiegenden teil.
Es wird behauptet das es für die rhein/main region notwendig wäre den fraport auszubauen.
Wofür?
Nur etwa ein viertel aller benutzer ist hier ansässig.
Die engpässe bestehen, weil mehr als die hälfte der kapazität zum umsteigen genutzt wird.
Das ist für die fraport ein gutes geschäft, für die anwohner eine unerträgliche belastung.

Heute schon muss das rhein/mein gebiet eine jährlichen belastung von 450 mill. litern kerosin leben, die bei start und landung verbrennen.
Bei voller auslastung nach dem ausbau würden sich die flugbewegungen und damit der schadstoffausstoss verdoppeln.
900 mill. liter kerosin!!!!!!!!!!!

350 hektar wald – überwiegend wertvoller und schützenswerter bannwald – ein wertvoller faktor zur klimaregulierung – wurde zur abholzung freigegeben.

Das geltende nachtflugverbot zwischen 22.00 uhr und 6.00 uhr wurde auf drängen von fraport um 2 stunden auf 23.00 uhr bis 5.00 uhr verkürzt.
Damit wurde die zurzeit gültige   nachtbeschränkung systematisch unterlaufen.
Es können – dadurch das fraport sich die geseztliche ausnahmegenehmigung selbst erteilen kann – über 200 flugbewegungen in spitzennächten stattfinden.

Frachtverkehr ist aber auf tag und nachtbetrieb angewiesen behauptet die lufthansa.
Beiladungen in passagiermaschinen verlieren aber an bedeutung, es gibt immer mehr flotten eigenständiger frachtgesellschaften.

Ein riesiger anteil sind inlandsflüge, wir fordern stattdessen den ausbau des ice netzes mit haltepunkten in den wirklich großen metropolen und entsprechend gute regionale vernetzung.

Die gesamtkosten des flughafenausbaus wird auf 5-6 milliarden euro geschätzt.
Allein der umzug von ticona soll 650 millionen euro kosten.
Da die fraport sich zum größten teil in öffentlichem besitz befindet wird der ausbau indirekt durch steuergelder finanziert.
Wieviel bahnverbindungen und arbeitsplätze könnten damit geschaffen werden?

.

Wir bestreiten nicht, dass der flughafen ein wichiger wirtschaftsfaktor ist.
Wir bestreiten nicht, dass dort viele arbeitsplätze existieren.
Wir bestreiten auch nicht, das es sich bei millionen fehlender arbeitsplätze in deutschland gut anhört, wenn durch erweiterung des flughafens neue entstehen.sollen.

Fraport verspricht   sogar 1000sende neuer arbeitsplätze – aber deren arbeitsplatzprognose wird   auf grundlage der beförderten passagiere berrechnet.

Es wundert deswegen das seid 1999 die zahl der direktbeschäftigten mit ca. 63.000 nahezu konstant geblieben ist, die zahl der passagiere aber um 5,2 millionen zugenommen hat.
Eigentlich hätte nach dem berechnungsschlüssel der fraport so die die zahl der arbeitsplätze um 7.500 zunehmen müssen.
So sind die arbeitsplatzversprechungen schon durch die wirklichkeit widerlegt.

Unberücksichtigt bleibt auch die frage, wie viele unternehmen und menschen aufgrund der mehrbelastung von lärm, schadstoffen, verlust von wohn und lebensqualität im falle eines ausbaus sogar wegziehen.

Ein wirkliches horrorszenario wäre ein riesiges flughafenabhängiges ghetto mit beständig absinkendem sozialem niveau.

Auch unsere bürger im norden werden den ausbau mit voller wucht zu spüren bekommen.
Eine klage mit dem alleinigen inhalt die flugrouten so zu verlegen, das wir darmstädter möglichst wenig abbekommen ist unsolidarisch gegenüber unseren nachbarkommunen und zeugt von der inzwischen in dieser gesellschaft üblichen egoistischen ellenbogenmentalität.

Deswegen fordern wir, um eine eindeutige stellung zu beziehen, eine klage zu führen die grundsätzlich gegen den ausbau gerichtet ist und diese so zu formulieren, das bei ablehnung   minimalforderungen durchzusetzen sind.

ANTRAG:

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat der Stadt Darmstadt wird beauftragt:

Gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens zu klagen.

