Anschlag auf „LinksTreff“ in Darmstadt

Pressemitteilung Anschlag auf LinksTreff Georg Fröba

In der Nacht vom 30. auf   31. Januar 2009 verübten Unbekannte einen Anschlag auf den LinksTreff Georg Fröba in Darmstadt. Mit mehreren Pflastersteinen wurde die Schaufensterscheibe zerstört.

Der LinksTreff Georg Fröba ist das Fraktionsbüro der Stadtverordnetenfraktion Die Linke Darmstadt und der Kreistagsfraktion Die Linke/DKP Darmstadt-Dieburg. Er wird vom DKP Kreisverband Darmstadt-Dieburg, dem Kreisverband Darmstadt der Partei Die Linke sowie von anderen linken Gruppen wie der Roten Hilfe, der gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative GALIDA   und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) genutzt. Er ist nach dem antifaschistischen Widerstandskämpfer Georg Fröba benannt, der von den Faschisten 1944 in Frankfurt-Preungesheim ermordet wurde.

Schon Ende des Jahres 2008 war es zu Farbschmierereien gekommen. „Wir vermuten einen Anschlag aus dem rechtsextremistischen Milieu. Der Zeitpunkt ist sicherlich kein Zufall“, erklärt Rainer Keil, Fraktionsvorsitzender der Stadtverordnetenfraktion Die Linke Darmstadt. Am 30. Januar jährte sich zum 76ten Mal der Jahrestag der Machtübertragung an Hitler und die NSDAP.

Der feige und hinterhältige Anschlag stellt eine neue Qualität rechtsextremistischen Auftretens in Darmstadt dar. Nach etlichen Aktivitäten in Südhessen, speziell an der Bergstraße, wollen die Neofaschisten wohl auch in Darmstadt selbst Fuß fassen. Das sie dies bei Nacht und Nebel tun zeigt aber, dass sie sich ihrer Sache nicht sicher sind.

Deshalb kann es nur heißen: Keinen Fußbreit den Faschisten! In Darmstadt und anderswo!

DIE LINKE Darmstadt, Stadtverordnetenfraktion

2 Kommentare

  1. War`n se awwer unnerwegs kagghosen:
    Hier noch ausse FR von heut 2.2.09

    Neonaziparole an Hauswand
    Adresse aus Darmstadt
    Seeheim-Jugenheim Neonazis haben das Haus des Seeheimers Jürgen Fleißner am Wochenende mit Parolen und ausländerfeindlichen Aufklebern verunziert. Die Polizei ist eingeschaltet. Sie habe Beweise gesichert, berichtet der 66-jährige, der sich seit langem gegen Rechts engagiert und auch die Seeheim-Jugendheimer Erklärung initiiert hat. Die “Heimattreue Bewegung” und eine Internetadresse aus Darmstadt stehen als Absender auf den Aufklebern. alu

  2. un nochma ausführlicher ausse rundschau von morgen (3.2.09)

    Darmstadt

    Nazi-Gegner in Bedrängis

    Neonazis hinterlassen Spuren rund um Darmstadt. Pflastersteine fliegen in das Fenster eines Büros der Linken. Die Fraktion fürchtet, dass Faschisten in der Stadt Fuß fassen wollen.

    Von Sebastian Weissgerber

    In Seeheim-Jugenheim haben Neonazis am Wochenende das Haus des Anti-Nazi-Aktivisten Jürgen Fleißner mit Parolen und ausländerfeindlichen Aufklebern verunziert.

    Die Polizei habe bereits Beweise gesichert, berichtet der 66-Jährige, der sich seit langem gegen Rechts engagiert und auch die Seeheim-Jugenheimer Erklärung initiiert hat. Die „Heimattreue Bewegung“ und die Internetadresse einer Darmstädter Neonazigruppe stehen als Absender auf den Aufklebern.

    Nach Auskunft der Polizei lässt sich der Übergriff jedoch wahrscheinlich nicht als Straftat verfolgen. Die Aufkleber stellten weder eine Sachbeschädigung dar, noch sei ihr Inhalt strafrechtlich relevant. Dennoch würde die Tat der Staatsanwaltschaft übergeben, um sie auf Sachbeschädigung zu prüfen.

    Außerdem haben in der Nacht zum Samstag Unbekannte einen Anschlag auf den Links-Treff Georg Fröba in Darmstadt verübt. Das teilte Die Linke Darmstadt heute morgen mit. Die Täter zerstörten mit Pflastersteinen die Schaufensterscheibe des Büros der Linken-Stadtverordnetenfraktion und der Kreistagsfraktion Die Linke/DKP Darmstadt-Dieburg.

    Das Büro wird außerdem von anderen linken Gruppen wie der Roten Hilfe, der gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative GALIDA und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) genutzt. Namensgeber ist der antifaschistische Widerstandskämpfer Georg Fröba, der von den Faschisten 1944 in Frankfurt-Preungesheim ermordet wurde.

    Schon Ende des Jahres 2008 war es zu Farbschmierereien gekommen, berichtet die Linke. „Wir vermuten einen Anschlag aus dem rechtsextremistischen Milieu. Der Zeitpunkt ist sicherlich kein Zufall“, erklärt Rainer Keil, Fraktionsvorsitzender der Stadtverordnetenfraktion Die Linke Darmstadt.

    Am 30. Januar jährte sich zum 76ten Mal der Jahrestag der Machtübertragung an Hitler und die NSDAP. Nach Auskunft der Polizei, die wegen Sachbeschädigung ermittelt, sei ein rechter Hintergrund der Täter zwar „denkbar und naheliegend“, jedoch gebe es darauf keine Hinweise. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, teilte Polizeisprecher Ferdinand Derigs mit.

    Der feige und hinterhältige Anschlag stelle eine neue Qualität rechtsextremistischen Auftretens in Darmstadt dar, erklärt die Fraktion. Nach etlichen Aktivitäten in Südhessen, speziell an der Bergstraße, wollten die Neofaschisten nach Ihrer Ansicht wohl auch in Darmstadt selbst Fuß fassen.

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