20.9.13 Kundgebung für die Opfer rechter Gewalt

Hier n Aufruf zur Kundgebung:KgrG

Hallo Genossinnen und Genossen,
wir möchten euch für Morgen, Freitag den 20.09.2013 um 18 Uhr auf den Luisenplatz bitten, um an unserer Kundgebung bezüglich des Mordes an Pavlos Fyssas teilzunehmen.
Pavos war ein 34 jähriger Antifaschist aus Griechenland, er war HipHop Künstler (KillahP) und wurde in der Nacht vom 17.09.2013 auf den 18.09.2013 von einer Gruppe Rechtsradikaler aus dem Umfeld der „Golden Dawn“ Bewegung angegriffen und mit einen Messer verletzt. Er starb kurze Zeit später im Krankenhaus von Piräus an seinen Verletzungen.
Pavos ist das bisher letzte Opfer Rechter Gewalt, nicht vergessen sind die Morde an unseren Genossen Clement Meric aus Paris, Ivan Khurtoskoi aus Moskau, Jan Kucera aus der Tschechei, Carlos Palomino in Madrid und selbstverständlich vergessen wir hierbei auch nicht die ermordeten Menschen durch die NSU Terrorzelle.
Wir würden gerne alle Menschen, welche durch Naziterror umgekommen sind, beim Namen nennen, doch würde dies hier den Rahmen sprengen.
Fakt ist, das die Chronik von Naziübergriffen und Nazimorden sehr sehr lang ist. Die Dunkelziffer nicht gemeldeter Naziübergriffe übersteigt bei weiten die Zahlen der als rechtsgerichtete Straftat eingeordneten behördlichen Aussagen. Auch hier sind die Statistiken praktisch nichtssagend, den was als rechtsgerichtete Straftat eingestuft wird und wer als rechtsradikal, das entscheidet immernoch die deutsche Justiz!
Nahezu täglich gibt es Übergriffe auf Andersdenkende, anders Lebende oder anders Aussehende.
Hierbei sei der Naziüberfall in Bad Schandau in Sachsen erwäht, bei dem am 14.9.2013 eine Hamburger Gruppe Jugendlicher, welche auf Klassenfahrt in die traurig berüchtigte sächsische Schweiz wollten, durchs Dorf gejagt und schwer verprügelt wurden. Beim ersten Angriff auf die Gruppe wurde ein „nicht deutsch aussehender Jugendlicher“ auf dem Weg zur Toilette überfallen und drei Neonazis brachen ihm bei der Attacke den Kiefer und zertrümmerten seine Augenhöhle. Ein zweiter Angriff am selben Abend, fand später auf die Jugendherberge statt. Die Lehrerin verriegelte die Türen und schloss somit aus, dass weitere Schüler von den Nazis angegriffen werden konnten. Eben solche skandierten draussen vor der Jugendherberge „NSDAP-wir vergessen nie!“ Wir verweisen auf den „Panorama“ Artikel welcher in der Zeitschrift „Der Stern“ ² in diesem Zusammenhang berichtete –> ² http://www.stern.de/panorama/neonazis-verpruegeln-schueler-wir-hatten-todesangst-2058154.html
Das Glück allein lies diesmal keinen Menschen sterben.
Wir fordern alle antifaschistischen Menschen auf, sich unserer Kundgebung anzuschließen!
Als Veranstalter bitten wir um schwarze Kleidung als Symbol unseren Respekts gegenüber den Opfern rassistischer/Neofaschistischer Gewalt.
Vielen Dank
Inter64 – Netzwerk für Linke Solidarität Darmstadt
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