Begründung:
Der Ausbau des Frankfurter Flughafens soll trotz Nichteinhaltung des Nachtflugverbotes
durchgeführt werden. Durch den Ausbau des Flughafens wird die Infrastruktur und die Möglichkeit neue
Wohnflächen im Norden Darmstadts zu schaffen weiter eingeschränkt. Die Lebensqualität in den bestehenden Wohngebieten wird drastisch reduziert. Der Lärm und der Schadstoffausstoß werden extrem zunehmen. Der heutige Ausstoß von 450 Millionen Liter Kerosin über dem Rhein/Main Gebiet würde sich bei voller Auslastung verdoppeln. 350 ha Wald – ein großer Teil davon wertvoller Bannwald – würde zur Abholzung freigegeben.

Jörg Dillmann Fraktionsvorsitzender
Jürgen Barth Stadtverordneter
Kerstin Lau Stadtverordnete
Julius Geibel Stadtverordneter
Alexander Nebhuth Stadtverordneter

Orginal als PDF:Antrag16_1_2008

Ein Kommentar

  1. Ich verstehe, dadf die Meinungsbildung zum Flughafenthema eoitomnal le4uft, gerade im politischen Umfeld. Gleichwohl kf6nnen ein paar Fakten helfen, nicht Birnen mit c4pfeln zu vergleichen.Genau deshalb haben wir bei RNF am letzten Wochenende ja bewudft ohne Politiker eine Fachleute-Runde in Zur Sache gehabt und einfach mal durchgespielt, wie ein Regionalflughafen Mannheim-Nord heute konkret aussehen wfcrde. Die Fakten sind dabei klar auf den Tisch gelegt worden: Weniger Le4rm, weniger Flugbewegungen als bisher in Neuostheim( bei zehnfach hf6herer Fluggastzahl!), Start/Landebahn gere4uscharm in Ost-West-Richtung ca. 1 km nf6rdlich des jetztigen Coleman-Areals (etwa Hf6he Kle4ranlage), kein dcberflug mehr von Lampertheim, Sandhofen/Scharhof, BASF . Grf6dfere Flugzeuge mit (wirtschaftlichem) Liniendienst zu den europ. Metropolen und natfcrlich auch zu den schnellen Ferienzielen , moderne Business-Flieger mit dcbersee-Reichweite, 1,5 2 Mio Flugge4ste/a. Es gilt die Faustregel, wonach 1 Mio Flugge4ste 1 000 Arbeitsple4tze schafft!Geplant ist zudem die Einbringung der Flugple4tze MA-SP-WO in eine gemeinsame Gesellschaft der Metropolregion , die dann die endgfcltige Platzierung ffcr den RegionalAirport sucht.Das wird nach gesundem Menschenverstand aber auf MA-Nord rauslaufen, weil dort nicht nur 216 Hektar Milite4rgele4nde verffcgbar werden und einiges an Flughafen-Peripherie seit 1926 geschaffen wurde, sondern weil auch die Start/Landebahn in Windrichtung liegt, eine geeignete 15 km-An/Abflugschneise als Voraussetzung ffcr moderne Anflugverfahren vorhanden ist und sogar ein direkter Haltepunkt an der Bahn geschaffen werde kann mit Shuttle-Betrieb zu Rhein-Main.Also nichts gegen den Wunsch nach einer Grfcnoase ich denke aber, es macht mehr Sinn ffcr den Mannheimer Norden incl. Lampertheim, sich frfchzeitig mit einer Flughafenlf6sung mit dem Ziel zu besche4ftigen, das Beste ffcr die Anrainer heraus zu holen: Arbeitsple4tze auch ffcr Teilzeit/Frauen, ste4dtebauliche Gestaltung, Berfccksichtigung der umliegenden Handwerksbetriebe bei Bau und Unterhalt, Verkehrsanbindung, Grfcngfcrtel, Le4rmschutzgutachten , Verlegung Segel- und Freizeitflzugbetrieb auf andere , kleinere Flugple4tze in der Region, keine Hubschrauber-Flugschule auf dem Regioal-Airport usw.Die Vorstellung, dadf ausgerechnet die Metropolregion RN mit hundertausenden exportabhe4ngigen Industriearbeitsple4tzen als einzige in Deutschland und Europa auf einen leistungsfe4higen und vom fcberlasteten internat. Drehkreuz Rhein-Main unabhe4ngigen Regional-Airport verzichten kann ist pardon naiv. Auch die Stadt Mannheim sollte sich sehr genau fcberlegen, ob sie auf einen so wichtigen Baustein der urbanen Verkehrsstruktur verzichten will. Regionalflughe4fen gelten als Job-Maschine!Fazit: Wer die aktuelle Situation auf Coleman-Airfield mit einem zivilen Regionalflughafen nach EU-Standard vergleicht, verwechselt in der Tat c4pfel mit Birnen. Das kann im Einzelfall je nach Faktenkenntnis unwissend, fahrle4ssig oder vorse4tzlich sein. Fakten und Vorurteile passen selten zusammen

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