Wilhelminenpassage Außen HUI – Innen PFUI

Systematisches Vorgehen zur Entmietung

Die Schritte gegen den Mieter des DG sind nur ein Beispiel für das systematische Vorgehen von D. Gülsen zur Entmietung des Gebäudes. Drohungen, Kündigungen und CIMG0122Räumungsklagen erfolgen vielfach aus konstruierten und vorgeschobenen, bisweilen absonderlichen Gründen.

Fristlose Kündigung z.B. wg. sexueller Belästigung weil eine Mieterin in leichter sommerlicher Kleidung einem Gülsen-Mitarbeiter ihre Wohnungstür öffnete. Mehrere Kündigungen wg. Eigenbedarf. D. Gülsen möchte im DG einziehen da er sich – angeblich – von seiner Ehefrau getrennt habe; außerdem Eigenbedarf für seine Söhne.

Mängelbeschwerden zu Schimmel, Feuchtigkeit werden regelmäßig zu Eigenverschulden umgedreht inkl. Abmahnung. Jede Kleinigkeit – Schuhe kurz im Flur abgestellt – wird genutzt, um hanebüchene Abmahnungen oder fristlose Kündigungen auszusprechen. Egal ob es sich um eine 100-jährige Mieterin handelt oder um Mieter mit Behinderung, D.Gülsen versucht mit allen schmutzigen Tricks, die Wohnungen leer zu ziehen.

Dazu gehört es auch, Mängel nicht zu beheben. Selbst Schreiben der Wohnungsaufsicht und des Gesundheitsamtes z.B. zu Schimmel werden nicht befolgt.

Viele Mieter sind unter dem Druck der schikanösen Behandlung ausgezogen. Einige wenige wehren sich weiterhin mit Unterstützung des Mietervereins und bisher sind alle gerichtsanhängigen Verfahren zugunsten der betroffenen Mieter ausgegangen.

Investor Doran Gülsen – mein Eindruck

Trotz ausführlicher öffentlicher Berichterstattung ist er in den Augen vieler immer noch ein angesehener Geschäftsmann und Investor, dessen Maßnahmen als eine Bereicherung für Darmstadt gesehen werden. Die äußere (Fassaden-)verkleidung wird im Gestaltungsbeirat bewertet, was sich dahinter abspielt wird nahezu gänzlich ignoriert.

Meine eigenen Beobachtungen in den öffentlichen und nicht-öffentlichen Sitzungen des Gestaltungsbeirates, das in einer schriftlichen Begründung des Gerichtes angedeutete Verhalten und meine Gespräche und Korrespondenz mit Mietern sowie Mitarbeitern des Mietervereins ergeben von D. Gülsen das Bild eines von sich überzeugten Menschen, der Widerspruch nicht akzeptiert, sondern erwartet, dass seine Position und Entscheidungen akzeptiert werden.

Großspurige Ankündigungen sind dabei ebenso wie unwahre Behauptungen ein häufig eingesetztes Mittel zum Zweck. Dass er bisher mit allen Räumungsklagen vor Gericht gescheitert ist, scheint ihn nicht zum Nachdenken zu bringen – im Gegenteil.

Je hartnäckiger der Widerstand umso mehr nimmt D.Gülsen die Sache persönlich und ist bereit zu einer Fehde – hier gegen den Mieter des DG.

Das unprofessionelle Vorgehen zur Außengestaltung und der Ablauf der Baumaßnahmen samt Bauleitung erwecken bei mir den Eindruck, dass erste Priorität von D.Gülsen niedrige Kosten sind – gerne auch zu Lasten der Qualität hinter einer neuen Außenfassade.

Bisherige Büroflächen im 3., 4. und 5. Obergeschoss werden in Wohnraum umgewandelt. Ein verantwortungsvoller Vermieter hätte dies als ersten Bauabschnitt geplant und seinen Mietern angeboten, dort vorübergehend zu wohnen während ihre Wohnungen saniert werden – nicht so Doran Gülsen

Ob seine Wette auf preiswerte Gastronomie wirtschaftlich aufgeht wird sich zeigen. Solche „food courts“ leben – wie man in amerikanischen malls sieht – wesentlich von den Kunden interessanter Geschäfte um sich herum. Davon ist bis jetzt nichts zu hören.

Ein Interview mit einem Mieter sowie eine Chronik zu den Vorgängen rund um die Wilhelminenpassage gibt es hier.

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