„25 Jahre Hoyerswerda“

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Auftakt: Samstag (24.) von 13 bis 15 Uhr auf dem Darmstädter Friedensplatz

Wissenschaftsstadt Darmstadt startet Veranstaltungsreihe „25 Jahre Hoyerswerda“ mit Gedenken auf dem Friedensplatz am 24. September / Oberbürgermeister Jochen Partsch: „Mit Gedenken an dramatische Ereignisse erinnern und gemeinsam mit Bürgern das Bündnis für ein weltoffenes Darmstadt stärken“

Auszug Flyer Gedenkjahr 2016. © Wissenschaftsstadt Darmstadt/ Amt für Interkulturelles und Internationales

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt organisiert gemeinsam mit Kooperationspartnern im Rahmen des Gedenkjahrs 2016 vom 24. September bis 22. Oktober eine Veranstaltungsreihe zu den fremdenfeindlichen und rassistischen Vorfällen im sächsischen Hoyerswerda von 1991. Das Motto lautet: „25 Jahre Hoyerswerda. Gedenken – Sensibilisieren – Informieren“. Den Auftakt zur Reihe bildet das Gedenken am Samstag (24.) von 13 bis 15 Uhr auf dem Darmstädter Friedensplatz.

Oberbürgermeister Partsch unterstützt die Ansicht von Amnesty International, dass Rassismus damals wie heute ein tiefgehendes gesellschaftliches Problem sei, das nicht auf Rechtsextremismus – und damit auf ein Phänomen einiger weniger Rechtsextremer – verengt werden könne. Die Annahme, dass Rassismus ein ostdeutsches Problem sei, sei vor diesem Hintergrund und angesichts der vielen Übergriffe in anderen Regionen Deutschlands nicht zutreffend: „Die brutalen Attacken Rechtsgesinnter gegen Schutzsuchende und Schutzbedürftige sowie ausländische Gastarbeiter vor 25 Jahren in Hoyerswerda sind bis heute unbegreiflich und es muss alles dafür getan werden, dass sich ein solcher Vorfall nie wiederholen wird. Am Anfang stehen immer Ausgrenzung und Hass auf die vermeintlich anderen. Der nächste Schritt zu tätlichen Angriffen auf Menschen ist dann nicht mehr weit, wie in den vergangenen Monaten leider durch rechtsradikal motivierte Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsheime wieder deutlich wurde. Im vergangenen Jahr zählte das Bundeskriminalamt über 1000 Übergriffe gegen Flüchtlingsheime – fünfmal mehr als 2014 und so viele wie noch nie. Umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft solchen Entwicklungen von Anfang an entschieden entgegenwirken. Dazu zählt auch die konsequente Erinnerungsarbeit. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt daher ein, gemeinsam mit uns im Rahmen der Gedenkreihe ‚25 Jahre Hoyerswerda‘ auf die bestehende Problematik rechter Gewalt hinzuweisen und unter dem Dach unserer Solidaritätsoffensive ‚Darmstadt bleibt weltoffen‘ ein breites Bündnis verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen für die Stadt herzustellen.“

Bei der Gedenkveranstaltung am Samstag können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger ab 13 Uhr an den Ständen über die Thematik und die Arbeit verschiedener Darmstädter Institutionen und Initiativen informieren. Ein Stand der Stadt klärt über die Veranstaltungsreihe und die Darmstädter Gedenk- und Antirassismus-Arbeit auf. Der Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Jochen Partsch, wird um 14 Uhr eine Rede auf dem Friedensplatz halten. Weitere Beiträge sind von Emmanuel Agyeman, einem ehemaligen Bewohner des damals angegriffenen Flüchtlingsheims, Renate Dreesen (Bündnis gegen Rechts Südhessen) und Aaron Becker (Jugendring Darmstadt) zu hören.

Die Bündnispartner für die Reihe „25 Jahre Hoyerswerda. Gedenken – Sensibilisieren – Informieren“ sind der AStA TUD, AStA HDA, AStA EVH, SS*R, OAT, vielbunt e. V., Stadtjugendring Darmstadt e. V., Lilienfans gegen Rechts, Jugendforum, DGB-Jugend, Bündnis gegen Rechts, Gruppen der Flüchtlingsarbeit und das Jugendbildungswerk.

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