“Revolution in Darmstadt?”

plakat-1848pfungstadt21.JPGSonntag 15.11. um 18.48 uhr in der ehemaligen synagoge pfungstadt

Was war eigentlich in Darmstadt los in den Revolutionsjahren 1848/49? Ging das Volk auch hier auf die Barrikaden oder blieb es ruhig? Immerhin war Darmstadt die Hauptstadt des Großherzogtums Hessen, von hier aus wurde das Land regiert.Namen und Ansichten lokaler Akteure damals sind heute beinahe vergessen. Welche Ideen und Vorstellungen hatten sie von einer “Revolution” bzw. einer Veränderung der Gesellschaft, in der noch immer die Fürsten   das Sagen hatten?
In 26 fiktiven Szenen gehen die (Laien-)Schauspielerinnen und Schauspieler dem Darmstädter Revolutionsgeschehen nach. Sie zeigen auch, dass viele der damals diskutierten Fragen noch immer aktuell sind, nicht nur in Darmstadt. Lieder aus der Zeit des Vormärz illustrieren und kommentieren das Geschehen.

Figuren, wie Heinrich von Gagern, der spätere Präsident der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, oder Mathilde Büchner, die Schwester von Georg Büchner, treten auf. Dazu lernen wir den Politiker Reinhard Eigenbrodt, den Revolutionär Franz Zitz, die Schriftstellerin Louise Dittmar und den Verleger Carl Friedrich Leske kennen. Alle haben sie damals eine wichtige Rolle gespielt, leider sind sie heute kaum noch bekannt.
Freuen Sie sich also auf einen informativen und unterhaltsamen historisch-theatralischen Abend in der Ehemaligen Synagoge in Pfungstadt.
 

6 Kommentare

  1. klingt interessant, mal sehn, ob ich’s zeitlich schaff, hinzugehen.

    Allerdings sind alle erwähnten Persönlichkeiten dieser Veranstaltung den Demokraten zuzurechnen, was mir dann doch als bisschen einseitige Darstellung erscheint, denn Darmstadt war 48/49 leider eher ein Zentrum der Reaktion. Lag wahrscheinlich an den vielen Beamten, die damals hier lebten und vom monarchischen System existenziell abhängig waren und natürlich am Großherzog, der als Monarch wenig überraschend wenig Interesse an echter Demokratie hatte. Die demokratische Presse von damals zu lesen, ist echt interessant, da wird Darmstadt regelrecht beschimpft als „Staatsdienerkolonie, wo drei Leute schon eine gefährliche Zusammenrottung“ wären und „Demokraten-Fresser“ leben würden.

    Ganz so ruhig war’s dann aber auch in Darmstadt natürlich nicht. Demonstrationen und Ausschreitungen gab’s auch, zB nach den Septemberunruhen in Frankfurt.

  2. guude jörg h.,

    höhö….hat sich ja nicht soooo viele verändert in unsrem „beschaulichen“ städtchen ;o)))
    beste grüße
    der jörg d.

    PS: und danke für deine immer wieder interessanten, erfrischenden kommentare

  3. Aus genau dem Grund haben wir die Überschrift mit einem Fragenzeichen versehen. Wir erzählen gerade über die verkorkste Darmstädter Revolution und wie sie an zuviel staatsmännischer Vorsicht scheiterte. Außerdem sind Zitz und Dittmar schon revolutionäre, kritische Köpfe, die zu Wort kommen.
    Also Jörg H.: kommen, gucken und sich dann drüber ärgern oder freuen.
    Bis dann!

  4. Äh, nur für den Fall, dass das missverständlich war: ich wollte mit meiner Bemerkung keine Ferndiagnose der Veranstaltung anhand des Plakates machen. Mir fiel nur auf, dass alle erwähnten Personen der demokratischen oder meinetwegen auch liberalen Seite zuzurechnen sind, während irgendein typischer Vertreter der Monarchie fehlt, die in Darmstadt damals – verglichen mit den meisten anderen Orten – zahlreicher waren.

  5. guude zamme,
    war ne schöne stimmige sache und ein schöner stimmiger abend.
    Is doch erstaunlich, wie sich die heutigen verhältnisse und die historischen gegebenheiten ähneln.
    Kaggenreformisten!!!
    Zitz (udo) rules!!!
    Danke an alle mitwirkenden,war ein geiler abend!!!
    Li(e)bertäre grüße der jörg d.

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