Pressemitteilung der Stadtschülervertretung Darmstadt: Wir müssen mehr Zivilcourage zeigen!

Anlässlich der vom Bundesinnenministerium durchgeführten Studie zur Jugendkriminalität in Deutschland vom 17.03.09 äußert sich die Stadtschülervertretung(SSV) Darmstadt wie folgt:

„Wir sind natürlich erschüttert über die Ergebnisse dieser Studie. Besonders, was die hohe Rate   rechtsextremistischen Gedankengutes bei Schülerinnen und Schüler betrifft“, erklärt die stellvertretende Stadtschulsprecherin der Stadt Darmstadt Henrike Laser.
Die SSV lehnt jede Form von rechtsextremen Tendenzen radikal ab und fordert alle demokratischen Kräfte auf, schnellstmöglich zu handeln.
Die Studie hatte ergeben, dass 40,4% aller Befragten ausländerfeindliche Neigungen zeigen. Der Darmstädter Stadtschulsprecher Giorgio Nasseh, der selbst einen Migrationshintergrund besitzt, fordert: „Da Schülerinnen und Schüler von durchschnittlich 15 Jahren befragt wurden, muss eine frühere und noch intensivere Behandlung der deutschen Vergangenheit und Rassismus im speziellen im Unterricht erfolgen.“
„Schulen sollten die Initiative ergreifen und Projekte zum Thema anbieten. Doch auch die Stadt Darmstadt muss durch finanzielle Unterstützung aktiv werden“, äußerte sich Laser.
Durch Förderung von Einrichtungen wie dem Interkulturellen Büro könnten wesentlich mehr Präventivmaßnahmen ergriffen werden, deswegen sollte die Stadt Darmstadt mehr in diesen Bereich investieren.
Weiter bietet die SSV an, bei Bedarf Kontakt zu Referenten oder bereits bestehenden Initiativen herzustellen. Auch die SSV selbst plant eine Kampagne gegen Rassismus an Schulen. Nasseh: „Wir müssen zeigen, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler ausländerfeindliche Neigungen besitzen oder unterstützen. Wir müssen mehr Zivilcourage zeigen und auf rechtsextreme Schülerzeitungen, Schulhof-CDs oder Ähnliches aufmerksam machen.“
Zuletzt macht Laser einen Hinweis auf eine bereits mehrfach mit Unterstützung der SSV durchgeführten Aktion: „Wir verweisen gerne auf das „Rock gegen Rechts“-Konzert hin, das von einer unabhängigen Gruppe Jugendlicher in Darmstadt organisiert wird. Neben Musik gibt es jedes Jahr Workshops zum Thema Rechtsextremismus und seiner Bekämpfung, sowie ein Gespräch mit Zeitzeugen aus der NS-Zeit.“

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